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Chronischer Botulismus in Milchviehherden

23.06.201013:25 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Chronischer Botulismus in Milchviehherden
Werden die Erreger über Grundfutter (hier Mais) in Milchviehherden eingetragen?
Werden die Erreger über Grundfutter (hier Mais) in Milchviehherden eingetragen?

(openPR) Es häufen sich die Berichte von Erkrankungen in Milchviehbetrieben, die mit großer Wahrscheinlichkeit in der Aufnahme von mit Clostridium botulinum kontaminiertem Grundfutter (Maissilagen, Grassilagen) ihren Ursprung haben. Klinische Anzeichen sind Leistungsdepressionen, wie Rückgang der Milchleistung der Herde, bzw. einzelner Kühe, später Bewegungsstörungen (taumeln) bis hin zum Festliegen der Kühe, Abmagern, Speicheln, veränderter Pupillenreflex, ,… . Es verenden auch eine Vielzahl dieser Tiere, jedoch wird die Todesursache allzu oft anderen Erkrankungen zugeordnet, da dieses Krankheitsbild des chronischen Botulismus, verursacht durch Clostridium botulinum, noch nicht offiziell anerkannt wurde. Der akute Botulismus ist seit Beginn des 19. Jahrhundert bei Mensch und Tier beschrieben und auch anerkannt. Hierbei werden plötzliche Todesfälle bei oraler Aufnahme über das Futter (Essen) von massiv kontaminiertem Botulinumtoxin beschrieben, welches von den Bakterien Clostridium botulinum produziert werden.



Prof. Dr. Dirk Dressler, medizinische Hochschule Hannover, stellte auf der 9. Haupttagung der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) (Gründer und Leiter: Fachtierarzt und Diplomagraringenieur Ernst-Günther Hellwig) das neue Krankheitsbild des chronischen Botulismus erstmals auch beim Menschen vor. Diese Erkrankung scheint also vom Tier auf den Menschen übertragbar zu sein (Zoonose). Auch einige Tierärzte haben sich bereits infiziert, und so sehen die Tierärztinnen und Tierärzte, Teilnehmer der 9. AVA-Haupttagung in Göttingen, unbedingten Forschungsbedarf zur Abklärung dieses neuen Krankheitsbildes. Es wurde deutlich die Frage gestellt, inwieweit die Biogasrestgärmasse aus Biogasanlagen hieran beteiligt zu sein scheint. Die Professoren, Dres. Monika Krüger (Leipzig) und Helge Böhnel (Göttingen), referierten u.a. dazu auf der 9. AVA-Haupttagung und kritisierten, dass zur wissenschaftlichen Klärung der Fragen ihnen keine Forschungsgelder zur Verfügung stünden. In der GÖTTINGER ERKLÄRUNG der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) wird von den Veterinärmedizinern gefordert, die offenen Fragen zum chronischen Botulismus unbedingt abzuklären. Politik und Industrie sind gleichermaßen aufgefordert, unverzüglich entsprechende Forschungsgelder zur Verfügung zu stellen.
In der aktuellen Nr. 33 der NUTZTIERPRAXIS AKTUELL (NPA), der Fachzeitschrift für die tierärztliche Bestandsbetreuung, wird über den chronischen Botulismus in mehreren Artikel berichtet.

Auf der Webseite der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) unter www.ava1.de wurde ein Link zur Botulinumproblematik eingerichtet, der neben Informationen zur Sache auch dazu auffordert, Berichte und Erfahrungen zum chronischen Botulismus mit einzubringen.
Eine spezielle Botulinumtagung am 30. 9. 2010 im Seminargebäude der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) beschäftigt sich mit dem neuen Krankheitsbild des chronischen Botulismus.

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