openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Von der Forschungsidee zum Hörimplantat

13.06.201317:29 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Von der Forschungsidee zum Hörimplantat
Die Zeitleiste zeigt die Entwicklung der Hörtechnologie. Urheber: AUDIOVERSUM
Die Zeitleiste zeigt die Entwicklung der Hörtechnologie. Urheber: AUDIOVERSUM

(openPR) Innsbrucker Bildungsprojekt "Hört hört!" bringt Schulen mit Forschern aus Industrie und Hochschulen zusammen

(Innsbruck, 13.6.2013) "Was macht das Geräusch eigentlich in meinem Ohr?" Nicht nur Kinder stellen einfache Fragen, die schwer zu beantworten sind, sondern auch Forscher. Neugier und brennendes Interesse befeuern bei beiden die Entdeckungslust. Kinder und Wissenschaftler hätten zahlreiche Anknüpfungspunkte, fänden sie rechtzeitig zueinander. Doch erst nach langen Schuljahren steht die Tür zur Forschung offen. Dann ist bei vielen jungen Erwachsenen die Neugier für Natur und Technik abgeebbt, der Hunger nach Antworten vergangen und andere Berufswege erscheinen attraktiver.



Rund 300 Tiroler Schüler und Schülerinnen haben nun die einmalige Chance, gemeinsam mit Wissenschaftlern aus Industrie und Hochschulen das Hören zu erforschen, zu erleben, wie befriedigend diese Tätigkeit ist und zu erfahren, wie Wissenschaft und Technik Gehörlosen und Schwerhörigen helfen können. Das neue Bildungsprojekt "Hört hört!" wird von der Innsbrucker Forschungsmanagement-Firma Cemit geleitet und bringt acht Bildungseinrichtungen mit den Entwicklern des weltbekannten Hörimplantat-Herstellers MED-EL zusammen. Mit an Bord sind die Universität Innsbruck mit dem Institut für Mechatronik und die Hörgerät- und Gehörschutz-Spezialisten der Innsbrucker Firma Gaertner auditiv. Didaktisch begleitet und wissenschaftlich ausgewertet wird das Projekt von der Pädagogischen Hochschule Tirol. Sie sind die Fachleute für innovative Wissensvermittlung an Kinder.

Haarzellen – die feinen Antennen des Innenohrs

Gute Vermittlung ist nötig, denn Hören ist kein trivialer Vorgang: Die Umwandlung von Schall in mechanische Schwingung des Trommelfells, deren Übertragung durch die Hörknöchelchen auf die mit Flüssigkeit gefüllte Schnecke – das ist schon unglaublich raffiniert. Doch es wird noch trickreicher: In der Schnecke wandert die Welle eine Membran entlang, auf der Haarzellen Millionen winzige Härchen wie Fühler in die Höhe recken. Die Härchen biegen sich und die Sinneszellen wandeln dieses Signal in einen elektrischen Impuls um, der durch den Hörnerv ins Gehirn läuft und dort als Ton wahrgenommen wird. All dieses Wissen ist durch Forschung entstanden. Der Hörvorgang hat aber, wie alles was kompliziert ist, auch Schwachstellen: Sterben beispielsweise die Haarzellen, geht das Gehör verloren, auch wenn alle anderen am Hören beteiligten Mitspieler inklusive des Hörnervs noch einwandfrei intakt sind. Was tun? Gerade hier setzt Forschung an.

Lieblingsmusik verzerrt – Gespräch verwirrt

"Hört hört!" macht jungen Menschen nachvollziehbar, wie es sich anfühlt, wenn das Gehör versagt, die Lieblingsmusik nur noch eine Karikatur ihrer selbst ist und ein fröhliches Stimmengewirr zu einem unentwirrbaren Kauderwelsch wird. Ihnen wird deutlich, dass Neugier und Entdeckungsdrang nicht nur Selbstzweck ist, sondern dass Forschung eine zwingende Notwendigkeit ist, um drängende medizinische Probleme zu lösen. "Hört hört!" lässt junge Menschen selbst erfahren, welche Schritte nötig sind, um von einem medizinischen Problem zu einer medizintechnischen Lösung zu gelangen. Der Weg von der Forschungsidee zum Cochlea-Implantat ist das zentrale Thema des Projekts.

"Hört hört!" nutzt in der Einführungsphase das Science Center AUDIOVERSUM von MED-EL, das Hören und Gehörverlust interaktiv erlebbar macht. Im weiteren Projektverlauf werden die Jugendlichen selbst messen und forschen, bei den Firmenpartnern Experimente im Labor durchführen und protokollieren, mit den Fachleuten physikalisch-technische Lösungen zusammenbauen, und sie kommen in direkten Kontakt mit Patienten. So haben sie beispielsweise Gelegenheit, ethische Fragen zu diskutieren, die sich durch den Einbau eines künstlichen Sinnesorgans in den menschlichen Körper stellen.
"Hört hört!" läuft bis Herbst 2014 im Rahmen des Förderprogramms talente regional des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie. Beteiligt sind die Volksschule Absam, die Neue Mittelschule Pembaurstraße, die Gymnasien BRG Telfs, WRG Ursulinen, das Reithmann, PORG Volders und BRG in der Au, sowie die HTL Peter Anich Elektronik.

