(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Hinterher ist man schlauer. Gegen 13:45 Uhr haben die Hoffenden gleich zum zweiten den Kürzeren gezogen. Gestern noch über den Teich geschaut, wo die Fed expansiven Maßnahmen am Abend (vorerst) eine Absage erteilte, wanderte der Blick der Börsianer keine 20 Stunden später auf die Baustelle namens Europa. Um ein Déjà-vu zu erleben. Denn dem „No!“ vom obersten Banker Ben Bernanke folgte heute die Verweigerung der Europäischen Zentralbank (EZB), den Markt mit billigem Geld zu versorgen. Dieses Nein war weit weniger erwartet worden als in Amerika. Die anlegerfreundlichen Worte des gemeinhin als anlegerfreundlich bekannten Mario Draghi (EZB-Chef) in der vergangenen Woche waren allzu deutlich. Doch das Munkeln vom Branchendienst Futures Services erwies sich als berechtigt: „Die Gefahr besteht, dass sich Draghi mit seinen Äußerungen in der vergangenen Woche zu weit aus dem Fenster gelehnt hatte, denn längst nicht der gesamte EZB-Rat unterstützt ihren Präsidenten in der Haltung jetzt die Geldschleusen zu öffnen.“ Der Leitzins bleibt, wo er ist: bei 0,75 Prozent. Da war die Enttäuschung dann doch größer als in Übersee – und das machte sich an den Rohölbörsen und beim Euro auch bemerkbar. Brent, WTI und unsere Gemeinschaftswährung waren in Vorfreude allesamt ansehnlich geklettert. Das Barrel Nordseeöl erreichte vor der Nicht-Veränderung Werte um 107 Dollar – und liegt jetzt bei 105,50 Dollar. Das Barrel WTI zog am Mittag moderat rauf auf 89,30 Dollar – und liegt jetzt bei 87,50 Dollar. Der Euro gewann zuvor ein wenig an Boden – und liegt jetzt am solchen: bei 1,22 Dollar. Die richtig großen Sprünge waren das nicht. Vermutlich haben die Spekulanten das Risiko mehrheitlich gescheut. Wer Gewinne gemacht hat, hat sie wohl schon wieder mitgenommen. Ganz raus ist die Luft nicht, denn sowohl Bernanke als auch Draghi lassen sich mit nebulöser Rhetorik mittelgroße Hintertürchen offen.
Dem Heizöl sind die Hoffnungen auf billige Scheine nicht wohl bekommen. Allerdings sind die Aufschläge gegenüber gestern mit 36 Cent moderater als angenommen. Hundert Liter kosten bei Anlieferung von 3.000 Litern damit 90,50 Euro.
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