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Schiffsfonds in der Krise – Gespräche in der Hauptstadt

12.07.2012 • 17:36 Uhr • Politik, Recht & Gesellschaft
Bild: Schiffsfonds in der Krise – Gespräche in der Hauptstadt

(openPR) Die finanzielle Lage von Schiffsfonds wird immer katastrophaler. Mehr und mehr Investoren ziehen sich aus dem Anlagesegment zurück. Von Kritik bleibt auch die Commerzbank nicht verschont, die dem Investitionszweig Schiffsfonds gänzlich den Rücken kehrt. Immer mehr Reeder fürchten um ihre Existenz.



Von den in der Branche herrschenden Problemen sind jedoch nicht nur die Reeder betroffen, sondern auch Privatanleger wie die der Schiffsfonds MS Annabelle Schulte und MS Laura Schulte. Bei den beiden Fonds eröffnet das Amtsgericht Hamburg dieser Tage das Insolvenzverfahren für die in der Hansestadt ansässigen Kommanditgesellschaften. Ursächlich für die finanzielle Schieflage der Fonds sollen vor allem die niedrigen Charterraten sowie die Mietpreise für die Schiffe bei gleichzeitig steigenden Kosten sein. So ist es am Ende nicht mehr möglich gewesen, Zinsen, Unterhalt, Wartung und Tilgungsraten für die Kredite zu bedienen. Auch die Möglichkeit von Privatinvestoren und Kreditinstituten, erforderliches Kapital nachzuschießen, ist nahezu vollständig erschöpft.

Gespräche in Berlin
Ein Zeichen dafür, wie ernst es um die Schiffsfondsbranche steht, zeigt bereits das Eingreifen des Maritime Koordinators der Bundesregierung, Hans-Joachim Otto (FDP). Dieser möchte mit Vertretern der deutschen Schiffsfinanzierer darüber beraten, welche Möglichkeiten es gibt, aus der Krise herauszukommen. So hat bereits der Verband Deutscher Reeder konkrete Erwartungen an das Treffen gestellt. Ziel soll vor allem die Lockerung der strengen Auflagen für die Refinanzierung von Schiffskrediten bei den Landesbanken sein. Des Weiteren wäre es zu begrüßen, wenn die Schiffsbewertung, die bislang auf Tageswerten basiert, um eine mittelfristige Ertragsprognose für die einzelnen Schiffe ergänzt wird. Alle diese Maßnahmen verfolgen das Ziel, zumindest die Zeit zu überbrücken, bis sich die Lage in der Schiffsfahrtbranche entspannt hat.

Die Krise ist keineswegs neu
Insgesamt befindet sich der Markt rund um Schiffsfonds / Schiffsbeteiligungen in schwerem Fahrwasser. Aufgrund der sich abkühlenden Wirtschaftslage haben die Charterraten ein so niedriges Niveau erreicht, dass die Schiffe anstatt Gewinne nur noch Verluste einfahren. Dies ist vor allem auf ein Überangebot an Frachtschiffen im Vergleich zur Frachtware zurückzuführen. Ursächlich hierfür ist ohne Zweifel die Tatsache, dass vor einigen Jahren, in denen die Wirtschaftsleistung und damit auch die Transportnachfrage von Gütern stetig gestiegen ist, ein Schiff nach dem anderen bei den Reedereien bestellt wurde. Genau diese Schiffe verlassen nun nach und nach den Stapel. Im Endeffekt kommen somit immer mehr Schiffe bei rückläufiger Frachtnachfrage hinzu.

Betroffene Anleger von Schiffsfonds raten wir zu handeln. So hat uns eine Vielzahl von Anlegern übereinstimmend berichtet, dass sie bei der Wahl der Kapitalanlage „Schiffsfonds“ in Bezug auf das Risiko stets auf Sicherheit bedacht waren. Über die mit einer Investition verbundenen Risiken, wurden sie regelmäßig nicht aufgeklärt. Die IVA Rechtsanwalts AG berät Sie im Zusammenhang mit dem Anlagesegment Schiffsfonds. Wir prüfen in einer Persönlichen Beratung, ob Sie mit Aussicht auf Erfolg Ihre Ansprüche durchsetzen können.

Für weitere Informationen oder Fragen stehen wir Ihnen auf www.anlegerschutz.ag/Geschlossene_Fonds/Schiffsfonds gerne zur Verfügung.

IVA Rechtsanwalts - Aktiengesellschaft
Willy - Brandt - Platz 13
68161 Mannheim

Telefon: 0621 / 18 000 0
Telefax: 0621 / 18 000 99

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