openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Das Für und Wider von Regionalisierung

25.04.201217:46 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Das Für und Wider von Regionalisierung
v.l.n.r. W. Plassmann (KV HH), Dr. R. Koschorrek (MdB), Dr. A. Meusch (TK), Prof. M. Augustin (UKE)
v.l.n.r. W. Plassmann (KV HH), Dr. R. Koschorrek (MdB), Dr. A. Meusch (TK), Prof. M. Augustin (UKE)

(openPR) Beim 11. Eppendorfer Dialog zur Gesundheitspolitik am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) diskutierten versierte Experten zum GKV-Versorgungsstrukturgesetz.

Anreize, Ärzte aufs Land zu bringen, werden nicht greifen und an Versorgungsproblemen in strukturschwachen Regionen nichts ändern. So lautet ein Kritikpunkt am Gesetz zur Verbesserung der Versorgungsstrukturen in der gesetzlichen Krankenversicherung, kurz GKV-VStG, das am 1. Januar 2012 in Kraft getreten ist. Geäußert wird er von Dr. Andreas Meusch, dem Leiter der Landes-vertretungen der Techniker Krankenkasse, beim „11. Eppendorfer Dialog zur Gesundheitspolitik“ in Hamburg. In diesem Punkt bekommt Meusch Rückendeckung von Walter Plassmann. Auch der stellvertretende Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg prognostiziert, dass sich Ärzte unbeeindruckt von finan¬ziellen Anreizen immer da niederlassen werden, wo viele Patienten am besten hinkommen. Allerdings ist das einer der wenigen Kritikpunkte, den die Experten an einer Reformgesetzgebung haben, die mit vielen Vorschusslorbeeren und hohen Erwartungen an den Start gegangen ist.



Am 18. April 2012 trafen sich am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) neben Meusch und Plassmann auch noch der Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestags Dr. Rolf Koschorrek und natürlich der Initiator der Eppendorfer Dialoge, der Direktor des Instituts für Versorgungs¬forschung in der Dermatologie und bei Pflegeberufen am UKE, Prof. Matthias Augustin. Diskutiert wurde unter der Frage „Allheilmittel Dezentralismus? Nutzen und Mängel des Versorgungsstrukturgesetzes“.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Koschorrek, Mitgestalter des Gesetzes, bezeichnet das GKV-VStG mit seinen Dezentralisierungsbestrebungen als einzig wirksame Alternative zu den weitgehend gescheiterten Gesundheitsreformen der vergangenen 20 Jahre. Erstmalig sei ein flexibles, dezentral orientiertes Rahmengesetz geschaffen worden, das denjenigen Entscheidungskompetenz überträgt, die in den Regionen für die Gesundheitsversorgung verantwortlich sind. Wenn sich die Politik nun weitgehend heraus halte und die Fachkompetenzen in den Regionen zum Tragen kommen, stehe einer sektorüber¬greifenden, gut vernetzten Patientenversorgung nichts entgegen, so Koschorrek. In der Tat sind die Spielräume deutlich größer geworden. Insbesondere können jetzt regionale Determinanten und sozio-kulturelle Aspekte in die Versorgungsplanung einfließen. Die KVen haben mit eigener Entscheidungs¬befugnis in der Bedarfsplanung und der Honorarfestlegung die Möglichkeit der bedarfsoptimierten Versorgung. Die Leistungsmöglichkeiten der gesetzlichen Krankenkassen sind erweitert worden, so dass auch bestimmte nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel erstattet werden können. Den praktizieren¬den Arzt Augustin freut das: Durch diese und weitere Optionen wie auch die Beteiligung der medizinischen Fachgesellschaften vor der Neubewertung von Behandlungsmethoden sind die Chancen auf eine hochqualifizierte, interdisziplinäre Versorgung deutlich gestiegen.

In der Gesamtbewertung spendet das neue Gesetz mehr Licht als Schatten. Die Sektorengrenzen innerhalb des Gesundheitssystems sind durch das GKV-VStG weitgehend aufgehoben. Nun muss sich zeigen, wie die Verantwortlichen mit den neuen Gestaltungsräumen umgehen, und ob es gelingt, die geschaffenen Potenziale zum Wohle aller Beteiligten zu nutzen.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 627621
 1746

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Das Für und Wider von Regionalisierung“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf UKE

