(openPR) Zum 1. März 2013 hat Bodo Müller-Thielicke sein Amt als neuer Direktor des Zweckverbands Volkshochschule Hameln-Pyrmont angetreten. Der Fünfzigjährige löst Rolf Becker ab, der Ende Februar mit 64 Jahren in den Ruhestand ging.
Müller-Thielicke war zuletzt über 14 Jahre lang stellvertretender Direktor der vhs im Norden des Landkreises München, der zweitgrößten oberbayrischen Volkshochschule. Hier leitete er neben der Verwaltung den Programmbereich Berufliche Bildung und EDV. Davor hatte der gebürtige Hesse, der Philosophie, Musikwissenschaft und Germanistik studiert hat, eine Führungsposition bei einem privaten Institut der beruflichen Bildung inne. Mit diesem beruflichen Werdegang bringt er sowohl die erforderliche Führungserfahrung als auch die Kompetenz im operativen Geschäft mit.
Nicht nur die neue Funktion, sondern auch die wirtschaftlich angespannte Lage der Kommunen, die sich auf die Volkshochschule auswirkt, stellt ihn vor echte Herausforderungen. Es gilt, die finanzielle Situation der vhs zu konsolidieren. Dafür plant er, mit differenzierten Bildungsangeboten für die unterschiedlichen Zielgruppen neue Geschäftsfelder herauszuarbeiten. Unter anderem mit zeitgemäßen Angeboten für die junge Generation oder mit nach Alter gestaffelten Seniorenkursen. "Heute ist es auch für die Älteren enorm wichtig, mit der rasanten technischen Entwicklung Schritt zu halten – dafür bietet die vhs seit jeher optimale Möglichkeiten", erklärt der neue Verbandsdirektor.
Künftig solle auch ein Studium Generale in der gesamten Region der vhs angeboten werden. Damit können Interessenten in Fachvorträgen und Diskussionsforen mehr über Wissenschaft, Kultur, Kunst, Literatur, Musik oder Geschichte erfahren – ganz ohne Vorgaben, was ihre Vorbildung angeht.
Zum anderen sollen Potenziale stärker aktiviert werden, die bereits in der Vergangenheit erfolgreich waren. Zum Beispiel laufen bereits Kooperationsgespräche über die planmäßige Weiterbildung der Mitarbeiter des Landkreises. Durch die kontinuierliche Verfügbarkeit hochqualifizierter Lehrkräfte kann die vhs permanente Weiterbildungsprogramme übernehmen, zum Beispiel für Erzieher und pädagogische Mitarbeiter der Gemeinden oder die Fortbildung von Pflegeeltern.
In der beruflichen Bildung hat die vhs in Hameln seit Jahren besondere, individuell zugeschnittene Angebote für Unternehmen: Sie qualifiziert Mitarbeiter und Führungskräfte in fachlichen und sprachlichen Bereichen, auch in Inhouse-Schulungen mit eigenem EDV-Equipment. Künftig soll für Unternehmen und ihre Mitarbeiter die immer wichtiger werdende Gesundheitsprävention noch stärker ausgebaut werden, ebenso wie Bildungsangebote in kommunikativer Kompetenz – Beratung, Moderation, Konfliktgespräche – und in interkultureller Kompetenz.
Von jeher ist ein Schwerpunkt der vhs die hochwertige, zertifizierte Erwachsenenbildung – daran will der neue Verbands-Chef anknüpfen. „Ich übernehme hier eine funktionierende Volkshochschule mit einem kompetenten Team", sagt Müller-Thielicke. Motivation und Engagement seien bei jedem Einzelnen zu spüren – es gelte nun, die gemeinsamen Ziele im Team anzupacken.













