Gesundheitsreform schadet unserem Land
(openPR) 24.07.2003 - PDS und SPD in Mecklenburg-Vorpommern müssen sich aus ihrer Regierungsverantwortung heraus der beabsichtigten Gesundheitsreform energisch entgegenstellen. Denn, so erklärt der stellvertretende PDS-Fraktionsvorsitzende Torsten Koplin, Regierungsverantwortung heißt nicht zuletzt, Schaden von Mecklenburg-Vorpommern abzuwenden. Die Ergebnisse der so genannten Konsensgespräche machen deutlich, dass den Bürgerinnen und Bürgern unseres Landes tiefer in die Tasche gegriffen werden soll.
Legt man die Daten des Statistischen Landesamtes Mecklenburg-Vorpommern zugrunde, ergibt sich bei einem durchschnittlichen Jahresverdienst im produzierenden Gewerbe von rund 20.000 derzeitig ein durchschnittlicher anteiliger Krankenversicherungsbeitrag für den Arbeitnehmer von 1.440 . Zukünftig hoffnungsvoll einen Beitragssatz von nur 13 % vorausgesetzt, sind es 1.300 . Das ist ein bevorstehender Vorteil für den Arbeitnehmer von 140 .
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Verantwortlich für diese Pressemeldung:Kalkulieren wir die künftigen Eigenanteile an Krankheitskosten (Medikamente, Praxisgebühr usw.) relativ niedrig mit etwa 400 im Jahr, dann ergibt sich ein Nachteil für den Arbeitnehmer von 260 . Mit diesem Defizit ist es jedoch noch nicht getan! Denn in den Eigenanteilen, die auf 2 % des Jahresbrutto begrenzt wurden, sind die zusätzlichen Kosten für neue Zusatzversicherungen noch nicht enthalten. Kosten für Krankengeld und Zahnersatz müssen jedoch über eine obligatorische Versicherung selbst getragen werden. Rechnet man realistisch mit ca. 15 , dann ergibt sich ein weitere Belastung von 180 im Jahr. Es entsteht also ein durchschnittlicher Gesamtnachteil für den Arbeitnehmer von 440 . Für Beschäftigte im Handel und im Dienstleistungsgewerbe fällt eine solche Rechnung nicht viel anders aus.
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Berücksichtigt man nun alle 585.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, dann ergibt sich ein durchschnittlicher Einkommensverlust von 257.400 000 im Jahr in Mecklenburg-Vorpommern. Klar ist, dass das ein weiterer großer Kaufkraftverlust ist, der bekanntlich immer auch Arbeitsplatzabbau nach sich zieht. Die erhofften Effekte der Steuerreform für Normal- und Geringverdienende in Mecklenburg-Vorpommern, die sowieso nur bescheiden ausfallen, werden so mehrfach wieder aufgefressen. Deshalb richtet die PDS-Fraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern die dringende Aufforderung an die SPD, die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes mit dieser Gesundheitsreform nicht alleine und im Regen stehen zu lassen.
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