(openPR) Was für Eingeweihte eine nutzbringende Kombination von Themengebieten ist, kann bei Laien diffuse Ängste wecken: Lebensmittel und Biotechnologie scheinen sich zumindest für Gegner der grünen Gentechnik auszuschließen. Das Eine sollte synonym für rein, gesund, lecker, natürlich stehen, das Andere für synthetisch, chemisch, künstlich, nicht einschätzbar, möglicherweise gefährlich.
Dass Biotechnologie im Gegenteil Lebensmittel sicherer machen kann, möchte die Deutsche Messe AG im Rahmen ihres neuen Themenschwerpunktes Lebensmittelbiotechnologie zeigen. Mit großem Engagement haben die Verantwortlichen eine Sonderausstellung, ein Symposium, eine Pressekonferenz und öffentliche Vorträge zum Thema organisiert. Dass der Lebensmittelbereich erst jetzt angesprochen wird, ist fast verwunderlich. Basiert zum Beispiel die Analytik der unterschiedlichsten Lebensmittelinhaltsstoffe oder Kontaminanten doch längst auf biotechnologischen Methoden. Dennoch überlies man in Hannover die Lebensmittelthemen den einschlägigen Lebensmittelmessen. Biotechnologisch hergestellte Zusatzstoffe und Aromen oder Fermenter-basierte Produktionsverfahren fanden dort aber nicht unbedingt ihr Zielpublikum.
Wer offen für innovative Analysemethoden und Prozesstechnologien ist, findet nunmehr in der Halle 9 der Messe Produkte, Dienstleister und Partner rund um das Thema Lebensmittelbiotechnologie. Wer sich über Möglichkeiten und Forschungsprojekte informieren möchte, kann sich beim angeschlossenen Symposium unter der Leitung von Prof. Dr. Klaus-Dieter Jany, EFSA-Panelmitglied - zusammengefasste Berichte von Deutschlands renommiertesten Wissenschaftlern abholen. Und in offenen Kurzreferaten präsentieren Hersteller hochsensitiver Testsysteme ihre Produkte im Rahmen der Sonderschau. Highlight der Sonderschau-Vorträge wird der Beitrag des streitbaren Lebensmittelchemikers Udo Pollmer sein, dem - laut Wikipedia – „Enfant terrible“ der deutschen Ernährungswissenschaft. Pollmer ist wissenschaftlicher Leiter des Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften e. V. (EU.L.E. e.V.), das sich zur Aufgabe gemacht hat, die Fülle an Informationen auf dem Gebiet der Ernährung zu analysieren und die Ergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Pollmer wird die Kombinationsmöglichkeiten zwischen Lebensmitteln und Biotechnologie beleuchten und Ablehnungs- und Akzeptanzargumente analysieren.
Interessenten am Messebesuch, interessierte Aussteller und Teilnahmeinteressierte für das Symposium können sich über die Homepage der Biotechnica 2011 anmelden.











