openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Der Tibeter Dorjee Rinchen verbrannte sich am 23. Oktober in Labrang

02.11.201217:39 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Der Tibeter Dorjee Rinchen verbrannte sich am 23. Oktober in Labrang
Dorje Rinchen
Dorje Rinchen

(openPR) Ein Tibeter zündete sich am Dienstag vor einer Poliziestation [oder militärischen Einrichtung wie es in einigen Meldungen heißt] in der Nähe des berühmten Klosters Labrang in der Provinz Gansu an. Es ist die siebte Selbstverbrennung aus Protest gegen die chinesische Herrschaft in ungefähr einem Monat.



Dorjee Rinchen, 58, setzte sich am 23. Oktober um 15.30 h Ortszeit an der Hauptstraße der Ortschaft Labrang im Bezirk Sangchu, TAP Kanlho, in Brand. Nach einem Gerangel mit der chinesischen Polizei gelang es Ortsansässigen, seiner Überreste habhaft zu werden. Die Spannungen wuchsen, als die Sicherheitskräfte Mönche des Klosters Labrang daran hinderten, zu Dorje Rinchens Haus im Oberen Dorf Zayu zu laufen, um die letzten Riten durchzuführen.

Daraufhin rezitierten die Mönche einfach am Straßenrand Gebete für ihn. Auch viele Laientibeter machten sich in Richtung Dorje Rinchens Haus auf.

Diese jüngste Selbstverbrennung ist die dritte in Gansu seit Samstag und die siebte in den tibetischen Siedlungsgebieten in etwas weniger als einem Monat, womit die Gesamtzahl der feurigen Protest seit 2009 auf 58 [Woeser zufolge auf 60] gestiegen ist.

„In der Gegend stationiertes chinesisches Sicherheitspersonal machte sich daran, Dorje Rinchens verkohlten Körper zu entfernen, doch die Tibeter versuchten ebenfalls, die Überreste an sich zu nehmen“, erfuhr RFA von einem Bewohner aus Labrang. „Nach einem kurzen Gerangel ergatterten die Tibeter Dorje Rinchens Körper und brachten ihn in sein Haus“, fuhr er fort.

„Als die Mönche des Klosters Labrang von dem Geschehen vernahmen, machten sie sich sofort zu dem Wohnsitz des Verstorbenen auf den Weg, um dort die Gebete zu rezitieren, doch sie wurden unterwegs von der chinesischen Polizei angehalten“. „So ließen sie sich auf der Straße nieder und beteten ebenda“.
Am Dienstag haben auch die offiziellen chinesischen Medien die Selbstverbrennung bestätigt.

„Dorje Rinchen stand heute Morgen sehr früh auf und ging zum Kloster Labrang, um dort zu beten. Er umrundete den Komplex mehrere Male und lief dreimal zwischen seinem Haus und dem Kloster hin und her“, verlautet aus einer Quelle. „Danach säuberte er sein Haus von innen und außen und ging dann zu der chinesischen Militärstation, wo er sich in Brand setzte und starb“.

„Viele Tibeter sind jetzt auf dem Weg nach Zayu, wo bereits Sicherheitspersonal in großer Zahl eingesetzt wurde“. „Die Kommunikationskanäle in der Gegend sind nun alle abgeschnitten, weshalb man kaum noch weitere Details in Erfahrung bringen kann“, meldet Tibet Times.

Rinchen, der sowohl Tibetisch als auch Chinesisch sprach, war einer der Dorfvorsteher und genoß Respekt bei der Lokalbevölkerung. Er hinterläßt seine Frau Luthar Tso, einen Sohn, eine Tochter und seine betagte Mutter.

In einem kürzlich von dem US Kongreß herausgegebenen Bericht heißt es, daß die wachsende Zahl von Selbstverbrennungen von Tibetern und ihre Forderungen mit den zunehmend repressiven Maßnahmen der chinesischen Regierung und mit dem Scheitern des sino-tibetischen Gesprächsprozesses einhergehen.

Die parteiübergreifende Congressional-Executive Commission on China erwähnte in ihrem Jahresbericht 2012, daß sich die Häufigkeit der Verbrennungen von Tibetern bei lebendigem Leibe im Berichtsjahr „dramatisch erhöhte“, während die chinesische Regierung sich weigert, zuzugeben, daß ihre Politik in Tibet ein Fiasko ist.

„Die Partei und Regierung zeigten nicht die geringste Bereitschaft, sich mit den Beschwerden der Tibeter in konstruktiver Weise zu befassen und sich verantwortlich dafür zu fühlen, daß die Tibeter die chinesische Politik zurückweisen. Sie sehen in der Krise eine Bedrohung der Staatssicherheit und der sozialen Stabilität, jedoch kein Scheitern ihrer Politik“, betont der Bericht.

