(openPR) Zeltaufbau? Check! Erster Kaffee? Check! Forderungspapier an Ministerpräsidentin Kraft übergeben? Check!
Vor der Düsseldorfer Staatskanzlei demonstriert die dbb jugend nrw seit heute Morgen 10 Uhr mit einer Mahnwache ihren Durchhaltewillen. Der gewerkschaftliche Dachverband setzt sich für die jungen Kolleginnen und Kollegen im Öffentlichen Dienst ein. Die bisherigen Stunden verliefen ausgesprochen erfolgreich.
Nach einem reibungslosen Aufbau der Mahnwache - bestehend aus einem Zelt samt mobilem Toilettenhäuschen - traten pünktlich um 10 Uhr die ersten Gewerkschafter ihre erste Schicht an. Die dbb jugend nrw hatte die Info über ihre Aktion breit gestreut, doch mit so vielen Unterstützern hatte sie dann doch nicht gerechnet. Die VdLA-Fachgruppe Uniklinik Düsseldorf kam mit rund 50 Kolleginnen und Kollegen vorbei und gemeinsam mit den Jugendvertretern, die bereits vor Ort waren, zog der Tross lautstark vor die Staatskanzlei, um sich tatkräftig für bessere Arbeitsbedingungen und Perspektiven der jungen Beschäftigten im Öffentlichen Dienst stark zu machen.
Während ein Großteil der dbb-Vertreter vor der Staatskanzlei die Stellung hielt, waren 12 Jugendvertreter mit Christina Halstenberg-Bornhofen (Abteilungsleiterin Zentralabteilung Verwaltung) zu einem Gespräch verabredet. Die Gruppe, bestehend aus Klinik-Angestellten sowie -Azubis, Verwaltungsfachangestellten, Beschäftigten der Bezirksregierung und Feuerwehrleuten, wurde herzlich aufgenommen. Die jungen Gewerkschafter hatten Gelegenheit, ihr Anliegen vorzubringen und ihre Forderungen zu formulieren. Auch zwei Auszubildende der Krankenpflege der Uniklinik Düsseldorf waren mit dabei, um den personellen Notstand in ihrer Klinik darzulegen: Rund 30 junge examinierte Krankenpfleger und Krankenschwestern wird die Uniklinik Düsseldorf nach bestandener Ausbildung Ende Februar auf die Straße entlassen. Sie haben dann zwar das Examen in der Tasche und das Land hat viel Geld in ihre dreijährige, qualifizierte Ausbildung investiert. Doch da, wo man sie ausgebildet hat, will man sie nicht haben. Das Uniklinikum hat kein Geld, die selbst Ausgebildeten zu beschäftigen - obwohl dort Personalnotstand herrscht.
"Es muss etwas passieren, denn ohne Perspektive kann der Öffentliche Dienst keine Sicherheit bieten! So wie jetzt, zieht der Öffentliche Dienst im Wettbewerb mit der freien Wirtschaft den Kürzeren!" bekräftigte der Landesjugendleiter der dbb jugend nrw, Markus Schallenberg, das zentrale Anliegen der dbb jugend nrw. Seine Forderungen hat der Verband in einem Schreiben an Ministerpräsidentin Hannelore Kraft einzeln niedergeschrieben, das nach dem Gespräch Christina Halstenberg-Bornhofen stellvertretend übergeben werden konnte.
Die Gewerkschafter wurden in der Staatskanzlei nicht nur mit offenen Ohren und der Bereitschaft zum Dialog empfangen, sondern auch mit warmer Erbsensuppe und belegten Brötchen. So traten sie nach rund einer Stunde gestärkt, positiv gestimmt und wieder ein wenig aufgewärmt den Weg nach draußen an und wurden dort direkt von den nächsten Medienvertretern in Empfang genommen. Nachdem morgens bereits RTL, WDR, Antenne Düsseldorf und die WAZ Mitarbeiter zur Mahnwache der Beamtenbundjugend geschickt hatten, stand nun Sat. 1 mit einem Kamerateam bereit.
Keine schlechte Ausbeute für die Frühschicht. Doch die dbb jugend nrw bleibt weiter vor Ort. Erst morgen früh um 10 Uhr werden die Zelte wieder abgebrochen. Für den weiteren Verlauf der Mahnwache haben sich bereits Vertreter von Politik und verschiedenen dbb-Fachgewerkschaften zum Solidaritätsbesuch angekündigt.













