(openPR) Nicht wenige Deutsche geben ihren alten Wohnsitz in der Heimat auf und verlegen ihn bekanntlich in wärmere Länder wie z.B. Spanien. Ihren dortigen Lebensunterhalt finanzieren sie mit den in Deutschland erworbenen Euros.
„Ich habe noch niemals davon gehört, daß dieser Geldtransfer der spanischen Volkswirtschaft irgendwie schadet oder geschadet hätte.
Für Spanien ist es also völlig unerheblich, ob das Geld zum Beispiel aus einer deutschen Rentenkasse stammt, aus einem deutschen Sparbuch oder aus der Haushaltsauflösung in Deutschland.
Der Geldtransfer ist für die Spanier von unbestreitbarem Nutzen“, so Gerhard Hein.
Ähnlich verhalte es sich mit den Euros ausländischer Investoren. Sie sind in der Regel hochwillkommen. Und die Transfers des deutschen Länderfinanzausgleichs funktionieren ja auch einwandfrei zum Vorteil und Nutzen der Empfänger.
Diese Beispiele zeigen uns: Wo und wie das Geld geschöpft wird, welches von der einen in die andere Volkswirtschaft fließt, ist grundsätzlich uninteressant!
Könnte dieser Sachverhalt nicht auch für die Entwicklung eines Verfahrens zur Vermeidung von Staatsschulden nützlich sein?
Nach Meinung von Hein liegt der Gedanke nahe, die einzelnen Volkswirtschaften jeweils in zwei voneinander unabhängige Wertschöpfungsbereiche zu unterteilen. So könne er sich den Bereich für die sozialen und gemeinnützigen Aufgaben von Staat und Kommunen als einen Sonderwirtschaftsbereich vorstellen, der sich selbst finanziert. Grundlage für die Selbstfinanzierung wären gesetzliche Regeln für eine bedarfsorientierte „Soziale Wertschöpfung“. Eine Finanzierung durch Steuern oder durch Staatsverschuldung wäre überflüssig.
Wir hätten dann nebeneinander die Bereiche Marktwirtschaft und Sonderwirtschaft. Die beiden Wirtschaftsbereiche stünden in einer symbiotischen Beziehung zueinander, also in einer Beziehung zum gegenseitigen Vorteil und Nutzen. Denn im Zuge der sozialen und gemeinnützigen Aufgabenerfüllung (z.B. für das Bildungs- und Gesundheitswesen, für soziale Sicherheit, Natur- und Umweltschutz, Infrastruktur usw.) gerieten die Euros aus der Sonderwirtschaft in den Geldkreislauf der Marktwirtschaft.
Weitere Einzelheiten siehe in dem Entwurf eines Gemeinwohlfinanzierungsgesetzes unter www.stiftung-europaverstaendigung.de/gemeinwohl .





















