(openPR) Ob Praktiker oder Akademiker, das fachliche Know-how für die Bewältigung des Management-Alltags muß überwiegend berufsbegleitend erworben werden. Das ist durchaus kein Nachteil. Denn auf diese Weise wird eher anforderungsgerecht gelernt.
Leider wird „anforderungsgerecht“ auch vieles gelernt, was besser nicht gelernt würde. Schlechte Vorbilder, jahrelang eingerissener Schlendrian und „ es nicht besser zu wissen“ sind allzuoft die heimlichen Erzieher und Lehrer. Sie steuern „wilde“, d.h. unbewußte, unplanmäßige, auch irrationale Lernprozesse. Man wurstelt sich so durch, „wächst“ an seinen Aufgaben und bezeichnet das dann als „Erfahrung“. Das kann zufällig und abhängig von den angelegten Beurteilungskriterien durchaus zu erfreulichen Ergebnisse führen.
So können zum Beispiel Unternehmen florieren, in denen es zwar eine personelle Hierarchie gibt, aber keine Führungskräfte. Statt dessen hängt das Funktionieren des Betriebsablaufs allein vom Chef als Antreiber und Überwacher ab. Fällt der Chef aus, sieht es für den Betrieb düster aus. In größeren Unternehmen findet man solche Verhältnisse auch im Verhältnis von Vorgesetzten und Mitarbeitern in Bereichs- oder Abteilungshierarchien vor. Anstatt ihrer Verantwortung für den unbedingten Leistungsbeitrag ihrer Abteilung zum wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens gerecht zu werden, gerieren sie sich als Engpaßfaktoren der betrieblichen Leistung und gefährden potentiell den Bestand des Unternehmens und seiner Arbeitsplätze. „Ein unentbehrlicher Chef ist ein unverantwortlicher Chef.“ (Prof. Querulix, Volksmund)
Unter solchen Umständen besteht für einen Betrieb beim Ausfall des Chefs nicht nur ein hohes wirtschaftliches Risiko. Werden Mitarbeiter nur als verlängerte Arme, als ausführende Organe gebraucht, enttüchtigt man sie, statt sie zu er-tüchtigen, und verzichtet darauf, ihre Potentiale als Fach- und Führungskräfte zu nutzen und ggf. systematisch weiter zu entwickeln. Das bedeutet für den Betrieb Verschwendung teurer Ressourcen, potentielle Schmälerung seiner wettbewerblichen Leistungskraft und Demotivation der Mitarbeiter.
Die Weiterbildung der Mitarbeiter ist im Zeitalter fortgesetzter Neuerungen und Veränderungen unverzichtbar. Die Unternehmen müssen, um im Wettbewerb bestehen zu können, ihre personellen Leistungspotentiale ebenso fortgesetzt weiter entwickeln wie ihre technischen Leistungspotentiale. Während letzteres selbstverständlich ist und meistens auch sehr gut funktioniert, liegt Ersteres häufig im argen. Das gilt vor allem für die sogenannten Soft Skills, für Kommunikation und Führung. Außerdem fehlt es der betrieblichen Weiterbildung – vor allem in Klein- und Mittelbetrieben – oft an Planmäßigkeit und Systematik.
„Seminarerfolg ist gut. Lernerfolg ist besser. Aber der einzige wirkliche Erfolg der Weiterbildung ist der Anwendungserfolg.“ (Prof. Querulix, Volksmund) Erfolgreiche Weiterbildung bedarf der Integration in die betriebliche Arbeitspraxis. Aus ihr bzw. ihrem Soll-Zustand müssen die Weiterbildungsziele abgeleitet werden, in ihr muß Gelerntes planmäßig eingeübt werden, und sie stellt die Beurteilungskriterien für den Anwendungserfolg der Weiterbildung.
Praxisintegriertes Lernen ist seit drei Jahrzehnten die Philosophie der Rüdenauer Seminare für Kommunikation und Führung. Im Verlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital sind jetzt mehrere eBooks des erfahrenen Seminarleiters, Beraters und Coaches erschienen. Diese praktischen Assistenten und Soforthelfer für den Kommunikations- und Führungsalltag sind bestens als zuverlässige Begleiter praxisintegrierter Weiterbildung geeignet.
Erschienen sind bisher unter anderem „Exzellent führen“ (ISBN 978-3-943788-01-3), Besprechungen effizient und effektiv vorbereiten und durchführen! (ISBN 978-3-943788-09-9), Besser verhandeln, mehr gewinnen! (ISBN 978-3-943788-10-5), Qualitäts-Audits als Führungsmittel (ISBN 978-3-943788-00-6) und Neues Handbuch der Rede-Praxis (ISBN 978-3-943788-04-4). Detaillierte Informationen zu diesen und weiteren Titeln gibt es in allen guten Buchhandlungen, beim Verlag www.read.ruedenauer.de sowie bei new-ebooks.
Die Möglichkeiten der praxisintegrierten Weiterbildung zur Steigerung des Leistungspotentials der Unternehmen werden bisher nicht annähernd ausgeschöpft. Um diesem Ziel, letztlich dem lernenden Unternehmen, nämlich näher zu kommen, muß Weiterbildung als konstituierender Teil des betrieblichen Leistungsprozesses begriffen werden und nicht nur als externe Dienstleistung für diesen Prozeß. Davon sind wir leider noch ein beträchtliches Wegstück entfernt. Jeder einzelne hat es aber in der Hand, seinen Beitrag für den Fortschritt in die richtige Richtung zu leisten.
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