(openPR) Festspielsommer im Bayerischen Wald
Regensburg (tvo). Ein zweites Oberammergau: Mit „Da Judas vom Woid“ präsentiert der Bayerische Wald seine eigenen Passionsspiele, von denen Kritiker und Publikum gleichermaßen sagen, sie seien ein Meisterwerk. Regisseur Johannes Reitmeier, Intendant des Pfalztheaters Kaiserslautern, bringt im Burghof der Ruine Lichtenegg bei Rimbach alle großen Themen des Theaters auf die surrealistische Bühne: Hass, Neid, Eifersucht und Liebe, Bigotterie und messianisches Sendungsbewusstsein. Geprägt von Glauben und Aberglauben, Wildheit und Wagemut sind auch eine Reihe anderer Festspiele, mit denen der Bayerische Wald in diesem Sommer aufhorchen lässt. „Bertrudis – Das Geheimnis der Seherin“ heißt das mystische Stück, das die Festspielgruppe Neukirchen bei Bogen im Juli 2010 mit großem Kostüm- und Bühnenaufwand auf der Freilichtbühne im wildromantischen Steinbruch verwirklicht. Zanken sich in Neukirchen die kriegerischen Germanen, reiten in Waldmünchen die wilden Panduren: Mit „Trenck der Pandur“ versetzen die Waldmünchner ihre Gäste im Juli und August in die Zeit des österreichischen Erbfolgekrieges. Mehr als 300 Laienschauspieler erinnern in dem nächtlichen Schauspiel mit großen Volksauftritten und spektakulären Reiterszenen an die Bedrohung ihres Ortes im 18. Jahrhundert. Seit 60 Jahren wird im Luftkurort Waldmünchen vor der alten Stadtmauer Geschichte gespielt. Ihr 35-jähriges Bestehen feiern die Burghofspiele Falkenstein. Sie führen dieses Jahr mit dem Stück „Die Erfindung der Freiheit oder kann den Fliegen Sünde sein“ ein turbulentes Theaterspektakel über den Traum vom Fliegen und den Beginn der Französischen Revolution auf. Auf bewährten Inhalt, aber neueste Technik setzt der Further Drachenstich in Furth im Wald. Erstmals zieht der tapfere Ritter Udo in diesem Sommer gegen einen feuerspeienden High-Tech-Drachen zu Felde. Nicht ganz so martialisch ist das Geschehen auf der Waldbühne in Furth im Wald, die in diesem Sommer wieder wunderschönes Kindertheater präsentiert. Viel zu bieten für die Kleinen hat auch das Bayerisch-Böhmische Säumerfest, das im Rahmen von „1.000 Jahre Goldener Steig“ am 17./18. Juli das Mittelalter in Grainet einkehren lässt. Und viel zu lachen haben die Besucher der Waldfestspiele in Bad Kötzting: Ebenfalls unter Regie von Johannes Reitmeier bringen die Akteure hier vom 24. Juli bis zum 8. August die musikalische Komödie „Die Bettleroper“ auf die „Bretter, die die Welt bedeuten“. Lachen und Weinen, Liebe und Krieg – der Festspielsommer 2010 im Bayerischen Wald hält die gesamte Gefühlspalette vor und begeistert sein Publikum mit der Leidenschaft, mit der die ganze Region dem Schauspiel frönt.
Einen Überblick über die Festspiele gibt die Broschüre „Feste und Veranstaltungen 2010“, die kostenlos erhältlich ist beim Tourismusverband Ostbayern www.ostbayern-tourismus.de.












