(openPR) Deutschland EU-weit Vorbild bei Qualitätssicherung von Eiern
Bonn, 29. September 2008. Einen Tag lang steht eines der vielseitigsten und nährstoffreichsten Lebensmittel im Blickpunkt: Am 10. Oktober ist der Tag des Eies. Rund 17,3 Milliarden Stück verzehren die Deutschen im Jahr (Quelle: ZMP, Bonn). Grund genug, einen Blick auf ihre Erzeugung zu werfen: Die Legebetriebe mit alternativer Hennenhaltung, die für den deutschen Markt produzieren, setzen Maßstäbe in Europa was Qualität, Sicherheit, Transparenz und die Haltung der Tiere betrifft. Dies ist das Ergebnis einer branchenweiten Zusammenarbeit, die der Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen in Bonn (KAT) initiiert hat.
„Die alternative Hennenhaltung bietet sowohl artgerecht erzeugte als auch qualitativ hochwertige Produkte an“, erklärt Caspar von der Crone. Er ist Geschäftsführer von KAT, der Organisation, die für die Qualitäts- und Herkunftssicherung von Eiern aus alternativer Legehennenhaltung – Boden-, Freiland- und Biohaltung – zuständig ist.
Internationale Warenströme transparent machen
Seit KAT 1995 von der Eierindustrie gegründet wurde, setzt sich der Verein für eine branchenübergreifende EU-weite Zusammenarbeit der Betriebe ein, die für den deut-schen Markt produzieren. Denn über 30 Prozent der Eier aus Boden-, Freiland- und Biohaltung, die in Deutschland verkauft werden, werden aus den EU-Nachbarstaaten importiert. „Auch in unserem Markt zeichnet sich eine zunehmende Verflechtung der internationalen Warenströme ab“, stellt von der Crone fest. „Nur Transparenz über die gesamte Produktionskette hinweg, kann eine einheitlich hohe Qualität der Produkte sicherstellen.“ Das Ergebnis der KAT-Initiative ist ein Qualitäts- und Herkunftssicherungssystem, das vom Korn bis zur Ladentheke Transparenz schafft. Es hat Modell-charakter in der europäischen Lebensmittelbranche.
Sicherheit durch geschlossenes System
Alle an der Produktionskette Beteiligten sind Mitglieder des KAT-Systems: Futtermittelhersteller, Brütereien und Junghennenaufzucht, Legebetriebe und Packstellen haben sich den strengen KAT-Qualitätskriterien verpflichtet, die weit über die EU-Regelungen hinausgehen. Sie berücksichtigen die Anforderungen der deutschen Hennenhaltungsverordnung sowie Aspekte des Tierschutzes. Für Brütereien, Küken- und Junghennenaufzucht sowie die Legebetriebe gelten strenge Vorgaben hinsichtlich der Qualität der Futtermittel (keine Schadstoffe, kein tierisches Eiweiß), der Hygiene des Trinkwassers und der Haltung der Tiere. Alle Betriebe verfügen über ein internes Hygienemanagement.
Heute tragen 95 Prozent der Eier aus alternativer Hennenhaltung, die auf den deutschen Markt kommen, das KAT-Gütesiegel. Alle Betriebe werden regelmäßig, auch unangekündigt, von neutralen Prüfinstituten kontrolliert. Dies stellt sicher, dass alle am Produktionsprozess Beteiligten die vereinbarten Qualitätskriterien einhalten. Jeder Schritt wird in einer zentralen Datenbank erfasst, im Ernstfall ist eine schnelle Rückverfolgung möglich.
Informationen für den Verbraucher
Auch Informationen und Transparenz für Endverbraucher ist eine Zielsetzung von KAT: Unter www.was-steht-auf-dem-ei.de kann man den Erzeugercode auf dem Ei eingeben und nachschauen, aus welchem Legebetrieb das Ei stammt. Aktuelle Umfragen zeigen: Aus welcher Haltungsform ein Ei stammt, ist für deutsche Verbraucher das wichtigste Kriterium beim Eierkauf – noch vor Preis oder Größe . Unlängst hat der Handel angekündigt, zukünftig verstärkt Eier aus Boden- sowie Freilandhaltung anzubieten und Käfigware schon vor dem offiziellen Verbot der Käfighaltung Ende 2009 auszulisten. EU-weit sind Käfigeier erst ab 2012 verboten. „Dies ist eine große Chance für die Legebetriebe mit alternativer Hennenhaltung“, unterstreicht von der Crone.









