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Pilotprojekt überträgt Green Economy in die Praxis

Bild: Pilotprojekt überträgt Green Economy in die Praxis
green_transformation (c) Rui Vale de Sousa  Fotolia.com_(c) Can Stock Photo Inc.  EastmanPhoto
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(openPR) Bremen. Unternehmen können Klimaschutz als Managementinstrument einsetzen und so ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern. Mit diesem Ansatz wendet sich das Pilotprojekt green transformation ab sofort an Firmen und Betriebe in Deutschland. Als Teil der Nationalen Klimaschutzinitative des Bundesumweltministeriums bietet es ein einzigartiges Beratungs- und Weiterbildungsangebot. Im Zentrum steht, Klimaschutz über die Umsetzung energieeffizienter Maßnahmen hinaus als Managementaufgabe wahrzunehmen. Davon betroffen sind Unternehmensprozesse unter anderem im Controlling, in der Produktentwicklung oder im Lieferkettenmanagement. Erfahrungen von Best-Practice-Unternehmen und Kooperationen mit Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft bilden die Grundlage des Projekts. Eine eigene Akademie, die mit neun Lernmodulen arbeitet, qualifiziert Führungskräfte inhaltlich wie methodisch. Großer Wert wird zudem auf Praxisbeispiele gelegt. Bekannte Unternehmen wie Siemens und Mittelständler wie VAUDE oder Frosta geben Einblick in ihren individuellen Transformationsprozess. Initiator ist die gemeinnützige Bremer Klimaschutzagentur energiekonsens. Das Projekt läuft bis Frühjahr 2015.



„Wir sind überzeugt, dass eine grüne Transformation der Wirtschaft die Voraussetzung ist, um die europäischen Klimaschutzziele zu erreichen. Zudem sind wir uns sicher, dass strategischer Klimaschutz große wirtschaftliche und strukturelle Chancen für Unternehmen bringt“, erläutert Michael Pelzl, Geschäftsführer von energiekonsens und Projektleiter green transformation. Mit dem Pilotprojekt will die Klimaschutzagentur Unternehmen und Führungskräfte für den Kulturwandel hin zu einer Green Economy sensibilisieren. „Schon jetzt verändern sich im Zusammenhang mit dem Klimawandel die Anforderungen von Investoren und Finanzmarkt an Unternehmen. Die nächsten, die folgen, sind die Einkäufer bei der Lieferantenauswahl. Wer jetzt selbst aktiv wird, kann also mit Klimaschutz nicht nur notwendige Maßnahmen einleiten, sondern auch neue Kunden und Investoren für sich gewinnen“, sagt Susan Dreyer, Director des CDP (Carbon Disclosure Project) in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Dieses Wissen geben Susan Dreyer und Experten wie Prof. Dr. Thorsten Henzelmann, Roland Berger Strategy Consultant, und Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie, in der energiekonsens klima:akademie an Führungskräfte weiter. In neun ein- und zweitägigen Modulen bilden sich Entscheidungsträger in Themen wie Climate-Change-Agents, Sustainable Supply Chain und klimafreundlicher Logistik weiter. Die Inhalte sind in ein innovatives Bildungskonzept eingebettet, das energiekonsens in Zusammenarbeit mit dem Neurologen- und Verhaltensphysiologen Prof. Dr. Dr. Gerhard Roth, Universität Bremen, entwickelt hat. „Klimaschutz beginnt im Kopf jedes einzelnen Menschen und bedeutet in erster Linie Lernen und Selbsterkenntnis. Egal ob Privatperson, Institution oder Unternehmen – erst wenn wir verstehen, welche unbewussten Barrieren uns vom Handeln abhalten, können wir den nächsten Schritt machen. Die energiekonsens klima:akademie bietet praxisnahes Faktenwissen und berücksichtigt ebenso die emotionalen Bedürfnisse für Veränderung“, fasst Roth zusammen. Das erste Modul der energiekonsens klima:akademie findet Ende September in Bremen statt. Außerhalb der Akademie-Module können Führungskräfte zudem in der Green-Transformation-Gruppe auf der Businessplattform Xing ihre Erfahrungen diskutieren und den Rat der Experten suchen.

Auch die Projektelemente „Modellunternehmen“ und „Vorbilder“ basieren auf Erkenntnissen der Hirn- und Verhaltensforschung. „Der Klimawandel und welche Rolle Unternehmen dabei spielen, werden in der Öffentlichkeit noch immer kontrovers diskutiert. Gerade deshalb wollen wir anfassbare Vorbilder schaffen. Ihr Erfolg kann andere motivieren, Klimaschutz ein- und umzusetzen“, sagt Michael Pelzl. Dies geschehe durch Erfahrungsberichte von sogenannten Modellunternehmen. Sie werden von energiekonsens im Projektzeitraum intensiv beraten und finanziell gefördert. Über ihren individuellen Transformationsprozess berichten die Unternehmen unter anderem regelmäßig in einem Onlinetagebuch. Wie erfolgreich Green Economy als Wirtschaftsprinzip sein kann, stellen zudem zehn Vorbilder, Best-Practice-Unternehmen wie BASF, IKEA und der Ventilatorhersteller ebm-papst unter Beweis. „Wir sind weltweiter Marktführer für Luft- und Antriebstechnik und Vorreiter bei der Entwicklung der hocheffizienten GreenTech EC-Technologie. Doch alles begann mit der Ausrichtung der Firmenphilosophie, dass jede neue Produktreihe effizienter als die vorige sein soll“, erläutert Markus Mettler, Umweltbeauftragter ebm-papst. Wie die Vertreter der anderen Vorbilder wird er als Dozent der energiekonsens klima:akademie Einblick in die Klimaschutzstrategie des Unternehmens geben.

Weitere Informationen zu green transformation unter www.green-transformation.net
Weitere Informationen zur energiekonsens klima:akademie unter www.klima-akademie.net
Weitere Inforamtionen zur Klimaschutzagentur energiekonsens unter www.energiekonsens.de

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