(openPR) Seit dem Studienbeginn Anfang April 2011 präsentiert sich die neue private Hochschule der Wirtschaft für Management (in Gründung) mit Sitz in Mannheim als attraktive Bereicherung der Hochschullandschaft in der Region. In ihrer ersten Fachkonferenz am 31. Mai 2011 wurden Lösungsansätze für das Gewinnen, Ausbilden und Integrieren von Fach- und Führungsnachwuchspersonen für den Arbeitsmarkt der Zukunft diskutiert.
Das hochkarätig besetztes Podium mit Prof. Dr. Peter Frankenberg, Vorstandsvorsitzender der Heinrich-Vetter-Stiftung, und Heinrich Alt, Vorstand Grundsicherung bei der Bundesagentur für Arbeit an der Spitze, haben mit ihren Impulsreferaten Anstöße zur Realisierung der Zukunftsfähigkeit des Bildungssystems gegeben. Dabei wurden Lösungen für das „Trilemma“ am Arbeitsmarkt der Zukunft mit den Problemen Fachkräftemangel, Arbeitslosigkeit sowie das häufig fehlende Zusammenpassen von Mitarbeitern und Unternehmen, auch "Mismatch" genannt, aufgezeigt.
In der Podiumsdiskussion standen die Engpässe an qualifiziertem akademischem Nachwuchs aufgrund der demografischen Entwicklung sowie die Gewinnung von künftigen Fach- und Führungsnachwuchspersonen im Mittelpunkt. Weitere Teilnehmer der Runde waren Mustafa Baklan, ein mittelständischer Unternehmer aus Mannheim, die Geschäftsführer der IHK Rhein-Neckar, Harald Töltl, der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald, Nikolaus Teves, die Regionalleiterin der deutschen Goethe-Institute, Angela Kaya sowie der Lead-Investor der Hochschule, Hartmut Kiry aus Altenkirchen. Für die Stadt Mannheim sprach Dr. Wolfgang Miodek ein Grußwort. Er stellte die Bedeutung des Hochschulstandortes für die zukünftige Wissenschaftsmeile der Stadt Mannheim heraus.
Der designierte Präsident der Hochschule, Prof. Dr. Franz Egle, konnte über 100 Gäste begrüßen, darunter den „Anstifter“ der neuen Hochschule Prof. Dr. Carl-Heinrich Esser, Vorstandsvorsitzender des Heinrich-Vetter-Forschungsinstituts e.V. für Arbeit und Bildung. Die Veranstaltung fand in der Aula der neuen Management-Hochschule auf dem ehemaligen Areal der Vögele AG statt.
Professor Frankenberg: „Ein wichtiger Aspekt wird künftig sein, dass unsere hervorragend ausgebildeten Hochschulabsolventen unserem Land auch erhalten bleiben. Derzeit bewegen sich mehr junge Akademiker ins Ausland, als sich ausländische Absolventen Deutschland als ihren Lebensmittelpunkt und berufliche Basis auswählen. Ein weiteres Ziel muss es sein, dass Hochschulen und Wirtschaft noch mehr kooperieren mit dem Ziel, auch die Einnahmequellen der Hochschulen zu optimieren. Fort- und Weiterbildung im Bereich der Hochschulen werden immer wichtiger, hier geht die neue Hochschule der Wirtschaft für Management mit sehr gutem Beispiel voran“.
Heinrich Alt: „Der deutsche Arbeitsmarkt hat sich im Vergleich zu anderen Industriestaaten recht rasch von der Krise erholt. Aber ein Blick in die Zukunft zeigt uns, dass der Bevölkerungsanteil im erwerbsfähigen Alter zunehmend kleiner wird, was zu neuen Problemen führt. Das Erwerbspersonenpotenzial wird sich bis 2025 um rund 6,5 Millionen Personen verringern. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Akademikern weiter an. Das Fachkräfteangebot lässt sich nur durch einen Mix verschiedener Hebel nachhaltig steigern. Zum einen mit Erhöhung der Anzahl qualifizierter Arbeitskräfte, zum anderen durch Erhöhung der Wertschöpfung von Arbeit in Deutschland sowie durch die Erhöhung der Wertschöpfung der Arbeitskräfte. Die Fachkräftesicherung kann nur durch ein vernetztes Agieren aller Beteiligten gelingen“, dazu gehören auch neue Netzwerke von Schulen, Hochschulen, Unternehmen, der Kammern sowie der Goethe-Institute.
Alt sieht weitere Ansatzpunkte zur Behebung oder Verringerung des Fachkräftemangels durch Erweiterung des Berufsspektrums, des Ausbaus von Arbeitszeiten, Steigerung der Bildungsbeteiligung und in der Erhöhung der Erwerbsbeteiligung. Außerdem soll Zuwanderung verstärkt ermöglicht werden. Die Potenziale verschiedener Gruppen am Arbeitsmarkt sind in den Focus zu rücken und zu erschließen. Im Einzelnen gilt es Jugendliche mit ungünstigen Startchancen zum Berufsabschluss zu führen und die Erwerbsbeteiligung von Frauen und Älteren zu erhöhen. Weiter sind die Qualitätspotenziale von Menschen mit Migrationshintergrund besser zu nutzen, das Qualifikationsniveau Geringqualifizierter anzuheben sowie die Teilhabe behinderter Menschen zu erhöhen.
„Die Bundesagentur für Arbeit kann einen Teil der Hemmnisse, die einer Erwerbstätigkeit im Wege stehen, beseitigen“, so Alt weiter. Lead-Investor Kiry: „Unsere Hochschule trägt den Erfordernissen des Arbeitsmarktes von Morgen schon heute Rechnung. Sie bietet durch ihre ausgewogene Praxisorientierung für jeden Studierenden gute Aussichten auf spätere Beschäftigungsmöglichkeiten. Dies wird durch die Einbindung namhafter Partnerunternehmen sichergestellt. Im Vergleich zu anderen privaten Hochschulen zahlen die Studierenden die sehr niedrige Studiengebühr von nur 200 Euro pro Monat. Weitere 100 Euro steuert das Land Baden-Württemberg bei, die Partnerunternehmen beteiligen sich mit jeweils 300 Euro je Studierenden an der Gesamtfinanzierung“.











