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Biogasanlagen und chronischer Botulismus bei Mensch und Tier

10.12.201016:55 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Biogasanlagen und chronischer Botulismus bei Mensch und Tier
Chronischer Botulismus in Milchviehehrden
Chronischer Botulismus in Milchviehehrden

(openPR) Die Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) im münsterländischen Horstmar-Leer beschäftigt sich seit der 9. AVA-Haupttagung im Frühjahr 2010 intensiv mit der Probklematik der neuen teils sehr dramatisch verlaufenden Faktorenerkrankung CHRONISCHER BOTULIMUS bei Mensch und Tier. Im Rahmen der GÖTTINGER ERKLÄRUNG, die von der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) initiert wurde, fordern Tierärzte die Klärung dieses in letzter Zeit massiv aufgetretenden Krankheitsgeschehen, welches nachgewiesenermaßen Rinder (Milchkühe), Schweine, Pferde, aber auch Landwirte und Tierärzte, die mit erkrankten Tieren in Kontakt gekommen sind, betreffen können. Die Ursachen dieser neuen Faktorenkrankheit sind letztendlich nicht geklärt, was u.a. auf der zweitägigen Botulismusveranstaltung der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) intensiv diskutiert wurde. Die Existenz und das Außmaß dieses Krankheitsbildes wurde in vielen Beiträgen aus Wissenschaft und Praxis bestätigt. Ein Ignorieren und Negieren spricht z.B. gegen die GVP (Good Veterinary Practise).


In einem Fachartikel in der aktuellen Ausgabe(Nr. 35, 2010) der NUTZTIERPRAXIS AKTUELL (NPA), dem Fachorgan für tierärztliche Bestandsbetreuung, beschreibt der Rechtsanwalt Dr. Burkhardt Oexmann aus Hamm die unbedingte Beachtung des Infektionsschutzgesetzes und der Zoonosenverordnug (unter den GVP – und ITB- Richtlinien) beim Auftreten von chronischem Botulismus in einem Tierbestand. Es bestehe sofort Handlungsbedarf, weil sowohl Tiere als auch Menschen an chronischem Botulismus sehr schwer erkranken können. Im Rahmen von Haftungsfragen wird dies zukünftig eine wichtige Rolle spielen.
Welche Rolle nun die Biogasanlagen in diesem Geschehen spielen, muss unbedingt geklärt werden. Der Leiter der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA), Fachtierarzt und Diplomagraringenieur Ernst-Günther Hellwig, fordert die Biogasindustrie auf, entsprechende Untersuchungen zur Sporenproblematik von Clostridium botulinum beim Substrateinsatz von Risikomaterialien wie Hühnermist, Schlacht- und Speiseabfälle durchzuführen. Bestehen hier Zusammenhänge zwischen Biogassubstraten (Biogasrestmasse) und dem starken Anstieg von Clostridiensporen, kämen natürlich z.B. nicht nur im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes immense Schadenersatzforderungen auf den Tisch.
Der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer, Journalist und wissenschaftlicher Leiter des Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften (EU.L.E), hat in einem Artikel im Science-Skeptical Blog vom 8.12. 2010 zu dieser neuen gefährlichen Krankheitsform bei Tier und Mensch und deren möglichen Ursachen Stellung bezogen (http://www.science-skeptical.de/blog/die-neuen-akw-algenkraftwerke/003435/). Er spricht ganz deutliche Warnungen aus.

Es besteht unbedingter Handlungsbedarf. Bisher schweigen u.a. Politiker, Bauernverbände und Biogasindustrie. Die Göttinger Erklärung wird als „Quatsch“ abgetan, die nur Landwirte „verunsichern würde“. „Es wäre nichts bewiesen“, so die Kritiker der Göttinger Erklärung zum chronischen Botulismus.

„Das da etwas ist, kann keiner mehr bezweifeln! Jetzt ist es an der Zeit, die Ursachen zu ergründen, um nicht die Gesundheit von Mensch und Tier dauerhaft zu gefährden“, so der Gründer und Leiter der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) Ernst-Günther Hellwig.

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 2009

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