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Ergebnisse der Botulinumtagung der Agrar- und Veterinär- Akademie

03.11.201016:53 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Ergebnisse der Botulinumtagung der Agrar- und Veterinär- Akademie
Biogasanlage
Biogasanlage

(openPR) Nicht nur von der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) und den Tagungsteilnehmern der kürzlich stattgefundenen AVA- Botulinumtagung (*) im münsterländischen Horstmar-Leer wurden u.a. Bedenken geäußert, dass mit dem Ausbringen von Biogas-Restgärsubstrat auf Äcker und Wiesen gegebenenfalls auch Krankheitserreger für Mensch, Tier und Pflanze verbreitet werden können. Als Beispiel sei Clostridium botulinum genannt, das als Zoonoseerreger seit 115 Jahren bekannt ist. Dieses anaerob wachsende, Sporen bildende Bakterium, kann durch Stoffwechselprodukte, sog. Toxine, nachweislich Krankheiten bei Mensch und Tier auslösen, die als Botulinumtoxikose („chronischer Botulismus“) bezeichnet werden. Dies wurde auf der kürzlich stattgefundenen zweitägigen AVA-Tagung durch Wissenschaftler bestätigt.



Die Biogasgewinnung aus organischem Material wird gern als vergleichbar mit den Vorgängen im Kuhmagen beschrieben, in dem sich C. botulinum vermehren kann.

Es ist bekannt, dass in verschiedenen organischen Substraten, die zur Biogasgewinnung genutzt werden, C. botulinum in unterschiedlicher Anzahl enthalten sein kann. Dieses wird in den Vorschriften zum Kreislaufwirtschaftsgesetz nicht erwähnt; deshalb wird auch nicht darauf hin untersucht. Eine Bezeichnung „hygienisch einwandfrei“ ist somit irreführend. Da die Gefahr besteht, dass C. botulinum in der Umwelt angereichert wird, könnte eine unkontrollierbare Gefahrensituation für zukünftige Generationen entstehen.

Um eine Minimierung der Gesundheitsgefahren für Mensch und Tier durch das Ausbringen der Restgärsubstrate zu erreichen, müssen Untersuchungen/Forschungen zu folgenden Fragestellungen dringend durchgeführt werden:
1. Welches Substrat darf nicht zur Biogasgewinnung verwendet werden, weil es C. botulinum enthält? (Risikomaterialien)
2. Welchen Einfluss haben Mischungen aus verschiedenen Substraten auf Vermehrung, Versporung bzw. auch Absterben von etwa in das System eingebrachte C. botulinum im Gär- und Nachgärbehälter?
3. Welche Technologie reduziert die Sporenlast im Gärsubstrat, das als Dünger bzw. Bodenhilfsstoff ausgebracht wird?
4. Welche Ausbringungstechnik vermindert eine Freisetzung etwaiger Sporen durch z.B. Staub, Wasser oder Insekten und somit etwaige Infektionen (chronischer Botulismus) des Magen-Darm- bzw. Respirationstraktes von Mensch und Tier?
Diese Untersuchungen sollten als Querschnittsuntersuchungen unter verschiedenen Produktionsbedingungen durchgeführt werden. Beteiligt sein müssen hierbei die vor- und nachgelagerte Landwirtschaft, die Biogastechnologie, Veterinär- und Humanmedizin.

Die Ergebnisse werden verantwortungsbewussten Politikern Argumente an die Hand geben, um bei Bedarf eine entsprechende gesetzliche Umsetzung zu ermöglichen.


(*) Der 148 Seite starke Tagungsband zu Botulinumtoxikosen bei Mensch und Tier kann zum Preis von 12.50€ (+ Porto/Verpackung) in der Geschäftsstelle der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) unter E-Mail , tel: 02551-7878, fax: 02551-83 43 00 oder www.ava1.de bestellt werden.


Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA)
Dorfstr. 5
48612 Horstmar-Leer
Tel.: 02551-7878
Fax: 02551-834300
Mail: E-Mail
www.ava1.de

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