(openPR) Waldmünchen, 26. April 2011. Anlässlich des 300. Geburtstags des Pandurenobristen Franziskus Seraph Freiherr von der Trenck findet am Freitag, den 6. und am Samstag, den 7. Mai das erste Symposium zu seiner Person in der bayerischen „Trenckstadt“ Waldmünchen statt. Veranstalter sind Waldmünchen Aktiv e.V., Muzeum Chodska v Domažlicích und der Verein der Trenckfestspiele Waldmünchen e.V. Jeder geschichtlich Interessierte ist herzlich zu dieser Tagung an der tschechischen Grenze eingeladen. Das Symposium, das auf Deutsch und Tschechisch abgehalten wird, beginnt am Freitag um 18 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen bitte unter 09972 94140 oder ![]()
Im April 2011 war in den Medien schon vom „Symposium über den 1711 geborenen Trenck und den Österreichischen Erbfolgekrieg“ die Rede (Straubinger Tagblatt / Landshuter Zeitung). Die Veranstaltung geht der Person und dem Wirken des Pandurenführers im Dienste der österreichischen Kaiserin Maria Theresia nach. Der Münchner Historiker Prof. Dr. Dr. Peter Claus Hartmann spricht zum Österreichischen Erbfolgekrieg, der Waldmünchner Trenck-Spezialist und Sammler Karlheinz Schröpfer geht auf die Person Trenck näher ein. Der Chamer Landrat Franz Löffler, Bezirkstagspräsident der Oberpfalz und Schirmherr des Trenck-Symposiums schreibt in seinem Grußwort: „Die Geschichte dieses Mannes bewegt uns auch heute noch – 300 Jahre nach seiner Geburt.“
Zur Geschichte: Trenck wurde 1711 in Unteritalien geboren. Kaiser Karl VI. hatte im Jahr 1713 die „Pragmatische Sanktion“ erlassen, die Maria Theresia die Thronfolge eröffnete. Der bayerische Kurfürst Karl Albrecht von Wittelsbach, der als Sohn einer österreichischen Kaisertochter selbst Anspruch auf den Habsburger-Thron gehabt hätte, wagte deshalb den Krieg gegen Maria Theresia. Beim Ausbruch des Österreichischen Erbfolgekriegs 1740 erhielt Trenck als kaiserlicher Offizier von Maria Theresia die Erlaubnis, eine Truppe von 1.000 Mann, gegen Bayern anzuführen. Seine wilden Panduren (mit Langwaffen, Krummsäbeln, Messern, Pistolen und Pulverflaschen bewaffnete Leibdiener der Edelleute) fielen durch Wagemut und Grausamkeit auf. Bis zum Kriegsende im Jahr 1745 kämpfte Trenck mit seiner Truppe in Oberösterreich, Bayern und Böhmen.
1742 und 1744 zog Trenck an der Grenzstadt Waldmünchen vorbei. Im Gegensatz zur Stadt Cham verschonte Trenck Waldmünchen. Deshalb findet dort seit über sechzig Jahren im Juli und August das historische Freilichtfestspiel „Trenck der Pandur vor Waldmünchen“ statt. Über das Schauspiel ist die Stadt eng mit der historischen Figur verbunden. 350 Waldmünchner spielen jedes Jahr am generationsübergreifenden Theater mit. „Die Rolle der Katharina Schwab im Freilichtfestspiel Trenck der Pandur zu verkörpern ist mir eine große Ehre und spiegelt die Verbundenheit zu meiner Heimatstadt Waldmünchen wider“, so beispielsweise Tanja Weichselmann, die die Geliebte von Trenck seit neun Jahren spielt. Tausende von Besuchern kommen jährlich nach Waldmünchen, um das Schauspiel zu erleben. Die nächste Aufführung findet am 16. Juli um 21 Uhr statt.
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Weitere Informationen
www.waldmuenchen.de/dokumente/PDF_2011_veranstaltung_trenck_symposium_deutsch.pdf
www.jugendbildungsstaette.org











