(openPR) Für Patente und Marken müssen die Patent- und Markeninhaber Gebühren an die Anmeldeämter zahlen, wenn sie diese Schutzrechte über längere Zeit aufrecht erhalten wollen. Je nach Schutzrecht sind unterschiedliche Ämter im In- und Ausland zuständig, auch die Fristen, die für die Zahlung der Gebühren gelten, sind unterschiedlich. Hinzu kommt, dass sich die Frist für jedes Patent und jede Marke individuell bemisst. Wenn man sich vor Augen hält, dass ein großer Technologiekonzern über ein Portfolio von mehreren hundert bis mehreren tausend Patenten und Marken verfügen kann, zu dem ständig neue Schutzrechte dazu kommen, während andere Patente und Marken bewusst nicht verlängert werden oder „auslaufen“, dann wird klar, dass die zuverlässige Überwachung und rechtzeitige Zahlung aller Jahresgebühren eine immens komplexe Aufgabe darstellt. In den Unternehmen und Kanzleien sind damit speziell geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befasst, deren Arbeitsbereich als Patent- oder Markenformalsachbearbeitung bezeichnet wird.
Bei Aufgaben, die sich turnusmäßig wiederholen, ist die Gefahr besonders groß, dass sich bei den damit befassten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Flüchtigkeitsfehler einschleichen. Das ist gar nicht so erstaunlich, denn die menschliche Psyche ist nun einmal so "gestrickt", dass die Aufmerksamkeit nachlässt, sobald bestimmte Arbeitsabläufe immer wiederkehren. Dann signalisiert das Gehirn nämlich irgendwann: "Entwarnung ... kennen wir schon ... alles halb so wild!". Die besondere Herausforderung im Bereich der Patent- und Markensachbearbeitung besteht darin, auch solche Routinetätigkeiten immer wieder mit der gleichen Aufmerksamkeit und Sorgfalt zu erledigen.
Diese Aufmerksamkeit lässt sich bewusst steigern: Je mehr Hintergrundwissen die mit diesen Aufgaben befassten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben, je genauer sie wissen, warum bestimmte Abläufe so und nicht anders erledigt werden müssen und welche negativen Folgen Fehler haben, desto aufmerksamer werden sie diese Aufgaben erledigen. Deshalb stellen Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen im Bereich der Patent- und Markenformalsachbearbeitung ein wichtiges Mittel dar, um die Arbeitsmotivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erhalten und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Aufgaben eigenständig und fehlerfrei wahrzunehmen.
Das Seminar Jahresgebühren am 1. März 2013 in Köln bietet eine solche Gelegenheit, das nötige Praxis- und Hintergrundwissen zu erlangen, aber gleichzeitig auch die schon vorhandenen Kenntnisse auf den neuesten Stand zu bringen und sich mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Unternehmen und Kanzleien auszutauschen: Wo liegen die "Stolperfallen" in der Praxis? Welche Tipps und Tricks haben Kolleginnen und Kollegen, die schon lange in diesem Bereich tätig sind? Wie kann man von den Erfahrungen anderer profitieren?
Nähere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf unserer Homepage unter: www.akademie-heidelberg.de/seminar/13-03-ga710/jahresgeb%C3%BChren