Bildungsplattform im Aufbau

Damit "Hört hört!" nicht nach Ende der Förderung wie eine abgespielte Schallplatte verklingt, als wäre nichts gewesen, baut Cemit heute bereits eine Plattform auf, die die Impulse aus bestehenden Bildungsprojekten aufgreift und weiterführt. Das Krebsforschungszentrum Oncotyrol betreibt derzeit beispielsweise das Projekt "Science Inspires" zur personalisierten Krebsmedizin und Medikamentenforschung aus pflanzlichen Arzneimitteln. Genau wie bei "Hört hört!" werden dabei Schulen mit regionalen Unternehmen und Hochschulen vernetzt. "Gemeinsam mit der Stadt Innsbruck und dem Land Tirol wollen wir die Nachwuchsarbeit in industrienaher Forschung in regional wichtigen Themen weiter fördern, um dem für die Zukunft befürchteten Mangel an Fachkräften in diesem Bereich rechtzeitig entgegenzuwirken," beschreibt Cemit-Geschäftsführer Bernhard Hofer das anvisierte Ziel der Bildungsplattform.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 726635
 763

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Von der Forschungsidee zum Hörimplantat“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Cemit

Bild: Schalenloses Hühnerei für die Myelom-ForschungBild: Schalenloses Hühnerei für die Myelom-Forschung
Schalenloses Hühnerei für die Myelom-Forschung
Innsbrucker Wissenschaftler des EU-Projekts OPTATIO züchten menschliche Mini-Tumore auf Ei-Membranen. Damit gelingt ihnen die Entwicklung eines dringend benötigten Testsystems für neue Medikamente gegen Knochenmark-Krebs. Das Multiple Myelom ist eine immer noch unheilbare Krebserkrankung des Knochenmarks. Bisher fehlte es an geeigneten Testsystemen, um neue Wirkstoff-Kandidaten schnell und in möglichst natürlicher Umgebung zu prüfen. Wissenschaftler des EU-Projekts OPTATIO können diese Lücke nun füllen. Ihnen ist es gelungen, menschliche Min…
Damit der Körper sich wieder selbst akzeptiert
Damit der Körper sich wieder selbst akzeptiert
Hoffnung im Kampf gegen Autoimmunerkankungen: Impfung mit Hitzeschock-Protein hilft im Mausexperiment bei rheumatoider Arthritis Seefeld (24.9.2012) Holländische Wissenschaftler haben einen Impfstoff entdeckt, der rheumatoide Arthritis bei Mäusen wirksam bekämpft. Der Impfstoff aktiviert die Selbstheilungskräfte des Immunsystems, um die Entzündung der Gelenke einzudämmen. Dies berichtete kürzlich die renommierte Fachzeitschrift PNAS (1) und ganz aktuell die Zeitschrift Expert Opinion on Therapeutic Targets (2). Die Arbeiten der holländischen…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Urlaubstipp Schnorcheln: Atemberaubende Erlebnisse unter WasserBild: Urlaubstipp Schnorcheln: Atemberaubende Erlebnisse unter Wasser
Urlaubstipp Schnorcheln: Atemberaubende Erlebnisse unter Wasser
… Man muss die Geräte daher vorher rausnehmen und nach dem Tauchgang wieder einsetzen. Weitaus komfortabler ist es, wenn man sich von vornherein für ein Hörimplantat entscheidet. „Für ein unbeschwertes Schnorcheln oder Tauchen, ist das Esteem-Hörimplantat hervorragend geeignet“, so Stephanie Richter von der Firma Envoy Medical. „Man spürt das Implantat …
Bild: Sehen, hören und fühlen in der NanoweltBild: Sehen, hören und fühlen in der Nanowelt
Sehen, hören und fühlen in der Nanowelt
Die nanomechanischen Eigenschaften biologischer Gewebe sollen mit den menschlichen Sinnen erfahrbar werden - VolkswagenStiftung fördert Forschungsidee, die Physik und Kognitionswissenschaft verknüpft --- Mit einem Rasterkraftmikroskop können die Form einer Oberfläche und ihre lokalen mechanischen Eigenschaften sehr detailliert auf der Nanometerskala …
Bild: Allianz für smartes bimodales Besserhören: GN ReSound und Cochlear bauen strategische Zusammenarbeit ausBild: Allianz für smartes bimodales Besserhören: GN ReSound und Cochlear bauen strategische Zusammenarbeit aus
Allianz für smartes bimodales Besserhören: GN ReSound und Cochlear bauen strategische Zusammenarbeit aus
