(openPR) Geschäfte sind ohne Vertrauen nicht möglich. Jedoch wird dieser Begriff fast inflationär in allen möglichen Hochglanzbroschüren und der Unternehmenskommunikation verwandt, oft aber nicht gelebt. Kunden merken sehr schnell, ob man wirklich Interesse an Ihnen hat oder sie nur als "Cash-Cow" angesehen werden.
Daher biete ich in meinem Beitrag im Fachbuch "Finanzkommunikation-Chancen durch Kreditmediation" (Bank-Verlag) in recht freier Anlehnung an Standard IAS 38 folgende durchaus eigenwillige Definition für Vertrauen und gute (Finanz)Kommunikation an:
"Finanzkommunikation ist ein nicht monetärer Vermögenswert ohne physische Substanz, der für die Erbringung von Dienstleistungen genutzt wird. Immaterielle Vermögenswerte lassen einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erwarten und stehen in der Verfügungsmacht des Kreditinstituts. Die Finanzkommunikation ist ein Teil der Verbesserung der Kundenzufriedenheit und wird der Rubrik 'Customer Capital' zugeordnet."
Ein zufriedener Kunde ist ein weniger wechselwilliger Kunde und steht im Rahmen von Empfehlungen zu seinem Unternehmen oder Kreditinstitut. Diese Vorteile sind letztlich Geld wert und ein starkes Asset für jedes Unternehmen. Jedoch wird dieser unsichtbare Vermögengensgegenstand letztlich oftmals nachlässig behandelt und ein Wert (in Geld) kaum ermittelt. Dabei wirkt dieses Asset über etliche Jahre hinweg und garantiert nicht selten das Überleben des Unternehmens.
Der weiter steigende Wettbewerb wird Unternehmen und Kreditinstitute daher zwingen, sich verstärkt mit dem Vertrauen und dessen materieller Bewertung zu befassen. Bisher gut funktionierende Geschäftsmodelle könnten sich als nicht mehr ausreichend erweisen. Neue Modelle und eine verbesserte Reputation könnten den Weg in eine bessere Zukunft bedeuten. Es muss jedoch der Wille dazu vorhanden sein, diese Wege zu beschreiten und mit überholten Strategien und Taktiken zu brechen.





