(openPR) Wenn ein geliebter Mensch stirbt, ob plötzlich und unerwartet etwa durch einen Unfall, oder nach langer schwerer Krankheit, fühlen sich viele Menschen in ihrer Trauer allein. Das Umfeld ist mit der Trauer der Betroffenen oft überfordert oder scheut unter Umständen die Auseinandersetzung mit der Endlichkeit menschlicher Existenz. Die Inanspruchnahme professioneller, sprich psychologischer Hilfe, ist wiederum für viele Menschen mit einer hohen Hemmschwelle verbunden.
Christel Eppelt, vom Hospizdienst der Euskirchener Caritas, kennt das Problem: „Angehörige melden sich bisweilen selbst nach langer Zeit wieder bei uns und suchen Hilfe in ihrer Trauer.“ Denn wenn der Tod nach einer längeren Begleitung durch den Hospizdienst aufgrund einer schweren Krankheit eintritt, fehlt bislang im Anschluss ein adäquates Hilfsangebot für Trauernde im Kreis Euskirchen. Trauer sei laut Eppelt nichts Krankhaftes sondern eine angemessene Reaktion auf einen schweren Verlust: „Wer in der Trauer den Boden unter den Füßen verliert, sehnt sich nach jemandem, der ihm zuhört, der ihm beisteht und ihm wieder Stehvermögen vermittelt.“
Deshalb bietet der ambulante Hospizdienst der Caritas Euskirchen jetzt ein offenes Trauercafé an. Im Servicezentrum „Café Insel“, in der Frauenberger Straße 2-4 in Euskirchen, können sich Betroffene künftig an jedem ersten Freitag im Monat austauschen und so Trost und Kraft finden. Trauernde können hier in ungezwungener Atmosphäre bei Kaffee, Tee und Kuchen ihre Erfahrungen miteinander teilen. „Wir möchten einen Raum schaffen, in dem Trauernde einander zuhören oder auch einfach nur schweigen können. Wo sie aber auch, trotz allem Schmerz, wieder einmal mit anderen lachen und die Freude am Leben wieder entdecken können“, so Eppelt.
Unterstützt wird die Caritas dabei von acht speziell geschulten, ehrenamtlichen Trauerbegleiterinnen. Esther Baumgärtner, Kornelia Esch, Martina Felsch, Elke Geulen, Astrid Halbach, Lisa Hanstein, Christel Rodemers-Thomas und Monika Rüth haben im vergangenen dreiviertel Jahr in 95 Unterrichtsstunden die Basisqualifizierung nach der Bundesarbeitsgemeinschaft Trauerbegleitung erworben.
Das Trauercafé findet jeden 1. Freitag im Monat um 15.30 Uhr im Caritas-Servicezentrum „Café Insel“, in der Frauenberger Straße 2-4, in Euskirchen statt. Das Angebot ist offen für alle Menschen, die nicht allein in ihrer Trauer bleiben wollen, unabhängig von Konfession, Alter oder Geschlecht. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.












