(openPR) Unter dem Motto: „Lend Your Leg“ demonstrieren seit dem 1. März weltweit tausende Menschen durch eine einfache Geste – ein hochgeschlagenes Hosenbein – ihre Solidarität für die Opfer von Unfällen mit Landminen und Streumunition. Auch hierzulande zeigten bereits 1.000 PolitikerInnen, Prominente und Privatleute ihr Bein. Höhepunkt der internationalen Kampagne, die in Deutschland von Handicap International und SODI getragen wird, ist eine öffentliche Aktion am 4. April um 12 Uhr am Brandenburger Tor in Berlin. Am internationalen Tag zur Aufklärung über Minengefahr werden neben Ulrike Folkerts (Schauspielerin), Simon Böer (Schauspieler) und Markus Löning (Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe) zahlreiche Menschen in einem Flashmob „Bein zeigen für Minenopfer.“
In den vergangenen Wochen haben in Deutschland bereits knapp 1.000 Menschen Bein gezeigt für Minenopfer,darunter über 50 Mitglieder des Bundestages und 20 Prominente. Ziel der Kampagne ist es, auf die Opfer vonUnfällen mit Landminen und Streumunition aufmerksam zu machen. Über 500.000 Menschen weltweit haben durch Unfälle mit Landminen und Streumunition schwere Verletzungen davon getragen und sind lebenslang auf Unterstützung angewiesen.
Höhepunkt der Kampagne, die von der internationalen Landminenkampagne ICBL initiiert wurde, ist der 4. April – der internationale Tag zur Aufklärung über Minengefahr. In einer öffentlichen Aktion um 12 Uhr (Pressefoto 12.30 Uhr) vor dem Brandenburger Tor (Pariser Platz) wird es ein buntes Programm mit Trommlern, Flashmob und Minenfeldinstallation geben. Zeitgleich finden auch Aktionen in München und Nürnberg sowie weltweit in 70 Ländern statt. Unterstützt werden Handicap International und SODI in Berlin durch Ulrike Folkerts(Schauspielerin), Simon Böer (Schauspieler) und Markus Löning (Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe).
Handicap International und SODI, die sich bereits seit Jahren für ein universelles Verbot von Landminen und Streumunition einsetzen, fordern die Bundesregierung mit ihrer Aktion dazu auf, in der finanziellen Unterstützung betroffener Länder und Regionen nicht nachzulassen. „Gemeinsam wollen wir erreichen, dass die finanzielle Unterstützung für Länder und Menschen, die von Minen und Streubomben betroffen sind, auch im nächsten Bundeshaushalt mindestens auf gleicher Höhe bleibt“, erklärt Marion Gnanko, SODI-Projektmanagerin für humanitäre Kampfmittelräumung. Außerdem soll die Regierung auf höchster Ebene an die US-Regierung appellieren, dem internationalen Landminenverbotsvertrag endlich beizutreten. „Wir fordern Außenminister Westerwelle dazu auf, seine US-Kollegin explizit zu einem raschen Vertragsbeitritt zu bewegen“, betont Eva Maria Fischer, Kampagnensprecherin von Handicap International. Dass die Organisationen mit ihren Forderungen nicht allein sind, zeigt nicht nur die starke Unterstützung deutscher PolitikerInnen, sondern auch die Beteiligung des UN-Generalsekretärs Ban Ki-moon. Als einer der Ersten zeigte er sein hochgeschlagenes Hosenbein für Minenopfer.
Handicap International und SODI realisieren bereits seit Jahren Projekte zur humanitären Kampfmittelräumung. So engagiert sich Handicap International aktuell in Libyen in der Räumung von Minen und explosiven Überresten des Krieges sowie in der Risikoaufklärung, um weitere Unfälle zu verhindern. Seit vielen Jahren unterstützt die Organisation auch in Kambodscha und zahlreichen weiteren Ländern die Opfer von Landminen.
SODI realisiert in Laos und Vietnam Projekte zur Beseitigung von Landminen und explosiven Kriegsrückständen, ebenfalls mit Risikoaufklärung zur Vermeidung weiterer Unfälle. Die Maßnahmen werden ergänzt durch Entwicklungsprojekte, um die betroffenen Gemeinschaften darin zu unterstützen, Kriegsfolgen und Armut nachhaltig zu überwinden.
Prominente Unterstützerinnen und Unterstützer der Kampagne: Regisseurin Doris Dörrie, Schauspielerin Ulrike Folkerts, Schauspieler Felix Klare, Rolf Becker und Simon Böer, Autor Stéphane Hessel, Popsänger Sebastian Krumbiegel, die Berlin Comedian Harmonists, Rapper Prinz Pi, Opernsänger Michael Volle, Kabarettist Michael Altinger, Model mit Prothese Mario Galla u.a.
Für die Projekte von Handicap International und SODI werden Spenden benötigt:
Solidaritätsdienst-international e.V. (SODI), Konto: 10 20 100, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ: 100 205 00, Kennwort: Kriegsfolgen beseitigen
Handicap International, Konto: 595, Sozialbank BLZ: 700 205 00, Kennwort: Landminen
Presseeinladung, Pressefoto von Prominenten und Fotos aus verminten Ländern sowie eine Pressemappe zur Kampagne finden Sie unter: http://www.handicap-international.de/lendyourleg/presse/
Information:
- Marion Gnanko, Solidaritätsdienst-international e.V. (SODI) 030/928 6047 (ab 3.4.: 030/92090930), 0179/52870 14,
- Dr. Eva Maria Fischer, Handicap International 089/54 76 06 13, 0176/99 28 41 35,
- www.zeigdeinbein.de
- Gemeinsame Informationsplattform www.landmine.de
Die offizielle Presseeinladung finden Sie unter: http://www.handicap-international.de/lendyourleg/presse/












