(openPR) Delmenhorst im August 2012. „Gesund beginnt im Mund – mehr Genuss mit 65 plus!“, lautet dieses Jahr das Motto zum Tag der Zahngesundheit. Dabei rücken nicht nur klassische Themen wie Karies und Zahnprophylaxe in den Mittelpunkt. „Viele Menschen unterschätzen die Auswirkungen nächtlicher Stressbewältigung auf Zahn und Kiefer“, stellt Dr. A.-Meric Prause, MSc, Spezialist für CMD-Therapie und Kieferorthopädie aus Delmenhorst, fest. „Dies betrifft junge und ältere Patienten gleichermaßen.“ Vor allem werden häufig mögliche Auswirkungen der Psyche auf den Körper ignoriert. Dieser Zusammenhang spielt allerdings bei der sogenannten Craniomandibulären Dysfunktion, kurz CMD, eine wesentliche Rolle. Grund: Während des Schlafs versucht der Körper, täglichen Stress über Knirschen, Beißen und Reiben der Zähne zu kompensieren. Dabei führt etwa falsch sitzender Zahnersatz zu Kieferverschiebungen, die Spannungskopfschmerzen, Migräne oder auch Tinnitus verursachen können. Sogenannte Okklusionsschienen und Stressmanagement bieten Abhilfe.
Auswirkungen moderner (Zahn-)Medizin
Im Vergleich zum Beginn des 20. Jahrhunderts ist die Lebenserwartung um nahezu das Doppelte angestiegen. Dank moderner Technologien und Behandlungsmöglichkeiten wie der professionellen Zahnreinigung ist der Erhalt der eigenen Zähne immer mehr in den Vordergrund gerückt und ist ein wichtiger Teil dieses neuen Lebensgefühls. Aber mit fortschreitendem Alter fordert auch das heutige Leben seinen Tribut, nämlich ein großes Maß an Stressresistenz. Seien es private Schicksalsschläge oder einfach die Reizüberflutung des modernen Lebens – die Psyche steht oft unter Druck und das Unterbewusstsein versucht, dies über den angeborenen Mechanismus des nächtlichen Beißens zu kompensieren. „Übermäßige nächtliche Stressverarbeitung führt zu einer Anspannung im Gesicht-Kiefer-Nacken-Bereich und häufig zu Symptomen, die für Betroffene oft schwer zu deuten sind“, betont Dr. Prause. So kommt es beispielsweise durch fehlenden natürlichen oder, genau entgegengesetzt, zu starken, stressbedingten Abrieb oder durch verschobene Zähne zu einem ungünstigen Zusammenbiss – Kiefergelenksknacken, Kopf- oder auch starke Nackenschmerzen entstehen. „Stressmanagement bietet immer einen Ausweg“, betont Dr. Prause. „Yoga, Pilates oder auch einfach eine Einkehr in die innere Mitte sorgen für Ausgleich und eine Verringerung der negativen körperlichen Reaktionen.“ Es gilt also in jedem Alter, Stresssituationen ernst zu nehmen und für Ausgleich zu sorgen.
Individuelle Schiene
Zur Behandlung von CMD dient in erster Linie eine spezielle Aufbissschiene. „Diese gleicht Fehlstellungen aus und zentriert den Unterkiefer“, beschreibt Dr. Prause. „In der Nacht getragen, bringt sie die Kiefergelenke zurück in ihre ursprüngliche Position und Patienten merken häufig bereits nach dem ersten Einsetzen eine Linderung ihrer Beschwerden.“ Zu einer ganzheitlichen Behandlung gehören meist physiotherapeutische Maßnahmen, um die entstandenen Verspannungen besonders im Nacken- und Rückenbereich zu lockern. „Nur so entspannt sich die Kaumuskulatur und der natürlichen Stressverarbeitung steht auch im Alter nichts im Wege“, unterstreicht Dr. Prause abschließend.




