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Woher kommt die Rinderkrankheit chronischer Botulismus ? AVA-Chef EG Hellwig im Interview mit NDR-Fernsehen

28.07.201118:29 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Woher kommt die Rinderkrankheit chronischer Botulismus ? AVA-Chef EG Hellwig im Interview mit NDR-Fernsehen

(openPR) Die Frage, warum es in den letzten beiden Jahren zu dem gehäuften Auftreten der Faktorenerkankung chronischem Botulismus gekommen ist, stellte das NDR-Fernsehen am 27.Juli 2011 auch dem Leiter und Gründer der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) im münsterländischen Horstmar-Leer, Fachtierarzt und Agrarwissenschaftler Ernst-Günther Hellwig, Ein NDR-Team war deshalb in die Akademie angereist.. Die Meinung des Veterinärs und studierten Landwirtes: "Biogasanlagen bieten ein phantastisches Milieu für Bakterien wie Clostridium botulinum. Da diese sich relativ schnell versporen, kann die Möglichkeit bestehen, dass mit der Biogasrestmasse Unmengen von Botulismussporen in die Umwelt gelangen. Das "Gleichgewicht" der Sporen ist dann wohl gestört und die Tiere (u.a. Kühe) nehmen vermehrt diese Botulinumsporen über das Futter auf. So wäre das gehäufte Auftreten des chronischen Botulismus in Rinderherden zu erklären". Diese Meinung teilen noch viele andere Wissenschaftler, wird jedoch u.a. vom Fachverband Biogas bestritten. Zu Sporen von Clostridium botulinum, den sehr widerstandsfähigen Dauerformen dieser Bakterien, gibt es in Deutschland keine wissenschaftlichen Untersuchungen. Als "Vergleichskeim" wird immer wieder das Bakterium Clostridium perfringens genannt, welches aber ganz andere Eigenschaften als das gefährliche Cl. botulinum hat. Der chronische Botulismus bei Kühen kann gewissermaßen mit dem Säuglingsbotulismus verglichen werden. Hier der Link der NDR-Sendung vom 27.7. 2011:


http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/s-h_magazin/media/shmag10707.html
Der NDR hat weiter recherchiert und in seinen Lokalsendungen in Schleswig-Holstein und Niedersachsen mehrfach über die Problematik des chronischen Botulismus berichtet. Da die Erkrankung weder anzeigepflichtig oder meldepflichtig ist, wird von offizieller Seite (auch unsere Regierung) das Problem anscheinend nicht ernst genug genommen. "Schuld seien die Landwirte selbst, die das Futter- und Hygienemanagement nicht im Griff hätten", so der Tenor der Offizialberatung und Veterinäre. Man spricht sogar von einer Berichterstattung zum Thema als "Sommerlochjournalismus". Eine Anfrage der Grünenfraktion in Berlin mit 30 Fragen (17/6185) an die Bundesregierung im Juni 2011 bestätigt, dass der Bundesregierung keine Angaben darüber vorliegen, wie viele landwirtschaftliche Betriebe bundesweit vom chronischen Botulismus betroffen seien (Antwort 17/4542). Man sieht bisher kaum Handlungsbedarf, die Infektionswege aufzuklären. Da die Erkrankung auch auf den Menschen übertragen werden kann, ist für viele Wissenschaftler nicht nachvollziehbar, warum man die Erforschung des gehäuft auftretenden chronischen Botulismus nicht vorantreibt. Auf der Webseite der AVA (www.ava1.de) sind eine Vielzahl von Links zum chronischen Botulismus zu finden.
Unverständlich bleibt auch, warum gerade der Fachverband Biogas Hellwig u.a. als "Wichtigtuer" und "ohne Sachverstand" mit "Eigeninteressen" tituliert und diffamiert. Was muss man denn in den Augen des Fachverbandes noch studiert haben, um ernst genommen zu werden? Für den Fachtierarzt und Agrarwissenschaftler Hellwig ist es nicht zu verstehen, warum der Fachverband jegliche Zusammenarbeit ablehnt, um die wichtigen Fragen, die letztendlich auch unsere Volksgesundheit betreffen, eindeutig zu klären. Die von der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) veröffentlichte GÖTTINGER ERKLÄRUNG macht auf den enormen Forschungsbedarf aufmerksam und fordert alle Fachleute auf, schnellstmöglich alles zu tun, den Sachverhalt wissenschaftlich zu bearbeiten.

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