(openPR) Schönheit ist relativ, oder doch nicht? Die Neuroästhetik, also die Schönheitsforschung, geht dieser und anderen Fragen auf den Grund. Hirnforscher untersuchen, was die Kunstrezeption auslöst, wie Künstler tatsächlich „schaffen“ und wie man Kreativität fördern – sogar erlernen - kann.
Die Informations-Plattform www.dasGehirn.info widmet der Schönheitsforschung einen neuen Themenschwerpunkt. Videos und Artikel gewähren einen abwechslungsreichen Einblick in das neue, wenn auch unter Wissenschaftlern noch sehr umstrittene Gebiet. Wer nur graue Theorie erwartet, wird überrascht. Neben zahlreichen Interviews mit bekannten Neurowissenschaftlern gibt es auch praktische Tipps, wie man die eigene Kreativität fördern kann. Vielleicht verblüffend für alle, die noch immer der klassischen Vorstellung vom „Genie“ anhängen: „Warten Sie nicht im stillen Kämmerlein auf den Heureka-Moment“, meint Franziska Badenschier, Autorin von dasGehirn.info. Denn Geistesblitze tauchen eher in Gruppen auf – so wie es wahrscheinlich jeder aus seinem Alltag kennt.
Mona Lisa ist „schön“ – das gilt zweifelsfrei überall auf der Welt! Dafür griff Leonardo da Vinci tief in die wahrnehmungspsychologische Trickkiste. Schönheit liegt folglich im Auge des Betrachters – genauer gesagt: im Gehirn. Was bei der Kunstrezeption im Kopf abläuft, dem versuchen Neurowissenschaften auf die Spur zu kommen. Dazu wurde der Forschungszweig Neuroästhetik ins Leben gerufen und die Hirnforschung mit der Kunst zusammengeführt. Künftig forschen Neurowissenschaftler nach dem Schönheitssinn, dem Schaffensprozess und der Kreativität.
Neuroästhetik liegt zwar im Trend, ist aber in Fachkreisen durchaus umstritten. So äußerte sich Wolfgang Klein, der Gründervater vom Max-Planck-Institut für Psycholinguistik im niederländischen Nijmegen, kritisch: „Ich bin der Neuroästhetik gegenüber durchaus reserviert, weil nicht alles auf hohem Niveau ist, was in diesem Bereich bisher publiziert wurde.“
Das Onlinemagazin dasGehirn.info informiert über künstlerische Genies, tierische Kunsthandwerker, Kulturunterschiede, den sechsten Sinn und das disziplinlose Gehirn. Obwohl sich die Neuroästhetik allmählich zu einem Trendthema entwickelt, sitzt die Schönheitsforschung mit ihrer naturwissenschaftlichen Sicht auf die Schönheit zwischen den Stühlen: In der Natur schlägt beispielsweise der Pfau ein Rad, um dem Weibchen zu imponieren. Größer, bunter, lauter – so einfach ist es beim Menschen allerdings nicht. Sein Schönheitssinn ist mit den einfachen, darwinistischen Erklärungen kaum beizukommen. Olaf Breidbach fasst diese Schwierigkeit in einer provokativen Frage zusammen: „Welchen Selektionsvorteil hat der Kölner Dom?“
Alle Beiträge auf einem Blick:
- Video: Im Interview sprach Neurowissenschaftler Olaf Breidbach mit Chefredakteur Arvid Leyh über Neuroästhetik.
- Video: Der Wissenschaftler Peter König berichtet über den sechsten Sinn.
- Video: Neurophilosoph Georg Northoff erklärt Arvid Leyh das disziplinlose Gehirn.
- „Vom Sinn der Schönheit“: Was genau ist das eigentlich, die Schönheit? Auf den Spuren einer ganz besonderen Qualität.
- Trendthema Neuroästhetik: Neurowissenschaftler untersuchen, wie das menschliche Gehirn auf Schönheit reagiert.
- „Im Kopf des Künstlers“: Der kreative Kopf tickt extrem vielfältig.
- „Über Genie und Wahn“: Forscher haben eine Erklärung für den Zusammenhang zwischen psychischer Krankheit und Kreativität.
- Ratgeber, um die Kreativität fördern zu können: Ein paar Tricks sind sinnvoller, als auf den Kuss der Muse zu warten.
- Neu: Kommentierte Linkliste zur Neuroästhetik
- Gratis ebook: „Das Gedächtnis“




