Bild: 17. Eppendorfer Dialog zur Gesundheitspolitik diskutiert Lernkurve in der PatientenversorgungBild: 17. Eppendorfer Dialog zur Gesundheitspolitik diskutiert Lernkurve in der Patientenversorgung
17. Eppendorfer Dialog zur Gesundheitspolitik diskutiert Lernkurve in der Patientenversorgung
Die pharmazeutische Industrie hadert mit zahlreichen Hürden insbesondere für Neuzulassungen von Arzneimitteln auf Basis bewährter Wirkstoffe. Sowohl Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) Prof. Josef Hecken als auch die Parlamentarische Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz räumen ein, dass die Gesetzgebung ein lernendes System ist, das sich immer wieder verändern und anpassen muss. Der Eppendorfer Dialog zur Gesundheitspolitik leistet, so Annette Widmann-Mauz, einen guten Beitrag dazu, unterschiedliche Positionen zu verstehen u…
Bild: 16. Eppendorfer Dialog stellt sich Dr. Google und InternetmedizinBild: 16. Eppendorfer Dialog stellt sich Dr. Google und Internetmedizin
16. Eppendorfer Dialog stellt sich Dr. Google und Internetmedizin
Das Internet ist in Gesundheitsfragen längst beim Verbraucher angekommen. Über 40 Millionen Menschen in Deutschland – also jeder Zweite – nutzen regelmäßig Websites, Apps, Foren und andere digitale Angebote, um sich über Erkrankungen und Therapieoptionen zu informieren. Was das aber für Mediziner und Apotheken bedeutet, und ob „Dr. Google“ eher Fluch oder Segen ist, diskutierte der 16. Eppendorfer Dialog zur Gesundheitspolitik am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Mit der illustren Referentenrunde vom Online-Arzt Dr. Johannes Wimmer alia…

Das könnte Sie auch interessieren:

