(openPR) Gesetze und Verordnungen müssen auch für die Pelztierfarm in Aachen-Orsbach gelten!
Nerzfarm-Bierdeckel für Friedrich Merz.
(Aachen, 8. Februar 2006)
Am Samstag werden Tierschützer und Tierrechtler im Rahmen der Karnevalsveranstaltung „Wider den tierischen Ernst“ erneut die Aachener Politiker auffordern, dass sie endlich die geltenden Gesetze und Verordnungen in Bezug auf die Zustände der Pelztierfarm in Aachen-Orsbach umsetzen. Seit Jahren drücken sich die Aachener Behörden vor ihrer Verantwortung und finden immer wieder neue Gründe, wieso sie für die Farm nicht zuständig sind.
Verstöße der Nerzfarm-Orsbach gegen geltende Gesetze werden in Aachen geduldet
Auf keiner der 12 Pelztierfarmen in NRW werden die Vorgaben zur Haltung von Nerzen eingehalten. So wird auch in Orsbach den Tieren nicht einmal die minimale Haltungsanforderung des Erlasses zugestanden.
Nicht nur, dass die seit Ende 2001 in NRW geltende Haltungsverordnung für Nerze nicht eingehalten wird, es wurden auch illegal neue Käfigreihen auf der Farm errichtet. Von den insgesamt 35 Schuppen auf der Farm, wurden 20 illegal, ohne Baugenehmigung, errichtet. Dies ist durch archivierte Luftbild-Aufnahmen von der Farm klar bewiesen.
Umfragen in der Gesellschaft haben ergeben, dass 70 bis 80 Prozent der Deutschen gegen das Töten von Tieren für die Pelzproduktion sind. Dennoch wurde vom Aachener Amtsgericht ein Verstoß gegen §1 des Tierschutzgesetzes („Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.“) abgewiesen. Die Begründung: Es sei in Deutschland allgemein akzeptiert Tiere zu töten, um daraus Pelzbekleidung herzustellen und somit sei ein „vernünftiger Grund“ vorhanden.
Eine neue, bundesweite Pelztierhaltungsverordnung sollte erlassen werden, die u.a. für Füchse eine Mindestgrundfläche von 3qm pro Tier fordert – diese Abstimmung wurde aber von der CDU auf Eis gelegt. Nun soll eine 10 Jahre andauernde Studie voraus gehen, die überprüfen soll wie sehr die Tiere in den Käfigen leiden.
Forderung so einfach, dass sie auf einen Bierdeckel passt!
Die Forderung der Tierrechtler ist noch wesentlich einfacher als die anvisierte Steuererklärung von Friedrich Merz. „Schließt die Nerzfarm-Orsbach!“ - so simpel ist die Forderung. Im Rahmen der Protestveranstaltung vor dem Eurogress, werden die Demonstranten an die Besucher der Karnevalsveranstaltung Bierdeckel mit dieser einfachen Forderung verteilen.
Ab 18.00 Uhr werden die Demonstranten vor dem Eurogress die verantwortlichen Politiker auffordern ihre Karnevals-Politik auf die Karnevals-Veranstaltungen zu beschränken und endlich ernsthafte Politik im Sinne der geltenden Gesetze zu machen.
Für Fragen stehen wir Ihnen gerne unter den Nummern: 0241-8942577 und 0163-7067375 zur Verfügung.










