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Fünf Mythen zum Thema Zähneknirschen - Von Universalschienen, Kieferknacken und Co.

26.07.201209:10 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Delmenhorst im Juli 2012. Auf Zähne und Kiefer wirken im Laufe eines Lebens enorme Kräfte. Dabei kann besonders übermäßiges nächtliches Zähneknirschen die Zahnsubstanz nachhaltig schädigen. Vermeintliche Gründe für dieses auch als Bruxismus bekannte Phänomen gibt es ebenso viele wie Therapieverfahren. Dr. A.-Meric Prause, MSc, Spezialist für CMD-Therapie und Kieferorthopädie in Delmenhorst, nennt die fünf größten Mythen zum Thema Zähneknirschen und klärt über moderne Behandlungsmethoden auf.



Mythos 1: „Zähneknirschen schadet der Zahngesundheit“

Bis zu einem gewissen Grad dient Zähneknirschen zur natürlichen Verarbeitung des täglich Erlebten in der Nacht. „Durch das Arbeiten auf den Zähnen gelingt es dem Körper, Spannungen abzubauen“, erklärt Dr. Prause. Erst wenn Symptome wie Zahnabrieb oder morgendliche Kieferspannungen auftreten, liegt eine zu behandelnde Erkrankung vor. „In diesem Zusammenhang gilt es, zwischen dem natürlichen oder dem übermäßigen Pressen und Knirschen zu unterscheiden, da unnatürlich starkes Beißen nachts ein weit höheres Risiko für Zähne und Kiefer darstellt.“ Tückisch daran: Besteht zum Beispiel ein falscher Biss durch überkronte, fehlende, gekippte und/oder verdrehte Zähne, verschieben sich in der Folge die Kiefergelenke. „Diese als Craniomandibuläre Dysfunktion, kurz CMD, bekannte Erkrankung führt zu Verspannungen im Kiefer-, Nacken- und Rückenbereich und kann beispielsweise auch migräneartige Kopfschmerzen oder Tinnitus auslösen“, erklärt Dr. Prause. „Für Zähne besteht dabei die Gefahr, dass sie sich unnatürlich in den Kiefer verlagern und entzündliche Prozesse im Zahninneren oder an den Wurzelspitzen entstehen.“

Mythos 2: „Jede Zahnschiene hilft“

Zum Schutz der Zähne bekommen viele Patienten Aufbissschienen für die Nacht. „Diese werden zwar von der Kasse übernommen, helfen aber nur bedingt bis überhaupt nicht“, merkt Dr. Prause an. „Da es sich häufig um Schienen handelt, die nur durch einen simplen Abdruck des Unterkiefers entstehen, können sie sogar eher der Gesundheit schaden.“ Durch die einfache Abdruckabnahme entspricht eine solche Schiene exakt dem Gebiss, womit auch sämtliche Zahnfehlstellungen übernommen werden und die Gefahr einer stärkeren Kieferverschiebung entsteht. „Im Gegensatz dazu gleicht eine speziell ausgerichtete Okklussionsschiene die Unebenheiten aus und zentriert den Unterkiefer dreidimensional.“ Sie entlastet so die Kiefergelenke und schützt die Zähne nachhaltig. Beide Schienentypen vereint, dass sie vor dem Zu-Bett-Gehen eingesetzt werden.

Mythos 3: „Gelegentliches Kieferknacken ist normal“

Kieferfehlstellungen machen sich in vielen Fällen durch ein hörbares Knacken während des Kauens bemerkbar. „Wahrnehmbare Geräusche beim Biss in den Apfel oder beim Kaugummikauen sind ein klares Warnzeichnen für eine CMD“, warnt Dr. Prause. „Dabei reibt das Kiefergelenk aufgrund des ungleichen Bisses über die knöchernen Strukturen der Kiefergelenksgrube und unangenehme Laute entstehen durch das Auf- oder Zurückspringen des Diskus.“ Bei einem Diskus handelt es sich um Knorpelgewebe, welches davor schützt, dass Knochen auf Knochen reibt. Besteht eine Kieferfehlstellung, nutzt sich dieser natürliche Schutz auf Dauer ab oder wird zerstört. Damit besteht unter anderem die Gefahr chronischer Gelenks- und Kopfschmerzen oder einer Arthrose im Kiefergelenk. Deshalb gilt es, Kieferknacken ernst zu nehmen und einen Spezialisten aufzusuchen.

Mythos 4: „Je schlimmer der Traum, desto schlimmer das Knirschen“

Psychische Belastungen verarbeitet der Körper in der Nacht. Stress führt dabei zu unruhigen Nächten – dem sprichwörtlichen Drehen von einer Seite auf die andere. „Druck im Berufsleben, Stress in der Partnerschaft oder auch Existenzsorgen erhöhen in vielen Fällen die Intensität und Dauer des Knirschens“, bestätigt Dr. Prause. „Allerdings besteht kein Zusammenhang mit der Anzahl oder dem Ausmaß an Träumen. Denn viele Patienten träumen nicht bewusst, knirschen aber dennoch oder pressen die Zähne stark zusammen.“ Um entsprechenden Auswirkungen entgegenzuwirken, bietet sich individuelles Stressmanagement an. So lassen sich psychische Belastungen beispielsweise durch Sport oder auch autogenes Training reduzieren.

Mythos 5: „Starkes Beißen macht Zahnschienen nach kurzer Zeit kaputt“

Aufbissschienen bestehen je nach Konzept aus elastischem oder festem Kunststoff, der genügend Flexibilität oder Festigkeit bietet, um den entstehenden Druck zu kompensieren. Allerdings nutzen sich Schienen bei fehlerhafter Oberflächengestaltung ab. „Während des Beißens treten Kräfte von bis zu 2100 kg im Kausystem auf“, beschreibt Dr. Prause die nächtliche Belastung für Zähne und Kiefer und fügt hinzu: „Wenn entsprechende Daten des Patienten bei Anfertigung der Schiene keine Berücksichtigung finden, verringert sich dadurch deren Lebensdauer und Wirksamkeit.“ Bei CMD-Schienen hingegen verteilt sich die Belastung gleichmäßig, da sie bereits vorhandene Kieferfehlstellungen dreidimensional ausgleichen. Auf diese Weise erhöht sich neben der therapeutischen Wirkung auch die Widerstandsfähigkeit und die Lebensdauer.

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