(openPR) Demonstrationen in 15 Ländern sollen den Druck auf die Regierungen erhöhen
Windeby, 27.03.2012
Am 31.03.2012 werden in 15 Ländern Demonstrationen gegen die Massaker an Streunertieren in der Ukraine stattfinden. Nach zwei bundesweiten Aktionstagen in Deutschland hat sich der Protest gegen die Hundehatz im Vorfeld der Fußball EM nun internationalisiert. Die ukrainischen Behörden hatten für die Tötung der herrenlosen Tiere Kopfgelder ausgerichtet, um die Straßen für die Gäste der EM zu ‚säubern’. Zehntausende Hunde wurden daraufhin erschlagen, vergiftet und zum Teil bei lebendigem Leib in mobilen Krematorien verbrannt. Ukrainische Tierschützer und internationale Tierschutzorganisationen hatten darüber berichtet und tausende Tierfreunde in Deutschland mobilisiert.
Aufgrund des massiven Gegenwindes gegen das bestialische Vorgehen hatte die ukrainische Regierung im November 2011 ein Ende der Tötungen verkündet. Mittlerweile sind mit Unterstützung internationaler Organisationen die ersten Kastrationsprogramme in ukrainischen Städten durchgeführt worden, um die Streunerpopulation wirksam und nachhaltig einzudämmen. Doch freiwillige Helfer müssen ununterbrochen im Einsatz sein, um Streuner und kastrierte Tiere vor Übergriffen zu schützen. Denn die Tötungen gehen trotz anderslautender Darstellung der Regierung weiter. Offizielle und private Hundefänger sind immer noch unterwegs.
Am 31.03. werden u.a. auch in 13 ukrainischen Städten, in Russland, in Ungarn, Kasachstan, Weißrussland und in Kroatien engagierte Bürger auf die Straße gehen, um die Grausamkeiten zu stoppen. „Damit dürfte endgültig klar sein, dass die Empörung nicht nur ein Aufschrei von ein paar Westeuropäern ist, die einfach die Situation der ukrainischen Bevölkerung und die Streunerproblematik nicht verstehen“, so Sonja Wende, Gründerin der Facebook-Bewegung „Aktion Fair Play’ – EM 2012 ohne Tiermorde“. „Die Behörden dort haben zum Massaker aufgerufen, und es sind die staatlichen Institutionen, die Vergehen gegen bestehende ukrainische Tierschutzgesetze nicht ahnden. Viele Menschen in der Ukraine wollen das nicht und das werden sie jetzt zeigen.“
Aktion Fair Play, die zum Protesttag aufgerufen hatte, hofft, dass der Druck auf die Regierungen aller europäischen Länder jetzt wächst, sich konstruktiv zum Wohl der Tiere einzusetzen. „Auch in Frankreich und Italien ist die Situation für Streunerhunde prekär, darum demonstrieren diese Länder auch mit“, so Sonja Wende.