Wenn Hörgeräte nicht mehr helfen, dann können Hörimplantate eine Lösung sein. Doch mehr als die Hälfte der hörgeschädigten Kinder und Erwachsenen, die mit einem Cochlea-Implantat (CI) oder einer anderen implantierbaren Hörlösung leben, sind bimodal versorgt; d. h. sie tragen an einem Ohr ein Implantat-System und am anderen ein Hörgerät. Viele dieser …
Bild: Cochlear präsentiert neueste Entwicklungen bei HörimplantatenBild: Cochlear präsentiert neueste Entwicklungen bei Hörimplantaten
Cochlear präsentiert neueste Entwicklungen bei Hörimplantaten
… Europäischen Union der Hörakustiker (EUHA) in Nürnberg (18. bis 20. Oktober). Auf der größten globalen Messe für audiologische Technik stellt der Weltmarktführer für Hörimplantate gleich eine ganze Reihe wegweisender Lösungen vor. Gezeigt werden neben dem Cochlear™ Baha® 5 Portfolio für Menschen mit Schallleitungsschwerhörigkeit auch neueste Ansätze …
Bild: Junger Forschergeist - mit großen IdeenBild: Junger Forschergeist - mit großen Ideen
Junger Forschergeist - mit großen Ideen
… besten Ideen besuchten am 12. und 13. Juni 2019 die Firmenzentrale von MED-EL in Innsbruck, wo sie nicht nur die Forschung und Produktion von Hörimplantaten hautnah erleben konnten, sondern mit MED-EL Chefentwickler und Mitglied der „ideas4ears“- Fachjury, Geoffrey Ball, einen echten Erfinder persönlich kennenlernen durften. Kleine Ideen ganz groß „Es …
Bild: Neue Studie belegt bei Innenohrschwerhörigkeit - Esteem®-Hörimplantat ist anderen Hörhilfen klinisch überlegenBild: Neue Studie belegt bei Innenohrschwerhörigkeit - Esteem®-Hörimplantat ist anderen Hörhilfen klinisch überlegen
Neue Studie belegt bei Innenohrschwerhörigkeit - Esteem®-Hörimplantat ist anderen Hörhilfen klinisch überlegen
… auf weiß. Eine jüngst regulierte klinische Studie in den Vereinigten Staaten mit Patienten, die an sensorineuralem Hörverlust leiden, kommt zu folgendem Ergebnis: Das Esteem®-Hörimplantat bewirkt im Vergleich zu dem, was die Patienten mit ihren Hörhilfen erhielten, bei der Mehrzahl der Patienten statistisch gesehen eine bessere Wiederherstellung des …
Bild: Esteem®: erstes Vollimplantat mit weltweiter ZertifizierungBild: Esteem®: erstes Vollimplantat mit weltweiter Zertifizierung
Esteem®: erstes Vollimplantat mit weltweiter Zertifizierung
Köln, April 2010 – Das Esteem®-Hörimplantat von Envoy Medical ist nun weltweit zertifiziert. Vor kurzem erhielt das Implantat das FDA-Approval. Damit ist das Esteem® das erste Vollimplantat, das diesen Qualitäts-Nachweis liefert. Erstes Vollimplantat mit weltweiter Zertifizierung Ein wichtiger Schritt für Envoy Medical: Kürzlich zertifizierte die FDA …
Erste erfolgreiche Implantation des Esteem Hörimplantats in der Schweiz
Erste erfolgreiche Implantation des Esteem Hörimplantats in der Schweiz
Im Mai wurde erstmals in der Schweiz, einem Patienten an der Hirslandenklinik Birshof in Münchenstein durch PD Dr. Daniel F. à Wengen das Mittelohr Hörimplantat Esteem der U.S.-Firma Envoy Medical eingesetzt. Jetzt, beim Einschalttermin steht fest, dass die Operation erfolgreich verlaufen ist und dass das Hörimplantat Esteem sehr gut funktioniert, der …
Popular Science Award Für Esteem Hörimplantat
Popular Science Award Für Esteem Hörimplantat
Popular Science, New York vergibt Best of What´s New Award 2006 für das vollimplantierbare Hörsystem Esteem an Envoy Medical Corporation. Das Mittelohr-Hörimplantat Esteem der Firma Envoy Medical ist das beste Produkt 2006 in der Kategorie persönliche Gesundheit. Jedes Jahr werden in New York diejenigen Produkte gekürt, welche in ihrer Kategorie einen …
Bild: Informationstag für Hörgeschädigte: „2. Erlanger Hörtag“Bild: Informationstag für Hörgeschädigte: „2. Erlanger Hörtag“
Informationstag für Hörgeschädigte: „2. Erlanger Hörtag“
… Professor Dr. med. Heinrich Iro, ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Erlangen. Schirmherr der Veranstaltung ist Dr. Günther Beckstein, Ministerpräsident a. D und selbst Träger eines Hörimplantats. Gemeinsam mit anderen Betroffenen steht er Rede und Antwort rund um das Thema Hörschädigung. Wie wird eine Hörschädigung gemessen? Wohin kann man sich …
Sie lesen gerade: Von der Forschungsidee zum Hörimplantat