(openPR) „Ich will hören“ heißt es am Samstag, den 28. Mai 2011 im Universitätsklinikum Erlangen – Hörsaalzentrum Medizin. Von 9:00 bis 14:30 Uhr informieren zahlreiche namhafte Vertreter aus Medizin und Forschung über neueste Therapie-Möglichkeiten für Hörgeschädigte. Dr. Marianne Koch führt durch das rund vierstündige Informationsprogramm – ein Teil des Hörtags wird auf Bayern 2 in der Sendung „Das Gesundheitsgespräch“ live übertragen. Organisatoren der Veranstaltung sind die Initiative „Ich will hören“, die Cochlear Deutschland ins Leben rief, und die HNO-Klinik Erlangen unter der Leitung von Professor Dr. med. Heinrich Iro, ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Erlangen. Schirmherr der Veranstaltung ist Dr. Günther Beckstein, Ministerpräsident a. D und selbst Träger eines Hörimplantats. Gemeinsam mit anderen Betroffenen steht er Rede und Antwort rund um das Thema Hörschädigung.
Wie wird eine Hörschädigung gemessen? Wohin kann man sich mit Hörproblemen wenden? Wann hilft ein Hörgerät und wann sollte operiert werden? Für wen ist ein Hörimplantat sinnvoll? – Auf Fragen wie diese wird der Hörtag ausführlich Antwort geben. Zusätzlich haben Besucher reichlich Gelegenheit für Fragen und Informationsaustausch. „Mit unserer Veranstaltung wollen wir über Hörschädigungen und deren Auswirkungen aufklären. Uns liegt sehr daran, Betroffenen und Angehörigen Therapieformen vorzustellen, die bei starker Hörschädigung eine Alternative darstellen, wenn Hörgeräte nicht helfen, ausreichend zu verstehen“, so Elisabeth Hampel von der Initiative „Ich will hören“. „Besonders froh sind wir über die Unterstützung der HNO-Klinik Erlangen und des Erlanger Cochlear Implant Centrums CICERO. Wir halten es für überaus wichtig, Betroffene über Therapiemöglichkeiten in ihrer eigenen Stadt und darüber hinaus in Bayern aufzuklären. Und wir möchten ihnen kompetente Mediziner und Experten zur Seite stellen, die auf individuelle Fragen eingehen. Der Erfolg des „1. Erlanger Hörtags“, der 2008 stattfand, zeigt, dass großes Interesse an diesem Angebot besteht.“
Auf einer Info-Messe können sich Interessierte über Angebote von Selbsthilfegruppen und über moderne Hörlösungen informieren sowie mit Experten, Hörgeräte- und Hörimplantat-Trägern ins Gespräch kommen. Vor dem Klinikum bietet ein Hörmobil kostenlose Hörscreenings an.
„Untersuchungen belegen, dass viele Betroffene nach wie vor zu wenig über die enormen Möglichkeiten operativer und technischer Hörhilfen wissen. Lässt der Hörsinn nach, können moderne Hörgeräte die Kommunikation verbessern und erhalten. Reichen diese Lösungen jedoch nicht aus, dann können Hörimplantate ein großes Stück Lebensqualität wieder geben. Diese Implantate sind sowohl für Kleinkinder als auch für Erwachsene geeignet“, erklärt Professor Dr. Dr. Ulrich Hoppe, Leiter des Cochlear Implant Centrums CICERO an der HNO-Klinik des Universitätsklinikums.
Der Hörtag richtet sich an Menschen aller Altersgruppen mit beginnender Hörschädigung bis hin zu Hörgeräteträgern, die trotz moderner Hörgeräte nicht gut verstehen können. Der Eintritt ist kostenfrei. Unterstützend werden sämtliche Vorträge und Diskussionen zum Mitlesen auf eine Leinwand projiziert. Zum besseren Verstehen hörgeschädigter Besucher halten die Veranstalter weitere kommunikationsunterstützende Technik bereit.









