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Kluft zwischen Erwerbsaustritt und Renteneintritt wird größer – Gelsenkirchener Institut Arbeit und Technik legte neue Studie vor

13.07.200513:18 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Bonn/Gelsenkirchen – Ältere Menschen leben weiterhin mit dem Risiko, ihren Job zu verlieren. Diese Tendenz hat sich in den vergangenen Jahren sogar verstärkt. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie mit Ergebnissen aus dem Projekt „Altersübergangs-Monitor“, das vom Gelsenkirchener Institut Arbeit und Technik (IAT/Gelsenkirchen) http://www.iatge.de durchgeführt wurde. Die registrierte Arbeitslosigkeit von 58 bis 64 Jahre alten Menschen hat zwar abgenommen; dafür stieg sie bei den 50- bis 58-jährigen seit 2003 wieder deutlich. Altersteilzeit sowie der erleichterte Leistungsbezug nach Paragraph 428 SGB III wurden in den vergangenen Jahren verstärkt als Übergang zwischen Arbeitsleben und Rente genutzt, schreibt die Zeitschrift Wirtschaftsbild http://www.wirtschaftsbild.de unter Verweis auf die neue Studie. Die Arbeitslosenstatistik erfasse diesen frühzeitigen Ausstieg aus dem Erwerbsleben jedoch nicht; das Problem der Arbeits- und Beschäftigungslosigkeit Älterer werde so nicht gelöst. Das Auslaufen des Paragraphen 428 SGB III Ende des Jahres 2007 und der Förderung der Altersteilzeitarbeit Ende 2009 werde zum Anstieg der registrierten Arbeitslosigkeit der älteren Bürger führen, wenn bis dahin nicht wesentlich mehr „Senioren“ in Lohn und Brot kämen.



Ein weiterer Befund der IAT-Untersuchung: Nur ein Drittel der neuen Rentner ging zuvor einer „normalen“ sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit nach. Teilzeitarbeit im Alter führe lediglich dazu, dass sich das Ausscheiden aus dem Erwerbsleben in der Beschäftigungsstatistik nach hinten verschiebt. „Damit verschleiert nicht nur der Leistungsbezug ‚unter erleichterten Voraussetzungen’, sondern auch der Rentenzugang aus Altersteilzeitarbeit den Blick auf das reale Übergangsgeschehen zwischen der Erwerbs- und Ruhestandsphase“, sagte Dr. Matthias Knuth, wissenschaftlicher Geschäftsführer des IAT. Beide bis zum Renteneintritt reichenden Überbrückungsformen haben bis 2003 deutlich zugenommen. Der Rentenzugang aus sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung ohne Altersteilzeit hat dagegen abgenommen. Die Wissenschaftler des IAT warnen, dass eine Heraufsetzung der Lebensarbeitszeit von 65 auf 67 Jahre unter den derzeitigen Bedingungen am Arbeitsmarkt die Zeit zwischen Erwerbsaustritt und Renteneintritt verlängern wird. „Die Rürup- und die Herzog-Kommission hatten mit ihrem Ruf nach längerer Lebensarbeitszeit völlig recht, wenn man nur die Gesetze der Demographie in den Blick nimmt. Allerdings ist der Prozentsatz der Firmen, die keinen über 50 anstellen oder beschäftigen, erschreckend hoch. Harvey Nash hat zwar bei der Vermittlung unter anderem von Senior Managern beste Erfahrungen gemacht. Allerdings müssen die Probleme des Arbeitsmarktes grundsätzlich gelöst werden, damit es wieder normal wird, auch mit über 50 oder über 60 Jahren täglich ins Büro oder in die Werkhalle zu gehen“, bemerkt Udo Nadolski, Geschäftsführer des Düsseldorfer Beratungshauses Harvey Nash http://www.harveynash.de, zu der jüngsten Studien des IAT. Der aktuelle Altersübergangsreport 2005-03 mit dem Titel „Die Kluft zwischen Erwerbsaustritt und Renteneintritt wird wieder größer“ kann im Internet unter folgender Adresse abgerufen werden: http://iat-info.iatge.de/auem-report/2005/auem2005-03.html.


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