(openPR) Auf Betreiben der Geflügelindustrie gibt es einen "Tag des Eies“, der dieses Jahr am 8. Oktober ist. Die „Arbeitsgemeinschaft für artgerechte Nutztierhaltung“ e. V. (AGfaN) bittet aus diesem Anlass alle Verbraucher, ihr Kaufverhalten zu überprüfen und keine Käfigeier zu kaufen.
Seit der 2004 EU-weit eingeführten Verpflichtung, die Haltungsform mittels eines Aufdrucks auf jedem Ei anzugeben, ist der Absatz von Käfigeiern deutlich zurückgegangen. Dennoch kaufen immer noch Bürger Eier von Hennen, die in Käfigen vegetieren müssen. Diese Eier sind an der „3“ am Anfang des Codes zu erkennen und an dem oft nur kleinen Aufdruck „Eier aus Käfighaltung“ auf den Eier-Kartons oder bei lose angebotenen Eiern auf einem Hinweisschild. Die Bezeichnung „Kleingruppenhaltung“ ist irreführend und wird jetzt für Eier von Hühnern verwendet, die in den neuen Käfigen gehalten werden, in denen ebenfalls das Ausleben fast aller artgemäßen Verhaltensweisen unmöglich ist.
Verbraucher können sich über die erste Ziffer des Codes hinaus auch am Tierschutzsiegel des „Vereins für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen“ (KAT) orientieren. Das gelegentlich anzutreffende Siegel der WPSA wird leider auch für Käfigeier verliehen, weshalb es nicht als Garantie für eine tierschutzgerechte Haltung von Legehennen taugt.
Die AGfaN empfiehlt den Kauf von Bio-Eiern mit dem Code 0 (s. Foto), weil die Tiere nicht nur Auslauf und Bio-Futter erhalten, sondern auch mit nur sechs Hennen / m² im Stall deutlich mehr Platz erhalten, als konventionelle Freilandhühner mit neun Tieren / m² (Code 1). Eier aus Bodenhaltungen (Code 2) sind aus Sicht des Tierschutzes die schlechteste Alternative zum Käfigei, weil die Hennen auch hier mit neun Tieren / m² leben müssen und außerdem nie aus dem nur kümmerlich beleuchteten Stall ins Freie gelassen werden.
Die AGfaN fordert auch für Produkte, für deren Herstellung Eier verwendet werden, die deutliche Kennzeichnung der Haltungsform der Legehennen, damit sich die Verbraucher für Waren entscheiden können, die nicht auf Tierquälerei beruhen.












