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Depression bei Kindern und Jugendlichen - Früherkennung stärken!

24.03.201115:28 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Depression bei Kindern und Jugendlichen - Früherkennung stärken!
Der neue Flyer
Der neue Flyer "Depression bei Kindern und Jugendlichen" mit Hilfsangeboten in München.

(openPR) München, 23. März 2011 – Betroffene wie Experten sind sich einig: Depressionen bei Kindern und Jugendlichen werden immer noch zu spät erkannt und als „normale“ pubertäre Krisen missverstanden. Gemeinsam mit der Landeshauptstadt München will das Münchner Bündnis gegen Depression aufklären und sensibilisieren. Früherkennung tut Not: Nur eine rechtzeitige und genaue Diagnosestellung schafft Klarheit für die Betroffenen und die Chance einer erfolgreichen Behandlung. Deshalb ist jetzt ein neuer Informationsflyer entstanden, der unter anderem einen Überblick über die wichtigsten Beratungs- und Behandlungseinrichtungen in der Landeshauptstadt gibt. Der Flyer ist bei einer Pressekonferenz am Mittwoch, 23. März, in der Grütznerstube vorgestellt worden.


„Bis zu 14 Prozent der Kinder und Jugendlichen erkranken während des Heranwachsens an einer Depression. Doch die traurigen, zurückgezogenen Kinder und Jugendlichen fallen selten auf und leiden im Stillen“, beschreibt Gerd Schulte-Körne, Psychiater und Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Universität München die Situation vieler junger Patientinnen und Patienten, die gar nicht oder erst sehr spät Hilfe bekommen. Dabei sind die Prognosen und Behandlungsmöglichkeiten von jungen Depressiven durchaus positiv. Der Psychotherapeut für Kinder und Jugendliche Peter Lehndorfer betont: „Für die Behandlung gibt es von psychotherapeutischer Seite gut wirksame Strategien auf der Basis wissenschaftlich anerkannter Psychotherapieverfahren. Allerdings muss bei der Diagnosestellung berücksichtigt werden, dass Depressionen bei Kindern und Jugendlichen oft andere Symptome aufweisen können als im Erwachsenenalter.“ Vor allem Lehrer und Eltern sind davon verunsichert. Wie wichtig darum eine genaue Beratung und fachliche Begleitung sowohl für die Betroffenen wie ihr Umfeld ist, betont Joachim Lorenz, Referent für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München. „Depression muss nicht nur frühzeitig erkannt werden; es müssen auch präventive Angebote frühzeitig und ausreichend zur Verfügung stehen“, sagt Lorenz und verweist auf das städtische Beratungsangebot, darunter das telefonische Angebot der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Beratungsstelle des Referats für Gesundheit und Umwelt (RGU). Trotz Konsolidierung sei es dem RGU zudem gelungen, eine halbe Stelle einzurichten, die sich vor allem benachteiligten Kindern und Jugendlichen widmen wird. Lorenz bestätigt aber auch weiteren Aufklärungsbedarf: „Der Leistungsdruck der auf Kindern und Jugendlichen lastet, ist teilweise enorm. Eltern und Lehrkräfte benötigen zielgerichtete Information über Hilfsangebote und Anlaufstellen, um rechtzeitig reagieren zu können. Sie erleben die Probleme der Kinder Zuhause und im Schulalltag, wissen aber selten, wohin sie sich vertraulich wenden können.“
Abhilfe soll ein neuer Informationsflyer leisten, den eine Arbeitsgruppe des Münchner Bündnis gegen Depression mit Unterstützung des Referats für Gesundheit und Umwelt erstellt hat. Er informiert zum einen über die Symptome von Depression bei Kindern und Jugendlichen und gibt zum anderen einen Überblick über die wichtigsten Beratungs- und Behandlungseinrichtungen in der Landeshauptstadt.
Mit Informationsflyern und begleitenden Fortbildungsangebote an Münchner Schulen begegnen das Münchner Bündnis gegen Depression und die Landeshauptstadt München auch dem Stigma der psychischen Erkrankung. „Wenn rechtzeitig und sachkundig eingegriffen wird, lässt sich der aktive Ausbruch oder eine Verschlechterung der Erkrankung mit hoher Wahrscheinlichkeit vermeiden. Dann ist allen Beteiligten, Kindern wie Eltern, geholfen“, schildert Karl-Heinz Möhrmann vom Landesverband der Angehörigen psychisch Kranker die Situation der Familien eindringlich. Schuldzuweisungen und Schamgefühle stehen einer offenen und erfolgreichen Krankheitsbewältigung jedoch oft im Weg. „Die Diagnose einer psychischen Erkrankung darf nicht wie ein Stempel oder Makel wirken.“
Interessierte Schulen und Bildungseinrichtungen erhalten den Informationsflyer und Fortbildungsangebote bei der Geschäftsstelle des Münchner Bündnis gegen Depression e.V.: Tel. 089 - 54 04 51 20, Email: E-Mail. Zudem ist er in der Stadtinformation im Münchner Rathaus erhältlich.

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