Landschaftsgärtner aus Suhl und Landsendorf erneut ins Präsidium berufen
Landschaftsgärtner aus Suhl und Landsendorf erneut ins Präsidium berufen
Regionalisierung soll Belange der Thüringer Landschaftsgärtner stärker einbringen Kassel/Suhl/Saalfeld (21. Februar 2009): Die Thüringer Landschaftsgärtner Thorsten Perlich aus Suhl und Andreas Reichenbächer aus Landsendorf sind erneut ins Präsidium ihres Fachverbandes gewählt worden. Auf einer Mitgliederversammlung des Fachverbandes Garten-, Landschafts- …
adesso bietet innovativen Service für gewerbliche Spielevermittler im Lotteriebereich
adesso bietet innovativen Service für gewerbliche Spielevermittler im Lotteriebereich
… standardisierten Webservice für gewerbliche Spielevermittler in Deutschland bereit, der die Komplexität der Schnittstellenthematik im Zuge der regulatorisch geforderten Regionalisierung von vermittelten Lotterie-Spielaufträgen auflöst. Seit Mitte 2012 kann in Deutschland auf Basis des Ersten Glücksspieländerungsstaatsvertrag (GlüÄndStV) wieder über das …
Bild: Minister Grüttner und Posch auf Visite im HKZBild: Minister Grüttner und Posch auf Visite im HKZ
Minister Grüttner und Posch auf Visite im HKZ
… gegenseitig die Einnahmen streitig zu machen und vorhandene Kompetenz in einer Region in Einzelfällen dann doch nicht zu nutzen. Nach Aussage Grüttners kein Widerspruch zur Regionalisierung der Gesundheitsversorgung - jedenfalls nicht in diesem Fall. Pfund in der Region Darüber, dass das Herz- und Kreislaufzentrum ein „Pfund“ in der Region ist, herrschte bei …
Bild: Landschaftsgärtner in Hessen und Thüringen beschließen Regionalisierung - FGL-Präsident im Amt bestätigtBild: Landschaftsgärtner in Hessen und Thüringen beschließen Regionalisierung - FGL-Präsident im Amt bestätigt
Landschaftsgärtner in Hessen und Thüringen beschließen Regionalisierung - FGL-Präsident im Amt bestätigt
… Februar 2009): Die Mitglieder des Fachverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen haben sich auf ihrer Wintertagung in Kassel für eine stärkere Regionalisierung ausgesprochen. Die eindeutige Mehrzahl der Teilnehmer billigte auf dem Treffen die dafür notwendige Satzungsänderung. Das bisherige Verbandsgebiet wird demnach gegen Ende …
Bild: Wahl des Regionalpräsidiums in Thüringen: Thorsten Perlich aus Suhl zum Regionalpräsidenten gewähltBild: Wahl des Regionalpräsidiums in Thüringen: Thorsten Perlich aus Suhl zum Regionalpräsidenten gewählt
Wahl des Regionalpräsidiums in Thüringen: Thorsten Perlich aus Suhl zum Regionalpräsidenten gewählt
Regionalisierung im FGL Hessen-Thüringen wird umgesetzt Erfurt/Wiesbaden (12. November 2009): Thorsten Perlich aus Suhl ist für die nächsten drei Jahre zum ersten Regionalpräsidenten der Region Thüringen gewählt worden. Damit haben die Mitglieder im Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen e.V. (FGL) ihren Wunsch nach einer …
Der Landärztemangel nimmt erschreckende Ausmaße an. Auch Schleswig Holstein ist betroffen
Der Landärztemangel nimmt erschreckende Ausmaße an. Auch Schleswig Holstein ist betroffen
… der Landtagsfraktion Schleswig Holstein Anita Klahn sieht im geplanten Gesetz gegen den Landärztemangel eine große Chance für Schleswig Holstein. „Wir setzen in Zukunft auf Regionalisierung statt wie bisher auf Zentralisierung“, betont Klahn. Der drohende Ärztemangel zeichnet sich unter anderem im Landkreis Stormarn ab. „Das macht klar: Es gibt Handlungsbedarf“, …
Bild: Wahl des Regionalpräsidiums in Nordhessen: Manfred Ullrich aus Kassel zum Regionalpräsidenten gewähltBild: Wahl des Regionalpräsidiums in Nordhessen: Manfred Ullrich aus Kassel zum Regionalpräsidenten gewählt
Wahl des Regionalpräsidiums in Nordhessen: Manfred Ullrich aus Kassel zum Regionalpräsidenten gewählt
Regionalisierung im FGL Hessen-Thüringen wird umgesetzt Kassel/Wiesbaden: Manfred Ullrich aus Kassel ist für die nächsten drei Jahre zum ersten Regionalpräsidenten der Region Nordhessen gewählt worden. Damit haben die Mitglieder im Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen e.V. (FGL) ihren Wunsch nach einer stärkeren Regionalisierung …
Bild: Wahl des Regionalpräsidiums in Südhessen: Gerhard Roßkopf aus Frankfurt zum Regionalpräsidenten gewähltBild: Wahl des Regionalpräsidiums in Südhessen: Gerhard Roßkopf aus Frankfurt zum Regionalpräsidenten gewählt
Wahl des Regionalpräsidiums in Südhessen: Gerhard Roßkopf aus Frankfurt zum Regionalpräsidenten gewählt
Regionalisierung im FGL Hessen-Thüringen wird umgesetzt Geisenheim/Wiesbaden (16. November 2009): Gerhard Roßkopf aus Frankfurt ist für die nächsten drei Jahre zum ersten Regionalpräsidenten der Region Südhessen gewählt worden. Damit haben die Mitglieder im Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen e.V. (FGL) ihren Wunsch nach …
Bild: Anstieg der Mitgliedszahlen hält an – Landschaftsgärtner in Hessen und Thüringen setzen auf RegionalisierungBild: Anstieg der Mitgliedszahlen hält an – Landschaftsgärtner in Hessen und Thüringen setzen auf Regionalisierung
Anstieg der Mitgliedszahlen hält an – Landschaftsgärtner in Hessen und Thüringen setzen auf Regionalisierung
Wiesbaden/Erfurt (25. November 2008): Die Landschaftsgärtner in Hessen und Thüringen wollen in den nächsten Jahren auf eine stärkere Regionalisierung setzen. „Damit wird ein wichtiger Schritt getan, die einzelnen Mitglieder stärker in die Arbeit des Verbands einzubinden“, sagt Eiko Leitsch, Präsident des Fachverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau …
Nahverkehr auf der Schiene ist das Rückgrat einer nachhaltigen Mobilität
Nahverkehr auf der Schiene ist das Rückgrat einer nachhaltigen Mobilität
BUND wertet Bekenntnis von Minister Hermann zur Erhaltung der Angebote als wichtigen Schritt in die richtige Richtung – Regionalisierung der Infrastruktur notwendig Stuttgart. „Wir begrüßen das Bekenntnis von Verkehrsminister Winfried Hermann, die Angebote im Nahverkehr auf der Schiene trotz steigender Kosten zu erhalten. Dies ist ein wichtiger Schritt …
Sie lesen gerade: Das Für und Wider von Regionalisierung