(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Der Abwärtstrend der Rohölpreise scheint vorerst gestoppt, auch wenn die vermutete Aufwärtskorrektur, die solch katastrophalen Einbrüchen in der Regel folgt, ausblieb. Zwar gab es zarte Versuche einer Erholung. Doch die wurden am Nachmittag zunichte gemacht. Zu sehr wächst die Risikoangst der Anleger vor einer unsicheren Euro-Zone. In Griechenland und Frankreich kommen keine Freunde des Sparschweins, sondern vielmehr die des billigen Geldes an die Hebel der Macht. Eine Möglichkeit wäre die Destabilisierung der Einheitswährung, eine andere die Flutung des Marktes mit billigem Geld, was für Heizölkunden hierzulande definitiv keine gute Nachricht wäre. Denn dann würde der Euro (der sich heute übrigens minimal erholte) gegenüber dem US-Dollar abrutschen und das an sich überschüssige Geld würde dahin wandern, wo es die besten Vermehrungsmöglichkeiten findet. Und das sind nun mal die Rohstoff-Handelsplätze dieser Welt. In Deutschland würde man solch eine Politik doppelt büßen. Bleibt zu hoffen, dass die EZB und ihre Gralshüterin Angela Merkel hart bleiben und den Versuchungen aus Westen und Süden widerstehen.
Heute jedoch sah der Tag anders aus. Beim Heizöl gab es drastische Abschläge. Für 100 Liter HEL wurde bei Lieferung von 3000-Litern bundesdurchschnittlich und brutto 89,58 Euro gezahlt, das ist 1,48 Euro weniger als am Freitag. Das Interesse von Kunden ist weiterhin spärlich. Vielleicht braucht es, um das Interesse anzukurbeln, wieder steigender Preise, wie manch Heizölhändler mutmaßt.
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