(openPR) „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“, dass wusste schon Aristoteles und Hildegard Projekt stellt dies mit ihrem Debüt bei Plattform für Gegenwart konsequent unter Beweis:
Sieben bildende KünstlerInnen komponieren aus eigenen Werken gemeinsam einen neuen mehrdimensionalen Bildraum, der die breite Palette des Spannungsfeldes zeitgenössischer Plastik aufblättert: Objekt, Skulptur, Installation, Licht und Zeichnung.
Die jeweils ortspezifische Zusammenstellung erfordert von den KünstlerInnen Interaktion im Raum und einen produktiven Dialog, der unterschiedliche Herangehensweisen, verschiedene ästhetische Ansätze, Konzepte, Materialauffassungen und individuelle inhaltliche Schwerpunkte zulässt. Bildverweise treffen vielschichtig aufeinander, verschmelzen, kontrastieren, ergänzen und betonen sich. Die vierte Dimension ‚Licht’ schafft Verbindung, Abgrenzung, setzt ins Szene oder stellt in den Schatten. Dem Betrachter eröffnen sich zahlreiche Anknüpfungspunkte und neuartige Lesarten, das Auge darf wählen zwischen inszeniertem Ganzen oder den verschiedenen einzelnen künstlerischen Bestandteilen der Gesamtarbeit.
Werden einzelne Aspekte künstlerischer Position und eigene Autorenschaft aufgegeben zu Gunsten einer komplexen, mehrdeutigen und poetischen Form von Bilderzählung im Zusammenspiel? Oder macht die Inszenierung deutlich, dass jedes Kunstwerk als Erscheinung komplex wahrnehmbar bleibt und durch die wechselseitige Bezugnahme bestimmte Aspekte betont oder verschoben werden?
Hildegard Projekt lädt ein über das Verhältnis von Realität und Abbild, Konstitution von Wirklichkeit, Kontrollverlust und Ordnung, Welt als Bühne aber auch die Rolle kollektiver und individueller neuer Bildsprachen nachzudenken. Wir sind gefragt "alles über [oder auf?] den Haufen zu werfen!
Hildegard Projekt sind susannebritz, Minna Kangasma, Renate Neuser, Gabriele Regiert, Maik Scheermann, Hildegard Skowasch und Petra Tödter, die sich der Herausforderung eines kollektiven Arbeitsprozesses seit 2008 stellen.
Hildegard Projekt: Palette
Eröffnung: Montag, 12. Oktober 2009, 17 – 21 Uhr
Ausstellung: 13. Oktober - 08. November 2009
Öffnungszeiten: Mo - Fr 9 – 21 Uhr, Sa - So 10 – 18 Uhr










