(openPR) Die BZB empfingen am 4. Oktober 2012 eine 25-köpfige Delegation aus Politikern sowie Führungskräften, Direktoren und Vorständen der Bildungsorganisation KEUDA aus der Region nordöstlich von Helsinki zu einem Fachbesuch im BZB Krefeld. Der Schwerpunkt des Interesses der finnischen Gäste war die Ausbildung in den Bauberufen im Dualen System in Deutschland.
Bei KEUDA werden rund 7.000 jugendliche und erwachsene Lehrgangsteilnehmer von 620 Mitarbeitern in 11 Einrichtungen schulisch und beruflich ausgebildet.
Mit ihrem Besuch folgen die Finnen der Einladung des BZB-Geschäftsführers Dipl.-Ing. Thomas Murauer, der Anfang September eine BZB-Lehrlingsgruppe bei KEUDA besuchte, die dort ein 3-wöchiges Auslandspraktikum absolvierte. Deutsche Baulehrlinge erlernen ihren Beruf an 3 Lernorten: im Betrieb und der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung (ÜLU) sowie im Berufskolleg. Die Lehrlinge sind Mitarbeiter des Ausbildungsbetriebes. In Finnland hingegen werden Theorie und Praxis überwiegend in einer Bildungseinrichtung vermittelt. Um überhaupt Praxiserfahrung auf Baustellen zu gewinnen, gibt es sogenannte Lehrbaustellen mit „Schutzatmosphäre“.
Auf der Agenda des Besuchs stand daher auch an erster Stelle der Rundgang durch die Werkstätten des BZB als Ausgangspunkt für den Erfahrungsaustausch über die Chancen der finnischen Aus- und Weiterbildung nach westeuropäischem Muster.
Ingo Zielonkowsky, Leiter der Agentur für Arbeit Krefeld, erläuterte die Rolle der Berufsorientierung für die passgenaue Berufswahl der Schulabgänger. Dipl.-Päd. Ulrich Brand von der Handwerkskammer Düsseldorf stellte das Duale System und die Meisterausbildung vor.
Die finnischen Bildungsfachleute haben die Schwachstellen ihres Ausbildungssystems erkannt und suchen nach Modellen, die den Lehrling in einen Ausbildungsbetrieb integrieren, so dass auch am Fachkräftebedarf ausgerichtet ausgebildet wird. Daher sind für sie auch Maßnahmen von Interesse, wie arbeitslose Jugendliche in Deutschland für den Arbeitsmarkt qualifiziert werden.
KEUDA und BZB sind Partner im europäischen Netzwerk RE.FORM.E. ("REseau de FORMation en Europe" bzw. Netzwerk der Ausbildung in Europa), das aus nationalen Organisationen der Berufsbildung im Baugewerbe besteht. Neun europäische Länder sind daran beteiligt. Zielsetzung von RE.FORM.E. ist es, auf gemeinsamer europäischer Ebene die Mobilität von Jugendlichen, Fachleuten und Ausbildern nachhaltig zu fördern.












