(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Libyen, Bahrein und Japan waren auch zum Wochenauftakt die Treiber bei den Rohölpreisen. Während es bei den beiden arabischen Ölproduzenten aufgrund der Unruhen zu einer Verknappung kommen könnte, laufen in Japan die Raffinerien wieder an. Deutsche Heizölverbraucher konnten sich jedoch dank des Starken Euros über Abschläge freuen.
In Libyen und Bahrein kriegt und kriselt es stark. Der Rohölmarkt folgt seinem Hauptgesetz, wonach Bad News meistens God News sind. Und so gingen die Ölpreise heute nach oben. Befeuert wurden sie zusätzlich von der deutlich gewachsenen Ölnachfrage in Japan. Dort liefen auch die ersten Raffinerien nach der Dreifachkatastrophe wieder an.
An dieser Tendenz dürfte sich in den nächsten Tagen nichts ändern. Das Chaos im Gaddafi-Reich wird noch einige Zeit anhalten, auch im ölfördernden Königreich am Persischen Golf wird sich trotz saudischer Präsenz nicht so schnell was ändern. Das sehen auch Anleger so und verhelfen den Futures, also den Wetten auf die zukünftige Preisentwicklung, zu stabilen Höhenflügen zumindest für die kommenden zwei Monate, und das nicht nur beim Preis, sondern auch in der Anzahl der Kontrakte.
Auf dem deutschen Heizölmarkt kam von dieser Entwicklung heute noch nichts an. Die Bezugskosten gaben um 67 Cent auf 86,32 Euro (bezogen auf 100 Litern bei einer Gesamtliefermenge von 3.000 Litern HEL) nach, was vor allem dem weiterhin stärkeren Euro geschuldet ist. Der notiert wie schon zum Ende der vergangenen Woche stabil und deutlich über 1,41 US-Dollar, ein Niveau, das zuletzt im November 2010 erreicht wurde damals allerdings nur für wenige Tage. Dennoch bleibt Heizöl für diese Jahreszeit sehr teuer. Dazu die Preise zum jeweils 21. März der Vorjahre mit einer Tendenz, wie sie sich in den folgenden 2 Wochen entwickelten:
21.03.2010 - 65,97 Euro, leicht steigend
21.03.2009 - 50,11 Euro, um 2,50 Euro steigend
21.03.2008 - 76,40 Euro, minimal fallend
21.03.2007 - 54,12 Euro, um 4 Euro steigend
21.03.2006 - 61,26 Euro, um 2 Euro steigend
Das berichtet das Onlineportal des Fachmagazins BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau auf seiner Website
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Frank Urbansky
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