(openPR) München, 24. September 2008 - Baldiger Einzug ins bayerische Parlament? Dazu ein Eintrag in die Geschichtsbücher? Damit scheint sich die Linke nicht zufrieden geben zu wollen: Die Partei zeigt ihren Willen, sich an der Regierung zu beteiligen, und hat jetzt kurzerhand die Staatskanzlei und damit den Regierungssitz des Freistaates erworben.
Die Einnahme der Staatskanzlei fand zwar nur virtuell auf dem Münchner Internetportal WhatsYourPlace statt, dafür wurde das Gebäude an der Franz-Joseph-Straße jedoch ehrlich erstanden und der volle Kaufpreis in Höhe von 9,95 Euro bezahlt. Der Spitzenkandidat der Partei, Fritz Schmalzbauer, muss auf die Frage nach dem Zweck der Übernahme nicht lange überlegen: „Es geht hauptsächlich darum, in den Keller der Staatskanzlei vorzudringen. Wir wollen feststellen, wie viele Leichen die CSU in 40 Jahren dort angesammelt hat." (http://www.whatsyourplace.de/de/places/4457/staatskanzlei)
Primär versteht sich WhatsYourPlace jedoch als Community, auf der Privatpersonen ihre persönlichen Lieblingsorte symbolisch besitzen und exklusiv darstellen können. Auf einer Google-Maps-Oberfläche kann jeder Ort der Welt erworben und anschließend über einen Grundbucheintrag mit Bildern, Texten und Zeitdaten versehen werden. Der Spaß und der Austausch der Mitglieder stehen dabei im Vordergrund. Der virtuelle Landbesitz ist eingebettet in eine Community-Umgebung. Im Unterschied zu anderen Community-Plattformen geht es auf WhatsYourPlace jedoch nicht darum, wer oder was man ist, sondern um die eigenen Ländereien. "Der gemeinsame Bezug zu einem bestimmten Ort bildet die unkomplizierte Gesprächsgrundlage", erläutert Gründer Tobias Lampe. So können die Mitglieder Nachrichten oder sogar passende Bilder zu den Grundstücken anderer Landbesitzer hinterlassen.
Mittelfristig möchte die Plattform die erste Anlaufstelle für alle Onliner werden, die Freude daran haben, einen bestimmten Ort nach außen darzustellen. So soll eine Weltkarte entstehen, die sich auf die Mitglieder verteilt und mit deren Erlebnissen, Meinungen und Emotionen gefüllt ist - ein Facebook für Grundstücke.
Durch die einfache Bedienbarkeit richtet sich WhatsYourPlace an eine breite Zielgruppe. Die bisherige Nutzerstruktur weist einen Altersdurchschnitt von etwas über 30 Jahren aus, jedoch mit großer Streuung vom Teenager bis zum Silver Surfer. Durch den steigenden Bekanntheitsgrad wird der virtuelle Landbesitz natürlich auch für Institutionen wie Parteien, aber auch Unternehmen interessant. Der Erwerb der Staatskanzlei dürfte somit nicht die letzte Hausbesetzung 2.0 gewesen sein.
Diese Pressemitteilung ist unter www.pr-com.de und www.whatsyourplace.de/cms abrufbar.











