(openPR) Demo gegen Pelz diesen Samstag
Profit können sie aus ihren Forderungen nicht ziehen. Fürs Demonstrieren bekommen sie nichts, selbst ihre Anreise zahlen sie aus eigener Tasche. Trotzdem versammeln sich kommenden Samstag wieder hunderte Aktivistinnen und Aktivisten in Wiesbaden. Sie fordern ein Ende des Verkaufs von Pelz, Freiheit für die Tiere.
Schon zum fünften Mal ruft ein Bündnis aus Tierrechtsgruppen zur "Wiesbaden Pelzfrei" auf. Über 300 Menschen waren im letzten Jahr dabei. Der Demonstrationszug beginnt um 12 Uhr am Hauptbahnhof und wird vier Stunden lang durch die Wiesbadener Innenstadt ziehen. Neben Protesten vor verschiedenen pelzverkaufenden Geschäften werden die Aktiven ihre Meinung auch lautstark in der Fußgängerzone kundtun, und so auch die Passantinnen und Passanten informieren.
Tiere auf Pelzfarmen werden in der Regel nur neun Monate alt. Im Frühjahr werden sie geboren, verbringen ihr kurzen Leben in winzigen Drahtkäfigen, um im Herbst schließlich "geerntet" zu werden, wie die Pelzfarmer sagen. Nerze werden meist zu mehreren in eine Tötungsbox geworfen und vergast. Füchsen wird in der Regel je eine Elektrode in Mund und After gestoßen, um sie per Stromschlag zu töten. Etwa 50 Tiere sterben für einen Mantel. Der weit überwiegende Teil der Felle kommt aus dem Ausland, zum Beispiel aus China.
Mit ihren Protesten können die Tierrechtlerinnen und Tierrechtler eine Serie beachtenswerter Erfolge vorweisen. "Seit über zehn Jahren führen wir immer wieder konzentrierte Kampagnen gegen einzelne Modeketten durch", erklärt Victor Hahn, Sprecher der Demo-Organisatoren. Das bedeute regelmäßige, zum Beispiel wöchentliche, Proteste vor den Filialen der betroffenen Unternehmen, je nach Protestziel deutschlandweit oder auch international. Die Liste der Ketten, die so zum Ausstigt bewegt wurden, ist lang: Peek&Cloppenburg, Galeria Kaufhof, Karstadt, C&A, Appelrath-Cüpper und Escada sind nur die bekanntesten Namen.
Neben der Pelzindustrie werden die Aktivistinnen und Aktivisten auch auf andere Bereiche aufmerksam machen. "Tiere werden nicht nur für die Pelzindsutrie ausgebeutet, sonderen in fast allen Bereichen in unserer Gesellschaft. Deswegen protestieren wir in Wiesbaden auch gegen den Konsum von Fleisch und allen weiteren Tierprodukten", so Bettina Tilgner von Frankfurt Vegan. Am Abend findet zudem eine After-Party mit Livemusik in der Kulturkneipe Sabot statt.









