(openPR) Wie lässt sich unsere gegenwärtige lebenszerstörende in eine lebensfördernde Kultur transformieren? Ausgehend von dieser zentralen Frage erkunden Shelley Sacks und Hildegard Kurt im Dialog ästhetische Praktiken für ein Zukunft schaffendes Gestalten.
Die Autorinnen, die Pionierarbeit in der Sozialen Plastik und der Kultur der Nachhaltigkeit geleistet haben, verstehen den Begriff »Ästhetik« als Gegenteil von »Anästhesie«. In diesem Licht beinhaltet ästhetische Praxis ein verlebendigtes Sein jenseits der allgegenwärtigen Betäubungen. Und »Ver-antwort-ung« wird zur Fähigkeit, auf das, was sich in der Welt äußert, zu antworten. Mit aktivem Sehen, imaginativem Arbeiten, bildhaftem Denken oder dem »Erdforum« werden verlebendigende Einsichten, Praktiken und Prozesse vermittelt. Beispiele aus der Transition Town-Bewegung, der Commons-Szene oder der mobilen University of the Trees machen erfahrbar, wie wirksames äußeres und inneres Arbeiten einander nicht nur ergänzen, sondern geradezu bedingen.
Zentrale Fragen dabei sind: Wie kommt das Neue in die Welt? Wie entstehen bewusste, lernende Gemeinschaften? Wo beginnt Gestalten? Welches Verständnis von uns selbst als Menschen braucht es, um zukunftsfähig zu werden? Wie können Ideen und innere Bilder Materie verändern?
In dem Bewusstsein, dass Zukunftsfähigkeit sich nicht mit den Mitteln des Bestehenden erreichen lässt, sondern vielmehr bedeutet, »von der Zukunft her wahrzunehmen, zu denken und zu gestalten«, erforschen die Autorinnen, wie ästhetische Praktiken zu Instrumenten gesellschaftlicher Transformation werden.
Die rote Blume, ein Sachbuch wie auch ein Praxis-Handbuch, richtet sich an Agentinnen und Agenten des Wandels auf allen Arbeitsfeldern. Jeder Mensch ein Künstler, jeder Mensch ein (R)Evolutionär.
Zu den Autorinnen
Shelley Sacks, Jahrgang 1950, ist interdisziplinäre Künstlerin und Pionierin der Sozialen Plastik. Sie studierte an der Universität Kapstadt und arbeitete mit Joseph Beuys im Kontext der »Free International University«. Heute ist sie Professorin an der von ihr gegründeten »Social Sculpture Research Unit« der Oxford Brookes University. Im Zentrum ihrer Lehrtätigkeit, Schriften und Projekte stehen der Zusammenhang zwischen Imagination und Transformation und die Neudefinierung von Ästhetik. www.social-sculpture.org
Hildegard Kurt, Jahrgang 1958, promovierte Kulturwissenschaftlerin, ist Senior Lecturer für Soziale Plastik an der Oxford Brookes University und Mitbegründerin des »und. Institut für Kunst, Kultur und Zukunftsfähigkeit e.V.« in Berlin. Sie hat im internationalen Kontext Pionierarbeit zur Verbindung von Kunst, Kultur und Nachhaltigkeit geleistet, ist Autorin, Referentin und mit Seminaren und Workshops praktisch auf dem Feld der Sozialen Plastik tätig. www.hildegard-kurt.de
Zum Verfasser des Vorworts
Wolfgang Sachs, Jahrgang 1946, studierte Theologie und Soziologie in München, Tübingen und Berkeley. Der Experte für Klima-, Umwelt- und Entwicklungsfragen war Aufsichtsratsvorsitzender von Greenpeace Deutschland, ist Mitglied im Club of Rome, Dozent am Schumacher College und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats von Attac. Er wirkt als freier Mitarbeiter am Wuppertal Institut, Büro Berlin.
Unser Dank gilt der Altner Combecher-Stiftung für Ökologie und Frieden, die das Entstehen dieses Buchs mit einem Forschungsstipendium unterstützt hat.
Shelley Sacks und Hildegard Kurt
Die rote Blume.
Ästhetische Praxis in Zeiten des Wandels
Mit einem Vorwort von Wolfgang Sachs
thinkOya, www.think-oya.de, 224 Seiten, Format 16x22 cm, Klappenbroschur
ISBN 978-3927369-77-1, Eur. 24,80 (D), Eur. 25,50 (A), Fr. 36,00 (CH).