Quelle: Radio Free Asia, www.rfa.org, Phayul, www.phayul.com

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 675956
 1797

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Der Tibeter Dorjee Rinchen verbrannte sich am 23. Oktober in Labrang“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von igfm

Bild: Tibet brennt weiter: Sangdak Tsering setzt sich in Flammen und stirbtBild: Tibet brennt weiter: Sangdak Tsering setzt sich in Flammen und stirbt
Tibet brennt weiter: Sangdak Tsering setzt sich in Flammen und stirbt
Die alarmierenden Berichte aus Tibet reißen nicht ab: Ein weiterer Tibeter starb bei seinem Selbstverbrennungsprotest aus Opposition gegen die chinesische Regierung. Der 24jährige Sangdag Tsering verbrannte sich gestern um etwa 7 Uhr abends vor einem chinesischen Regierungsbüro in der Ortschaft Dokar Mo in der Gegend von Rebkong. Er starb am Ort seines feurigen Protestes. Seine Tat erfolgte nur Stunden, nachdem die Tibeterin Chagmo Kyi vor einem chinesischen Finanzamt in der Stadt Rongwo den Flammen erlegen war. Quellen zufolge beriefen d…
Bild: Feueropfer Chakmo Kyi wünschte, daß der neue chinesische Staatsführer mit dem Dalai lama zusammentreffeBild: Feueropfer Chakmo Kyi wünschte, daß der neue chinesische Staatsführer mit dem Dalai lama zusammentreffe
Feueropfer Chakmo Kyi wünschte, daß der neue chinesische Staatsführer mit dem Dalai lama zusammentreffe
Noch eine Tibeterin starb am 17. November den Feuertod im Bezirk Rebkong (chin. Tongren). Somit haben sich alleine in diesem Monat acht Tibeter in Rebkong selbst verbrannt. Chagmo Kyi hinterließ ein auf Chinesisch und Tibetisch beschriebenes Blatt Papier, ehe sie sich am 17. November auf dem Dolma Platz verbrannte. Darauf brachte sie ihren Wunsch für Gleichheit unter allen Nationalitäten zum Ausdruck und rief den neuen chinesischen Staatsführer Xi Jinping auf, mit dem Dalai Lama zusammenzutreffen. Sie schrieb das Wort „Friede“ auf Chinesisch…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Bedrücktes Neujahrsfest in Tibet – bewaffnete Sicherheitskräfte halten WacheBild: Bedrücktes Neujahrsfest in Tibet – bewaffnete Sicherheitskräfte halten Wache
Bedrücktes Neujahrsfest in Tibet – bewaffnete Sicherheitskräfte halten Wache
Während Tibeter und ihre Unterstützer in einer weltweiten Bewegung von einer festlichen Begehung des tibetischen Neujahrfestes, das am 25. Februar begann absehen, herrscht in Tibet eine Atmosphäre der Trauer und des Schweigens. Medienberichten zufolge ist die Antwort der chinesischen Behörden auf diese Bewegung die Entsendung Tausender bewaffneter Sicherheitskräfte, …
Bild: Tiefe Besorgnis in Dharamsala über die Welle der Selbstverbrennungen und deren AusbreitungBild: Tiefe Besorgnis in Dharamsala über die Welle der Selbstverbrennungen und deren Ausbreitung
Tiefe Besorgnis in Dharamsala über die Welle der Selbstverbrennungen und deren Ausbreitung
… und Dorjee Tseten aus den nordosttibetischen Gegenden Ngaba und Labrang identifiziert. Es heißt, Dorjee Tseten sei gestorben, während Dhargye mit Verletzungen überlebt habe. Die zwei Tibeter setzten sich vor dem Jokhang Tempel auf dem Barkhor Platz, in einem der wenigen noch vorhandenen traditionell tibetischen Stadtviertel Lhasas in Brand. Chinesische …
Tibeter aus Ngaba an den Folgen der Folter gestorben
Tibeter aus Ngaba an den Folgen der Folter gestorben
… chinesischem Polizeigewahrsam, wo er in unvorstellbarer Weise gefoltert wurde. Ende April wurde er festgenommen, weil er gegen die chinesische Regierung protestierte. Ein weiterer Tibeter namens Takho erlitt schwere Verletzungen und mußte mit Knochenbrüchen an beiden Beinen ins Krankenhaus gebracht werden. Sein Bruder Choephel ist gänzlich verschwunden. …
Bild: Überlebender des Massakers von Tongkor in Osttibet erreicht das ExilBild: Überlebender des Massakers von Tongkor in Osttibet erreicht das Exil
Überlebender des Massakers von Tongkor in Osttibet erreicht das Exil
