(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Der Rettungsschirm funktioniert, der Euro bleibt stabil und sorgt – bei stoisch verharrenden Rohölnotierungen – für deutlich sinkende Preise beim Heizöl hierzulande. Vom hiesigen Handel ist leicht gesteigertes Interesse zu vernehmen.
Dienstag gleich Montag, Montag gleich Dienstag – wenn man die Verläufe der europäischen Rohöl-Referenzsorte Brent an beiden Tagen übereinanderlegt, erhält man deckungsgleiche Bilder hinsichtlich Höhe und Verlauf. Sprich: Gegen Mittag ging es mal nach oben, um am Nachmittag genau da zu stehen, wo man am Morgen startete. US-Leichtöl (WTI) nahm einen etwas anderen Verlauf, legte gestern zu, bewegte sich dafür heute gar nicht.
Fundamental lässt sich das leicht erklären, gibt es doch wenig Neues zu berichten. Deswegen ist das Orientieren der Preise fürs Rohöl und seiner Produkte an den Finanztiteln mehr als nur eine schlechte Angewohnheit, schon fast eine Notwendigkeit. Heute schielten Anleger auf den Rettungsschirm mit der gigantischen und an sich unvorstellbaren Summe von 700 Milliarden Euro. Der machte die Einheitswährung stabil, der Dollar gab nach. Der dazugehörige Automatismus lautet: Dollar runter, Heizölpreis in Deutschland runter – jedenfalls dann, wenn der Rohölpreis stabil bleibt. Und das war ja heute der Fall.
Folglich sanken die Heizölpreise um 1,26 Euro auf 81,11 für die 100 Liter-Partie HEL bei einer Gesamtliefermenge von 3.000 Litern. Vom Handel war aus einigen Regionen am Vormittag, als die Preise leicht stiegen, etwas mehr Interesse vermeldet worden als an den wie tot anmutenden Tagen zuvor. Als die Preise an den Börsen jedoch wieder nachgaben, erlahmte auch der Kauf-Elan. Kunden spekulieren demnach auf weiter fallende Kurse. Der komplette Beitrag nebst einer Einschätzung, wie sich die Preise seit 2006 in den kommenden 2 Monaten nach dem jeweiligen 21. Juni entwickelten, kann hier gelesen werden: http://www.brennstoffspiegel.de/aktuelles.html?newsid=10352
Frank Urbansky
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