(openPR) Es mangelt an Visionen für die Bewältigung von Staatsschuldenkrisen. So die Meinung von Gerhard Hein, ehemals Vorsitzender von Stiftung Europaverständigung e.V..
Das gegenwärtige, marktabhängige System zur Finanzierung der öffentlichen Aufgaben von Staat und Kommunen habe sich zunehmend als untauglich erwiesen. Es sei notwendig, eine Alternative zu entwickeln, die das Gemeinwohl unabhängig vom Steueraufkommen mache, welches durch marktwirtschaftliche Wertschöpfung ermöglicht werde.
Für die zielgerichtete Entwicklung der Alternative schlägt Hein die Bildung einer europäischen „Laborejo für soziale Wertschöpfung“ vor. In der Laborejo (international für Werkstatt) sollen die gesetzlichen Regeln für die soziale Wertschöpfung erarbeitet werden, einschließlich der Sanktionen gegen ihren Missbrauch. Die Regeln müssten vom Europäischen Parlament beschlossen werden. Als Denkanstoß möge der Entwurf eines Gemeinwohlfinanzierungsgesetzes dienen – siehe www.stiftung-europaverstaendigung.de/gemeinwohl .
Es sei ausdrücklich betont, daß die Marktwirtschaft dadurch nicht überflüssig wird. Ihr werde aber ein auf das Soziale und Gemeinnützige spezialisiertes Wertschöpfungsverfahren zur Seite gestellt. Beide Wertschöpfungsverfahren zusammen würden im Sinne einer Symbiose zum gegenseitigen Vorteil wirken, so Hein.
Soziale Wertschöpfung orientiert sich nicht am finanziellen Gewinn, sondern am Gemeinwohl.













