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Katholikentag: Christian Wulff rein, Eine-Welt-Partei raus

18.01.201215:34 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Katholikentag: Christian Wulff rein, Eine-Welt-Partei raus
Mitglieder des Arbeitskreises Christen in der Eine-Welt-Partei
Mitglieder des Arbeitskreises Christen in der Eine-Welt-Partei

(openPR) Auch Bundespräsident Christian Wulff wird auf dem Katholikentag im Mai 2012 in Mannheim sprechen. Dies teilte das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) am 13. Januar 2012 mit. Am selben Tag erhielt der Arbeitskreis Christen in der Eine-Welt-Partei eine Absage: Die Veranstalter widerriefen ihre Einladung und „verbindliche“ Zusage an den Arbeitskreis, sich mit einem Informationsstand auf der Kirchenmeile beteiligen zu dürfen. Grund sei, dass zur Kirchenmeile „politische Parteien grundsätzlich nicht zugelassen werden, egal welcher Couleur“.



Der Pressesprecher der Eine-Welt-Partei, Ulrich Matthias, äußert sich kritisch zu den Entscheidungen. Natürlich sei es in Ordnung, auch Wulff zum Katholikentag einzuladen, als Aushängeschild eigne er sich jedoch nach derzeitigem Stand nicht. Zudem wäre es interessanter, Wulff in ein Podium zum Thema „Ethik in der Politik“ einzuladen, statt, wie vorgesehen, zu einer Diskussion über den Dialog zwischen den Kulturen. Besonders enttäuschend sei aber die extrem spät erfolgte Absage an den Arbeitskreis Christen in der Eine-Welt-Partei. Dieser hatte am 03.05.2011 eine explizit an ihn adressierte Einladung zur Mitwirkung und am 22.09.2011 eine „verbindliche“ Bestätigung über die Beteiligung an der Kirchenmeile erhalten, an die sich die Veranstalter jetzt trotzdem nicht gebunden fühlen.

Laut Matthias sollte aus demokratischer Sicht eine parteipolitische Arbeit zugunsten einer friedlicheren, gerechteren und menschlicheren Welt nicht weniger gewürdigt werden als eine Lobbyarbeit, wie sie Schwerpunkt der Tätigkeit mancher anderer Organisation ist, die tatsächlich zur Kirchenmeile zugelassen wurde. Um dem Leitwort des Katholikentages „Einen neuen Aufbruch wagen“ gerecht zu werden, wäre es sinnvoll, auch neuen Wegen und neuen Schwerpunkten in der Politik offen gegenüberzustehen. Die Eine-Welt-Partei steht selbst einer Zusammenarbeit mit anderen Organisationen stets aufgeschlossen gegenüber. Sie gehört neben den Piraten zu den wenigen Parteien, die auch Doppelmitgliedschaften von Personen, die sich mehrere Parteien verbunden fühlen, ausdrücklich zulässt.

Matthias erinnert daran, dass auch der Veranstalter des Katholikentags, das ZdK, kaum als parteipolitisch neutral bezeichnet werden könne: Seitdem im Jahr 1967 Karl Fürst zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg wegen seiner NS-Vergangenheit den ZdK-Vorsitz niederlegen musste, seien ausschließlich Politiker der CDU und CSU zu ZdK-Vorsitzenden gewählt worden, wie zuletzt 2009 der ehemalige bayerische Landtagspräsident Alois Glück (CSU), der sich nun öffentlich darüber freut, Wulff für ein Podium auf dem Katholikentag gewonnen zu haben. Diese beiden Parteien würden sich aber aus christlicher Sicht zu sehr für das Wohl Deutschlands bzw. Bayerns statt vor allem für das Wohl der gesamten Menschheit einsetzen. Dies könne man z.B. an der Satzung der CDU erkennen, die immer noch die Arbeit „im Dienst des deutschen Volkes und des deutschen Vaterlandes“ in den Mittelpunkt stellt, oder dem Slogan „für ein starkes Bayern in Europa“ der CSU.

Mit seinem Infostand wollte der Arbeitskreis Christen in der Eine-Welt-Partei auch auf ein Anliegen von Päpsten und Bischöfen aufmerksam machen, das in der europäischen Politik bislang nur sehr wenig Beachtung findet: Die Forderung nach einer „echten politischen Weltautorität“. In der am 12. Januar 2012 von Kardinal Reinhard Marx in München vorgestellten Erklärung des Komitees der EU-Bischofskonferenzen COMECE „Eine Europäische Solidaritäts- und Verantwortungsgemeinschaft“ wird eine solche Weltautorität im Hinblick auf die ökologische Verantwortung und eine faire Weltwirtschaftsordnung als „unverzichtbar“ bezeichnet. Dies entspricht den Grundsätzen der Eine-Welt-Partei, die zudem gern darauf hinweist, dass eine Weltautorität und ein Weltparlament den Frieden wirksam sicherstellen könnten, so dass man auch wesentlich mehr staatliche Finanzmittel für Entwicklungszusammenarbeit statt für Rüstung verwenden könnte. Einige interessante Themen, mit denen sich die Eine-Welt-Partei befasst, wie etwa Weltföderalismus, Esperanto oder der Global Marshall-Plan, werden nun auf dem Katholikentag möglicherweise nicht zur Sprache kommen.

Da Mitglieder des Arbeitskreises Christen in der Eine-Welt-Partei auch in anderen christlichen Initiativen aktiv sind, verspricht man sich von dem Katholikentag trotz der Absage viele interessante Kontakte. Besonders freut man sich aber auf den Evangelischen Kirchentag 2013 in Hamburg. Dort seien nämlich auch politische Parteien, die sich für die Ziele des Kirchentags engagieren, stets willkommen. Der Arbeitskreis Christen in der Eine-Welt-Partei hat sogar eine Losung für den Kirchentag vorgeschlagen: „Ein Leben in Fülle“ gemäß Joh 10,10. Denn dies lenke den Blick auf das wichtigste Problem unserer Zeit, die Kluft zwischen Arm und Reich.

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