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Viele gute Ansätze, aber wenig Konkretes

23.06.201117:14 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Viele gute Ansätze, aber wenig Konkretes
sentiso - das Netzwerk für Projektarbeit von Fachkräften im Ruhestand
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(openPR) Fachkräftegipfel kann von Beispielen aus der privaten Wirtschaft lernen

Hamburg, 23. Juni 2011 – Die konkreten Ergebnisse des Fachkräftegipfels der Bundesregierung mit den Vertretern von Gewerkschaften und Wirtschaftsverbänden bleiben überschaubar. Beschlossen ist lediglich, dass die Vorrangprüfung für ausländische Ärzte und Ingenieure abgeschafft werden soll. Damit wird zumindest die Einwanderung einiger qualifizierter Spezialisten erleichtert. Einig ist man sich auch darüber, dass Ältere länger in Arbeit bleiben und die junge Generation besser qualifiziert werden soll. Die Schritte zur Erreichung dieser Ziele bleiben aber offen. Dabei ist die Lage bereits heute kritisch und Handeln gefragt. In den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – den sogenannten MINT-Qualifikationen – fehlen aktuell bereits 150.000 Fachkräfte, meldet die Arbeitgebervereinigung BDA. Auch in der Pflege und bei den Medizinern sieht es nicht besser aus. Bis 2025 mangelt es laut dem Institut zur Zukunft der Arbeit deutschlandweit an etwa 350.000 Arbeitskräften. Das Potenzial der Erwerbstätigen geht im selben Zeitraum um rund 6,5 Millionen Personen zurück. Der demographische Wandel ist damit im europäischen Vergleich in Deutschland am stärksten spürbar. Daher ist es wichtig, schnell konkrete Lösungsvorschläge für das Problem zu entwickeln.



Gerade bei den Älteren, also den Arbeitnehmern über 55 Jahren, wird das größte Potenzial an Erwerbspersonen vermutet. Die Bundesagentur für Arbeit sieht hier 0,5 bis 1,2 Millionen zusätzliche Arbeitskräfte. Entgegen vielfach verbreiteter Vorurteile sind diese Personen auch nicht weniger leistungsfähig. Dies betrifft sowohl geistige als auch leichte körperliche Arbeiten. Eine kürzlich durchgeführte Studie des Mannheim Research Institute for the Economics of Aging ergab, dass mit dem Alter keine Verringerung der Produktivität einhergeht. Insbesondere in den Bereichen Erfahrung, Wissenstransfer, Qualitäts- und Verantwortungsbewusstsein sowie soziale Kompetenzen sind ältere den jüngeren Mitarbeitern sogar überlegen. Zudem wollen mehr als 47 Prozent der Ruheständler noch arbeiten, so das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung. Auch bei der jüngeren Generation bestehen laut Bundesagentur noch Möglichkeiten zur Steigerung des Fachkräfteangebotes. Wenn hier die Anzahl der Schulabgänger ohne Abschluss reduziert werden kann, wird mit bis zu 0,3 Millionen zusätzlichen Fachkräften gerechnet.

Die private Wirtschaft macht es der Politik vor, wie diese Potenziale konkret genutzt werden können. Mit sentiso wurde zum Beispiel eine neue Dienstleistung entwickelt, die die wertvolle Ressource der Fachkräfte im Ruhestand noch einmal reaktiviert. „Wir möchten der älteren Generation die Möglichkeit bieten, sich wieder aktiv einzubringen und etwas hinzuzuverdienen. Viele Ruheständler sind hochqualifiziert und motiviert, noch einmal in ihrem erlernten Beruf mit ihren Erfahrungen tätig zu werden“, so Jakob Knolle, Geschäftsführer der sentiso GmbH. Hierzu wurde mit www.sentiso.de eine Online-Plattform geschaffen, auf der Fachkräfte im Ruhestand direkt mit Unternehmen zusammenkommen, die den Wert der älteren Generation erkannt haben und schätzen. „Wir ermöglichen, dass sich Erfahrungsangebot und Erfahrungsnachfrage treffen. Die Ausgestaltung der Zusammenarbeit wird dabei den Fachkräften und den Unternehmen überlassen. Vermittlungsprovisionen oder Zeitarbeitsverträge finden keine Verwendung, da wir eine größtmögliche Freiheit zwischen den Parteien gewährleisten möchten“, so Knolle weiter. Jeden Tag melden sich weitere interessierte Senior-Fachkräfte. Dieses Beispiel einer pragmatischen Lösung zeigt, wie einfach dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden kann. Andere Ansätze bieten weitere Wege aus dem Fachkräftemangel, wie etwa das Projekt „Rock your Life!“. Dieses will die Quote der Schulabbrecher verringern. Hierbei wird von engagierten Studenten eine Patenschaft für lernschwache Schüler übernommen und gemeinsam durch ein Coaching auf einen Abschluss hingearbeitet – mit großem Erfolg und aktuell rund 400 Coachingbeziehungen. Die Politik sollte sich von bestehenden Ideen inspirieren lassen und auf diesen aufbauen. So kann es mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung gelingen, den demographischen Wandel zu meistern.

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