(openPR) Über 18.000 fordern auf Change.org Entschuldigung von Bayerns Innenminister
Joachim Herrmann
München 7. August. Im Fall „Teresa Z.” hat das Münchner Amtsgericht den beschuldigten Polizeibeamten Frank W. wegen Körperverletzung im Amt zu zehn Monaten Haft auf Bewährung und einer Geldauflage von 3000 Euro verurteilt. Vor diesem Hintergrund erhöht sich nun der Druck auf Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU), der den Fall zu einem frühen Zeitpunkt kontrovers kommentiert hat.
Joachim Herrmann hatte Teresa Z. im Februar im bayerischen Landtag indirekt psychische Probleme unterstellt und damit Empörung ausgelöst. Die Opposition warf dem Minister vor, das Polizeiopfer noch während der Ermittlungen in ein schlechtes Licht zu rücken. SZ-Kommentator Bernd Kastner sprach von einer „perfiden Strategie” des Ministers.
Der Fall hatte auch den 20-jährigen Nettetaler Stephan Orth empört, der sich grundsätzlich für einen besseren Schutz von Gewaltopfern einsetzt, dazu gehört aus seiner Sicht auch deren Privatsphäre. Orth sah in den Äußerungen des Ministers eine Parteinahme. Er startete eine Change.org-Petition und forderte eine Entschuldigung des Ministers. Dieser Forderung haben sich bereits über 18.000 Menschen angeschlossen.
„Nicht nur in Anbetracht der schlimmen Gewalt, die Teresa Z. erleiden musste, waren diese Aussagen absolut inakzeptabel,” sagt Orth. „Ein unabhängiges Gericht hat die Schuldfrage geklärt. Nun ist es an der Zeit, dass der Minister Verantwortung für seine Äußerungen übernimmt und Teresa Z.s Ehre wieder herstellt,” so Orth.
Die Petition finden Sie unter: www.change.org/teresaz