Der 18jährige Mönch Dorjee Rinchen, der die blutige Niederschlagung der friedlichen Demonstration der Tibeter im Kloster Tongkor (Kardze) letztes Jahr mit knapper Not überlebte, berichtete nach seiner Flucht ins Exil dem Tibetan Centre for Human Rights and Democracy (TCHRD), tchrd.org, über seine schrecklichen Erlebnisse. Am 3. April 2008 schossen chinesische …
Bild: Innenstadt von Lhasa abgeriegelt, Hunderte von FestnahmenBild: Innenstadt von Lhasa abgeriegelt, Hunderte von Festnahmen
Innenstadt von Lhasa abgeriegelt, Hunderte von Festnahmen
… seit den zwei Selbstverbrennungen vom Sonntag die Sicherheitskontrollen drastisch verstärkt. Obwohl es kaum noch Informationen aus Lhasa gibt, ist davon auszugehen, daß Hunderte von Tibetern festgenommen wurden (von 600 ist die Rede), vor allem diejenigen, die Zeugen der Selbstverbrennung vor dem Jokhang-Tempel im Zentrum Lhasas wurden. „Auf die zweifache …
Ein Tibeter, der in dem neuen Gefängnis Chushul inhaftiert war, erreicht das Exil
Ein Tibeter, der in dem neuen Gefängnis Chushul inhaftiert war, erreicht das Exil
… und nahmen alle Protestierenden fest. Zusätzlich wurden zwei Militär-Lastwagen geschickt, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Nach ihrer Festnahme wurden die fünf Tibeter zu dem Kreis-Haftzentrum gebracht, wo jeder einzeln verhört und dabei mit elektrischen Folterwerkzeugen, Stöcken und Seilen mißhandelt wurde. Die Polizeibeamten wollten wissen, …
Bild: Ein weiterer Feuertoter in Tsoe in Osttibet am Samstag, den 13. OktoberBild: Ein weiterer Feuertoter in Tsoe in Osttibet am Samstag, den 13. Oktober
Ein weiterer Feuertoter in Tsoe in Osttibet am Samstag, den 13. Oktober
… Klosters Tsoe im Bezirk Tsoe (chin. Hezuo), dem Verwaltungszentrum der Präfektur Kanlho (chin. Gannan), im südlichen Teil der Provinz Gansu. Bereits eine Woche zuvor hatte sich ein Tibeter in Gansu angezündet. „Er zündete sich am 13. Oktober kurz nach ein Uhr nachmittags an und starb sofort“, berichtete ein Bewohner von Tsoe. Augenzeugen zufolge rief er …
Bild: Bilder von einer größeren Protestaktion tibetischer Schüler und Studenten in AmdoBild: Bilder von einer größeren Protestaktion tibetischer Schüler und Studenten in Amdo
Bilder von einer größeren Protestaktion tibetischer Schüler und Studenten in Amdo
… des Dalai Lama demonstrierten: Siehe http://www.tibetcustom.com/article.php/20090507174656652. Diese Aufnahmen entstanden, kurz bevor die bewaffnete Polizei anrückte, um die Schüler zurückzudrängen. Zwei regimetreue Tibeter, Yedor und Yeshe Dorjee, hatten diffamierende Artikel über Seine Heiligkeit, den Dalai Lama, unter dem Titel „Über die Lügen und …
Bild: Sechs Familienmitglieder des tibetischen Umweltschützerszu Unrecht im GefängnisBild: Sechs Familienmitglieder des tibetischen Umweltschützerszu Unrecht im Gefängnis
Sechs Familienmitglieder des tibetischen Umweltschützerszu Unrecht im Gefängnis
… in die diese Familie geriet, hat internationale Aufmerksamkeit erweckt und ist besonders alarmierend, weil ihre Mitglieder ja einst von der KPC als vorbildliche Tibeter gelobt wurden, die sich bewußt von politischen Angelegenheiten fernhielten. Diese zielgerichtete Verfolgung durch die chinesischen Behörden ist besorgniserregend, denn sie läßt einen …
Bild: Erster Fall von Selbstverbrennung in Lhasa: Zwei junge Tibeter setzen sich in BrandBild: Erster Fall von Selbstverbrennung in Lhasa: Zwei junge Tibeter setzen sich in Brand
Erster Fall von Selbstverbrennung in Lhasa: Zwei junge Tibeter setzen sich in Brand
Zwei junge Tibeter zündeten sich am Sonntag in Lhasa aus Protest gegen die chinesische Herrschaft an. Es ist dies der erste Fall einer Selbstverbrennung in Lhasa, von dem man erfährt. Sie verbrannten sich vor dem Jokhang Tempel im Zentrum Lhasas – dem ultimativen Ziel für tibetische Pilger. Sie wurden sehr schnell von den Sicherheitskräften, die innerhalb …
Sie lesen gerade: Der Tibeter Dorjee Rinchen verbrannte sich am 23. Oktober in Labrang