(openPR) MANNHEIM. Anfang Dezember 2013 stattet eine Delegation der Stadt Hebron (Westjordanland) der Hochschule der Wirtschaft für Management (HdWM) einen Besuch ab. Angeführt wird die 5-köpfige Gruppe aus Palästina mit Spezialisten aus Wirtschaft, Stadtentwicklung und Kommunaler Administration von deren Stadtoberhaupt, Prof. Dr. Daoud Zatari. Hebron ist eine der ältesten Städte der Welt und kann auf eine fünftausendjährige Geschichte zurückblicken. Die Stadt im Westjordanland zählt rund 200.000 Einwohner, liegt 30 km südlich von Jerusalem und ist Sitz einer Universität sowie einer Polytechnischen Hochschule.
Bevor die Gäste am frühen Nachmittag an der Hochschule der Wirtschaft für Management eintreffen, haben sie bereits einen anstrengenden Flug, den Shuttle von Frankfurt nach Mannheim sowie einige Termine hinter sich. Einchecken im Hotel ist erst nach der HdWM-Visite, so gegen sechs Uhr. Daran lässt sich schon erkennen, mit welcher Einstellung die Besucher aus dem Nahen Osten ihren Deutschland-Besuch angehen.
Zur Delegation gehören:
• Mr. Prof. Dr. Daoud ZATARI (Mayor of Hebron)
• Mr. Allam ASHHAB (Head of International relations and economic development)
• Mr. Nader M. N. BITAR (City Council Member)
• Mr. Amjad S. S. IBAIDOU (City Engineer)
• Mr. Said M. H. ALKHATIB (Employee of the City Administration)
Dorothee Karl und Roy Jenkins begleiten die Delegation
In Vertretung von Gründungspräsident Prof. Dr. Franz Egle, der vor Wochen den Kontakt hergestellt hat, begrüßt Vizepräsidentin Prof. Dr. Dorothee Karl die Delegation. Dabei verweist sie auf die gleichermaßen kurze wie beindruckende „Historie“ der HdWM. Dekan und Studiengangleiter Prof. Roy Jenkins stellt in seiner Präsentation das innovative Konzept der Hochschule heraus und geht auf die diversen BWL-Studiengänge sowie das MBA-Programm der HdWM Business School ein.
Selbst auf Sprachliches ist man an der HdWM bestens vorbereitet, was bei der internationalen Ausrichtung der Hochschule nicht wirklich überrascht: Tamara Kerkmas, Studentin im 5ten Semester Management in International Business, übersetzt mit Charme und Routine so manche Fachtermini ins Arabische - was die Herren aus dem Morgenland als außerordentlich wertschätzend empfinden. Ein Rundgang durch die Bereiche Forschung, Bibliothek, Administration, Lehrsäle, Aula und Mensa setzt den Schlusspunkt.
Im viertägigen Programm sind zahlreiche Stationen aufgelistet, hier die wichtigsten:
• Institut für Integration in Mannheim
• Yavuz Sultan Selim Moschee, Mannheim
• Hochschule der Wirtschaft für Management, Mannheim
• Baden-Württembergischer Städtetag in Stuttgart
• Daimler, Stuttgart
• MAFINEX, Unternehmensgründerzentrum, Mannheim
• Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen Mannheim und Hebron im Stadthaus
• Stadtführung Mannheim
• Wasserwirtschaft in Mannheim (Wasser ist ein existenzielles Thema im Westjordanland)
HdWM einzige Hochschule auf dem Besuchsprogramm
David Linse, Leiter Fachbereich Internationales, Integration und Protokoll bei der Stadt Mannheim, begleitet die Delegation während ihres intensiven Besuchsprogramms. Interessant: Die HdWM ist die einzige der 22 staatlich anerkannten Hochschulen in der Metropolregion Rhein-Neckar, die die Delegation aus Middle East ins Programm nimmt.
Im Rahmen des aktuellen Besuchs wird ein Kooperationsvertrag zwischen Mannheim und Hebron unterzeichnet. Der Mannheimer Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz zeigt sich sehr zufrieden: „Diese Kooperation ist im Sinne der Völkerverständigung sehr wichtig für uns. Die Vertreter unserer israelischen Partnerstadt Haifa begrüßen die Kooperation. Das ist ein sehr gutes Signal. Und Hebron ist im Bereich e-government ein Vorreiter, von dem wir lernen können.“












