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Die Notenbanken werden es schon richten

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actior AG - Hamburg
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(openPR) Nach der turbulenten Woche mit der Pressekonferenz Draghis und den US-Arbeitsmarktdaten ist in der letzten Handelswoche Ruhe eingekehrt. Der Euro versuchte zu Beginn vergeblich, den entscheidenden Widerstand bei 1,2440 zu überwinden - seit Dienstag ging es dann bergab, bevor am Freitag dann das Wochentief bei 1,2240 erreicht war. Wichtig ist jedoch, daß die Unterstützungzone 1,2220/40 nicht ansatzweise unterboten wurde. Am heutigen Montag schafft die Gemeinschaftswährung wieder den Sprung über die 1,23er-Marke.



Einer der Gründe für fehlende Impulse war natürlich die Urlaubszeit, die die hauptamtlichen Retter zum Verschnaufen nutzten und dabei von den bösen Finanzmärkten nicht gestraft wurden. Man hat ja verbal schon mal Vorarbeit geleistet mit einer Art unbegrenzten Rettungsabsicht an allen Fronten, zumal der Euro ja irreversibel ist, wie man hört. Glauben Sie mir, würde Mario Draghi sagen, und schon das Inbetrachtziehen des Scheiterns einer Währung zeigt ja, wie groß die Gefahr wirklich ist. Wenn nicht gerade Urlaub wäre..

Ist es aber. Auch die Märkte brauchten Urlaub von der Krise, und so hat man ein kleines Sommertheater aufgeführt, das sich auf einen Nenner bringen läßt: die Notenbanken werden es schon richten. Vorwiegend die EZB und die Fed, aber natürlich auch die People´s Bank of China, nicht zu vergessen die Notenbank von .. Uganda zum Beispiel und anderen Schwergewichten dieser Welt.

So lange also die Retter im Urlaub sind, ist die Gefahr wohl nicht so groß. Denn die Hoffnung auf die Notenbanken ist so herrlich unkonkret und gleichzeitig gar nicht zu widerlegen, solange es keine wichtigen Termine oder Äusserungen gibt, die diese Hoffnungen auf ihren Realitätsgehalt abklopfen könnten. Bis dahin also dürfte die Ruhe andauern.

Charttechnisch handelt EURUSD gewissermaßen im Niemandsland, so lange die range 1,2220/40 und 1,2440 intakt ist. Erst ein Ausbruch aus diesen Marken macht prozyklische Trades interessant, also long über der 1,2440 und short unter der 1,2220.



Auf hohem Niveau seitwärts handelte der Dax in der letzten Woche - nach den Turbulenzen im Gefolge der Draghi-Pressekonferenz und den US-Arbeitsmarktdaten also auch hier eine Verschnaufpause. Der Index ist derzeit "eingeklemmt" zwischen 6890 und der 7000er-Marke und bislang ohne jede wirkliche Korrektur der Zugewinne gegen Ende der Vorwoche.

Die auch den Dax treibende Hoffnung auf die Notenbanken verdeckt zunehmend die Tatsache, daß sich die ökonomische Lage auch in den "Boom-Zentren" Deutschland und China immer mehr eintrübt. So zeigen gerade die Daten der letzten Woche aus Deutschland, daß die Eurokrise langsam auch hier durchschlägt, die Daten aus China sprechen ebenso eine eindeutige Sprache.

Es ist wohl der September, der wie so oft dann eine Richtungsentscheidung bringen wird: am 06.09. tagt die EZB, am 12.09 haben wir das Ergebnis der Fed-Sitzung sowie das Ergebnis des Bundesverfassungsgerichts.

Erst dann wird sich zeigen, ob die Hoffnungen wirklich berechtigt sind - woran wir stark zweifeln. Das gilt insbesondere für die Erwartung des Marktes, wonach die Fed dann im September ein neues QE aus dem Hut zaubern wird - was wir im Umfeld der US-Wahlen für sehr unwahrscheinlich halten. Die Optimisten hingegen argumentieren, daß die Fed bereits öfter in der Nähe von Wahlterminen einen Zinsschritt unternommen habe, doch ist ein Zinsschritt eben etwas anderes als ein QE, das die ohnehin schon extrem aufgeblähte Bilanz der Notenbank noch weiter aufpumpt und volkswirtschaftlich praktisch keinerlei Nutzen bringt. Die Fed dürfte sich vielmehr eine solche Maßnahme für den Zeitpunkt vorbehalten, an dem wirklich Not am Mann ist und Panik herrscht - zum Beispiel bei einer Eskalation der europäischen Schuldenkrise.

Derweilen sollten die Bullen zwei Dinge nachdenklich stimmen: erstens ein extrem niedriger VIX (Vola auf den S&P) mit einem Wert unter 15 einerseits, sowie der schwächelnde Transportsektor in den USA andererseits. Gemäß der Dow-Theorie ist es ja unabdingbar, daß für ein valides Kaufsignal nicht nur die Industriewerte, sondern auch die Transportwerte Stärke zeigen müssen - was derzeit nicht der Fall ist. Hier zeigt sich einmal mehr, wie sehr sich die Aktienmärkte von den fundamentalen Gegebenheiten gelöst haben.

Kurzfristig relevant für den Dax sind derzeit die Marken 6890 (mehrfach getestetes Tief der Vorwoche) auf der Unterseite sowie die runde 7000 auf der Oberseite (Hoch auf X-Dax-Basis Vorwoche). Erst ein Ausbruch aus dieser range bietet sich für neue Engagements an (prozyklisch).


Schreibt Herr Fugmann von der

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