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OwnerShip Tonnage III: Sparkasse erhielt 11 % Provisionen

27.07.201216:20 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Nach Presseberichten erhielt eine Sparkasse 11 % Provision für die Vermittlung einer Fondsbeteiligung an dem Fonds OwnerShip Tonnage III. Nach der aktuellen Rechtsprechung stellt das Verschweigen solcher Rückvergütungen eine Pflichtverletzung bei einem Beratungsgespräch dar, der die Anleger zur Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen berechtigen kann.

Der 2005 aufgelegte Schiffsfonds OwnerShip Tonnage III kämpft seit Jahren mit finanziellen Problemen. 2010 mussten die Anleger im Wege eines Sanierungsplans Geld zur Verfügung stellen, um den Fonds zu retten. Zwei Jahre später wurden sie zur Rückzahlung ihrer Ausschüttungen in Höhe von 9,5 % aufgefordert. In diesem Jahr stellt sich die Frage, ob die Schiffe des Fonds die Krise auf dem Schiffmarkt überleben werden.

Die wirtschaftliche Schieflage ist jedoch nicht das einzige Problem des Fonds. In der Diskussion stehen aktuell die 11 % Provision, die die Sparkasse Hildesheim durch die Schiffsfondsvermittlung vereinnahmt haben soll. Das wäre ein Zeichen dafür, wie die Banken an dem Vertrieb von riskanten Anlagen verdient haben. Nach der aktuellen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs muss die Bank ihren Kunden im Beratungsgespräch über die an sie gezahlten Rückvergütungen aufklären.
Anleger des Schiffsfonds OwnerShip Tonnage III, die bei ihrem Bankberatungsgespräch nicht über Provisionen aufgeklärt worden sind, sollten sich zeitnah anwaltlich beraten lassen.

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