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Demographische Entwicklung: In acht Jahren fehlen mehr als 212.000 Pflegekräfte

04.10.201218:44 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Demographische Entwicklung: In acht Jahren fehlen mehr als 212.000 Pflegekräfte

(openPR) Berlin, 05. Oktober 2012 – Zeitgleich zum Demographiegipfel der Bundesregierung ist eine neue Studie zum Fachkräftebedarf in der Gesundheitsbranche veröffentlicht worden. Danach werden 2030 bundesweit 18 Prozent der Stellen im Pflegebereich nicht mehr besetzt werden können, in einigen Bundesländern werden sogar bis zu 28 Prozent unbesetzt bleiben. Zur Bekämpfung des Fachkräftemangels fordert der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) Bund und Länder auf, Umschulungen als wichtiges Ausbildungsinstrument schnellstmöglich auf eine verlässliche Finanzierungsbasis zu stellen.



Vom Fachkräftemangel ist beispielsweise auch der Kinderbetreuungsbereich massiv betroffen. Hier fehlen bis 2016 rund 23.000 Erzieher. „Sowohl im Pflege- als auch im Kinderbetreuungsbereich ist der Bedarf an Fachkräften längst nicht mehr durch die Erstausbildung zu decken“ erklärt Petra Witt, Vizepräsidentin des VDP. „Daher wird das Instrument der Umschulung zur Ausbildung qualifizierten Personals immer wichtiger. Bund und Länder müssen dem Rechnung tragen und für dieses erfolgreiche Instrument endlich verlässliche finanzielle Rahmenbedingungen schaffen.“ Derzeit bestehen für Umschulungen, deren Ausbildungslänge nicht verkürzt werden kann, nur befristete und von Bundesland zu Bundesland unterschiedliche Zwischenlösungen.

So wird beispielsweise das letzte Drittel einer Umschulung zum Erzieher von der Mehrheit der Bundesländer nicht finanziert. Da eine private Finanzierung praktisch ausgeschlossen ist, kann die Umschulung dann nicht stattfinden. Auch bei der Umschulung in Pflegeberufe ist momentan nur eine auf drei Jahre befristete Regelung, die die Finanzierung des letzten Ausbildungsdrittels durch den Bund vorsieht, geplant. „Beim Fachkräftemangel haben wir es mit einer langfristigen, deutschlandweiten Entwicklung zu tun. Daher wird auch nur eine langfristig verlässliche und bundesweit abgestimmte Ausbildungs- und Qualifizierungsstrategie den Mangel mindern können“, so Witt weiter.

Gerade im Pflege- und Erzieherbereich hat sich das Instrument der Umschulung bewährt. Durch die psychischen und physischen Belastungen brechen junge Menschen die Ausbildungen oft ab oder suchen sich nach ihrem Ausbildungsabschluss eine Stelle in ausbildungsfremden Branchen. Die häufig berufs- und lebenserfahrenen Umschulungsteilnehmer wissen dagegen in der Regel genau, was sie erwartet. Ihre berufliche Integration in den Pflege- und Erzieherbereich ist daher meist von Dauer.

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