(openPR) Dramatik bot das in Bad Endorf aufgeführte Theaterstück „Der Pfarrer von Ars“ nicht nur auf, sondern auch hinter der Bühne. Kurz vor der Premiere musste Regisseur Josef Kößlinger die Rolle des überraschend verstorbenen Spielers Helmut Fischl übernehmen, die Jahrhundertflut traf Zuschauer und Theaterspieler gleichermaßen. Beunruhigt beobachteten die Spieler auch, wie die Bevölkerung zu Beginn der Spielsaison dem Braten trotz massiver Werbekampagnen nicht traute. Doch die Endorfer ließen sich von alldem nicht unterkriegen und konnten am Ende wieder auf eine hächst erfreuliche Saison zurückblicken. Etwa 4.000 Zuschauer besuchten die insgesamt elf Aufführungen, darunter zahlreiche Prominente und Ehrengäste. Durch das Verschenken kleiner Weinfläschchen gegen eine Spende sammelte die Theatergesellschaft etwa 5.000 Euro für das Frauenhaus und den Frauennotruf in Rosenheim. Eine weitere Benefizaktion zu Gunsten der Flutopfer in Stadt und Landkreis Rosenheim brachte 4.000 Euro an Spendengeldern ein.
Frappierende Ähnlichkeit besteht zum dargestellten Stück, denn auch der Pfarrer von Ars musste zu Beginn seiner Karriere jede Menge Hindernisse überwinden. Kurz nach der französischen Revolution bestand kaum eine Möglichkeit das Theologiestudium aufzunehmen, erst viel später konnte er die zahlreichen Wunder wirken, für die er weltweit bekannt ist. Mut, Entschlossenheit und Durchhaltevermögen wurden am Ende mit der Heiligsprechung belohnt.
Die Endorfer Theaterspieler griffen nicht ganz so hoch und begnügten sich mit einer langen, harmonischen Bühnenfeier, auf der Hauptdarsteller und Vereinsvorstand Markus Mädler als Dank für seine überzeugende Darstellung einen aus Holz geschnitzten Pfarrer von Ars erhielt. Jetzt wird die Bühne ab- und umgebaut, denn ab 19. Juli steht mit dem Engel namens Blasius bereits der nächste Heilige auf der Bühne. Dieses Mal aber ein lustiger, der das Zwerchfell der Zuschauer ordentlich strapazieren wird.













